• Veröffentlichungsdatum: 29.04.2020

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präziser, stärker, weiter - Das mittlere Scharfschützengewehr

Karl-Ludwig Karacson-Haas & Rene Korbel

(Foto: Bundesheer/Bruno Planer)
(Foto: Bundesheer/Bruno Planer)

Das Österreichische Bundesheer bekommt ein neues 8,6-mm-mittleres-Scharfschützengewehr. Es ergänzt die Palette der Präzisionswaffen. Die neue Waffe hat gegenüber dem in die Jahre gekommenen Scharfschützengewehr 69 ein größeres Kaliber und ein leistungsfähigeres Zielfernrohr. Ab 2020 soll es an die Truppe ausgeliefert werden.

1969 wurde von Steyr Mannlicher das Scharfschützengewehr 69 (SSG 69) entwickelt und als Scharfschützengewehr im Österreichischen Bundesheer (ÖBH) eingeführt. Seit der Einführung des SSG 69 vor einem halben Jahrhundert hat sich in der Waffentechnik sowie in der Optik Vieles weiterentwickelt, um eine höhere Präzision zu gewährleisten. So ist das Absehen „feiner“ (Fadenkreuz etc.) und der Vergrößerungsfaktor der Optik höher als beim SSG 69. Die Waffe ist modularer und passt sich durch einen verstellbaren Schaftan den Schützen an.

Ein weiterer Aspekt, der immer mehr in den Vordergrund tritt, ist die Einsatzschussweite. Das neue 8,6-mm-mittlere-Scharfschützengewehr Steyr 08A2 (mSSG), im zivilen auch Steyr mSSG M1 genannt, steigert die Einsatzschussweite gegenüber dem SSG 69 von 800 m auf 1 200 m (plus 50 Prozent).

Kaliber

International ist im militärischen Vergleich eine Ergänzung bzw. ein Wechsel von der bisher verwendeten Munition 7,62 x 51 mm NATO (.308) auf 8,6 x 70 mm Lapua (.338) zu erkennen. Das Kaliber 8,6 x 70 mm Lapua Magnum zeichnet sich durch geringes Ablenken und Abbremsen durch Wind und Luftwiderstand aus. Deshalb kann mit diesem Kaliber, auch durch eine sehr genaue Fertigung der Munition, auf weite Distanzen ein kleiner Streukreis erzielt werden. Die Anwärter zum Scharfschützen schaff en mit dem neuen mSSG 08A2 bereits beim Aufnahmeverfahren einen Streukreis von maximal drei Zentimeter auf 100 m, um zur Ausbildung zugelassen zu werden. Das Kaliber 8,6 x 70 mm Lapua Magnum ist mittlerweile bei Einsatzkräften weltweit auf die „Long Range“-Distanz (über 1 000 m) im Einsatz. Zudem gibt es für dieses Kaliber eine große Auswahl an bereits international verwendeten Munitionsarten wie Panzer-, Glasbruch- oder Vollmantelpatronen. Der Scharfschütze kann durch die Wahl der Munition noch besser in unterschiedlichen Szenarien agieren.

(Foto: Bundesheer/Bruno Planer)
(Foto: Bundesheer/Bruno Planer)

Entwicklung und Beschaffung

Das mSSG Steyr 08A2 wurde in einem zweistufigen internationalen Wettbewerbsverfahren beschafft. In der ersten Stufe gab es elf Firmen, die interessiert waren. In der zweiten Stufe blieben vier Anbieter übrig, von denen zwei aus Österreich und zwei aus der Europäischen Union kamen. Die österreichische Firma Steyr Arms (früher Steyr Mannlicher) erhielt den Zuschlag. Aber nicht nur das Gewehr, sondern auch das Zielfernrohr (ZF) – das für ein Scharfschützensystem eine wesentliche Komponente ist – kommt aus Österreich von der Firma KAHLES K624i. Dieses ist, so wie das Gewehr, eines der leistungsfähigsten Zielfernrohre auf dem internationalen Markt. Es bietet zurzeit als weltweit einziges System die Möglichkeit, die Optik mit der linken ohne Verwendung der rechten Schusshand einzustellen.

Die Zusammenstellung der Komponenten wie Waffe, Zielfernrohr oder Mündungsfeuerdämpfer fand in enger Abstimmung mit Scharfschützen des Jagdkommandos statt. Somit ist dieses System ein richtungsweisendes Produkt, das den Wünschen der Scharfschützen bestmöglich entspricht und eine hohe Feldverwendungsfähigkeit bietet. Insgesamt wurden 120 Stück dieses Waffensystems im Wert von ca. 1,6 Millionen Euro für das ÖBH angekauft. Diese Sätze werden an die Scharfschützentrupps und Gruppen der Bataillone der Jägertruppe und an das Jagdkommando ausgegeben. Die 120 Stück werden mit einem umfangreichen Zubehörsatz geliefert.

Waffensystem

Das mSSG Steyr 08A2 ist ein modernes Scharfschützengewehr und passt sich durch die Veränderung der Gesamtlänge, der Einstellung des Abzugsweges, des Abzugsvorweggewichtes, des Abzugsgewichtes, der Position des Abzuges in Längsrichtung und durch Änderung der Griff schalen optimal an die Bedürfnisse des Schützen an. Die Gesamtlänge der Waffe beträgt bei ausgefahrenem Schaft 133 cm und mit montiertem Mündungsfeuerdämpfer 145 cm. Wird der Schaft nach rechts eingeklappt, z. B. für den Transport, verkürzt sich die Gesamt länge auf 108 cm.

Technische Daten des 8,6-mm-mittleren-Scharschützengewehres.
Technische Daten des 8,6-mm-mittleren-Scharschützengewehres.

Technische Daten Waffe

Das 8,6-mm-mittlere-Scharfschützengewehr Steyr 08A2 ist ein Zylinderverschluss- Repetiergewehr. Die Lauflänge beträgt 69 cm bzw. 27 Zoll mit einem konstanten Rechtsdrall zur Geschoßstabilisierung und ist für eine Zielbekämpfung bis zumindest 1 200 m im Präzisionsschuss bestimmt. Die Projektile erreichen nach der Schussabgabe eine Anfangsgeschwindigkeit (V°) von 889 m/Sekunde. Die größte Schussweite wurde mit 5 700 m festgelegt. Die Patronenzufuhr erfolgt über ein Metallmagazin, das zehn Patronen fasst. Das Gewicht des mSSG mit dem Zielfernrohr ZF624i und einem gefüllten Magazin beträgt etwa 9,25 kg. Das Gewicht ist optimal, um stabil und präzise schießen zu können.

Das mSSG Steyr 08A2 besitzt einen langen Handschutz, der auf der Oberseite mit einer Picatinny-Schiene mit 30 Grad Vorneigung und seitlich mit einem langen Key Mod-System ausgestattet ist. Durch diese Montagemöglichkeiten kann weiteres Zubehör wie Nachtsichtgerät, Wärmebildgerät oder Laser angebracht werden. Ein weiteres Zubehör, das an einer Picatinny-Schiene auf dem Schaft montiert werden kann, ist der Erdsporn. Dadurch kann der Schütze die Waffe auf dem Boden aufsetzen und auf ein Ziel ausrichten. Das ist hilfreich, wenn der Scharfschütze länger auf ein Ziel warten oder die Waffe im Schulteranschlag halten muss. Dadurch bleibt das mSSG immer stabil, wodurch das Auffassen und das Anvisieren des Zieles mit der Waffe erleichtert wird. Das ersetzt jedoch nicht die Standardunterlagen (Sand- oder Granulatsäcke), die Scharfschützen verwenden. Weitere Picatinny-Schienen können auf dem Key Mod-System befestigt werden, um ein Zweibein oder ein Stativ zu montieren.

Die Sicherung des mSSG kann auf zwei Arten betätigt werden. Einerseits durch einen Sicherungshebel und andererseits durch ein Sicherungsrad. Die Sicherung bietet drei Einstellmöglichkeiten – Entsichert/Ladestellung/Gesichert. Zur Verringerung der Abschusssignatur ist die Waffe mit einem Mündungsfeuerdämpfer ausgestattet. Dieser kann schnell auf der Mündungsbremse angebracht und auch im warmgeschossenen Zustand mit der Thermohülle abgenommen werden.

Der Messwinkel hat eine feinere Stricheinteilung als die Entfernungsschätzmarke...
Der Messwinkel hat eine feinere Stricheinteilung als die Entfernungsschätzmarke...
... Damit werden Zielentfernungen von 400 m bis 1 300 m ermittelt. (Fotos: Bruno Planer)
... Damit werden Zielentfernungen von 400 m bis 1 300 m ermittelt. (Fotos: Bruno Planer)

Technische Daten Zielfernrohr

Das KAHLES K624i, im ÖBH ZF624i genannt, hat einen 6- bis 24-fachen Vergrößerungsbereich, der stufenlos eingestellt werden kann. Die Vergrößerung ist für weite Distanzen (über 1 000 m) ausgelegt. Die ausgeprägte Bildschärfe mit neutraler Farbwiedergabe gibt dem Scharfschützen die nötige Sicht für einen präzisen Schuss. Selbst bei der maximalen Vergrößerung (24-fach) verliert das Bild nicht an Schärfe. Das Blickfeld des Zielfernrohres beträgt bei sechsfacher Vergrößerung 6,8 m auf 100 m und verringert sich auf 1,7 m auf 100 m bei 24-facher Vergrößerung (68 Strich bis 17 Strich).

Für den Einsatz im ÖBH wurde beim ZF624i das Absehen (Bezeichnung MSR/Ki) bestehend aus Fadenkreuz und Zielmarke, Entfernungsschätzmarke und Messwinkel gewählt. Dieses befindet sich in der ersten Bildebene und „wächst“ somit bei Vergrößerungswechseln mit. Das ist beim Schätzen der Entfernung wichtig, denn dadurch bleiben die Abstände zwischen den Balken immer gleich, und der Scharfschütze muss nicht darauf achten, welche Vergrößerung er gerade gewählt hat. Mit den Entfernungsschätzmarken kann der Scharfschütze die Entfernung von Zielen von 400 m bis 1 300 m ermitteln. Der Messwinkel besteht aus zwei im rechten Winkel aneinander liegenden Linien mit noch feinerer Stricheinteilung als bei der Entfernungsschätzmarke zur genaueren Entfernungsmessung. Das Absehen kann rot beleuchtet werden. Die Helligkeit des beleuchteten Absehens lässt sich durch den Schützen nach seinen Bedürfnissen und den Lichtverhältnissen einstellen.

Technische Angaben zum ZF624i.
Technische Angaben zum ZF624i.

Das ZF624i wird metrisch justiert (0,1 MRAD - Milliradiant). Damit stellt der Schütze die Trefferkorrektur ein, die auf 100 m pro Click einem Zentimeter nach unten/oben oder nach links/rechts entspricht. Die maximalen Verstellwege betragen der Höhe nach 2,5 m (250 Clicks) auf 100 m und der Seite nach 1,1 m (110 Clicks). Damit die Einstellungen schnell von der Hand gehen und der Scharfschütze die Schießhand nicht von der Waffe nehmen muss, wurde die Anordnung des Seitenturms optimiert. Normalerweise liegen diese auf der rechten Seite, wie auch die Parallaxeneinstellung.

Am ZF624i wurde die Einstellung der Parallaxe nach oben verlegt und der Seitenturm auf die linke Seite, was zu einem ergonomischeren Arbeiten mit der Optik führt. Somit wurde der Parallaxenausgleich beim ZF624i in den Höhenverstellturm integriert. Dieser ist in einem Zahnraddesign gefertigt. Der Einstellbereich der Parallaxen beginnt bei 50 m und reicht bis unendlich. Durch den Parallaxenausgleich wird bei richtiger Einstellung auf jede Entfernung ein scharfes Bild wiedergegeben und eventuelle Zielfehler wie ein „schiefer“ Blick durch das Zielfernrohr vermieden. Zu der Optik werden mehrere Filter (Ultraviolett -, Orange-, Gelb-, Wabenfilter etc.) mitgeliefert. Weiters kann auf dem Zielfernrohr durch einen zusätzlichen Adapter ein Aimpoint Micro T1 als Zielhilfe montiert werden.

Einweisung von ausgebildeten Scharfschützen

Die erste Einweisung auf dem mSSG für fertig ausgebildete Scharfschützen des Bundesheeres fand bereits im Herbst 2018 und im Frühjahr 2019 statt . Sie dauerte etwa fünf Tage und gliederte sich in die zwei Blöcke, Waffeneinweisung (mit Waffen- und Gerätekunde) und Scharfschießen. Im Block Waffeneinweisung wurde den ausgebildeten Scharfschützen die Waffe mitsamt dem Zubehör detailliert erklärt und die Einstellmöglichkeiten erläutert.

Nach der Theorie wurde in das praktische Arbeiten übergegangen, in der der Schütze die Tätigkeiten an der Waffe wie das Prüfen der Sicherheit, Laden, Entladen und die Prüfung der Funktion erlernte. Dieser Block wurde abgeschlossen, wenn nach mehrmaligem Wiederholen der Tätigkeiten keine Fehler auftraten. Im zweiten Block konnten sich die ausgebildeten Scharfschützen im „scharfen Schuss“ intensiv mit dem Waffensystem auseinandersetzen und dessen Eigenschaften erfahren. Beim Lehrgang 2019 wurde das zur Erprobung verfügte Schießprogramm von der 1. bis zur 18. Schulschießübung absolviert sowie alle Zielscheiben und auch die zur Abnahme angeordneten Zielmedien überprüft.

Des weiteren wurden alle Entfernungstabellen mit und ohne Mündungsfeuerdämpfer überprüft, um dem Scharfschützen eine Grundlage für die Einstellungen am ZF zu geben. Aufgrund der hohen Präzision des Waffensystems, des Zubehörs und der optimalen Wetterverhältnisse konnten durch die erfahrenen Scharfschützengruppenkommandanten Erstschusstreffer auf Oberkörperziele bis auf 1 000 m erzielt werden. Das Waffensystem zeichnete sich ebenfalls während der Erprobung und bei der Einschulung durch eine hohe Verlässlichkeit aus, da es zu keinen Hemmungen oder technischen Problemen kam.

Schießprogramm

Das Zielfernrohr 624i mit montiertem Wabenfilter am Ausblick verhindert Reflexionen an der Objektivlinse. (Foto: Bruno Planer)
Das Zielfernrohr 624i mit montiertem Wabenfilter am Ausblick verhindert Reflexionen an der Objektivlinse. (Foto: Bruno Planer)

Aufgrund der Neuerungen im Scharfschützensektor des ÖBH werden in den kommenden Jahren die Schießprogramme evaluiert und erneuert. Das Schießprogramm des mSSG ist das erste überarbeitete, das fertiggestellt wurde. Es ist so angelegt, dass jede Übung auf der vorhergehenden aufbaut. Der Schütze wird bereits bei der 1. Übung gemustert, ob er als Scharfschütze geeignet ist. Nicht jeder, auch wenn er einer der „Besten“ des Einrückungstermines bzw. des Kaders ist, darf diese selektive Ausbildung absolvieren. So muss der Schütze bei der 1. Übung mit drei Schuss auf 100 m einen Streukreis von maximal drei Zentimeter schießen. Das zeigt dem Ausbilder schon zu Beginn, ob der Anwärter ein grundsätzliches Talent hat, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Der Schütze darf zu dieser Übung, die ein wesentliches Auswahlkriterium ist, dreimal antreten.

Ausbildung zum Scharfschützen

Die Ausbildung zum Scharfschützen am mSSG dauert wie auch am SSG 69 mehrere Monate und beginnt nach der Basisausbildung 1. Diese ist für Rekruten und für Berufssoldaten dieselbe. Wichtig ist, dass nur die „besten“ Schützen zu dieser Ausbildung herangezogen werden. In den folgenden vier Monaten absolvieren die Teilnehmer die Basisausbildung 2 und 3. In dieser Zeit werden die Grundsätze des richtigen Verhaltens als Scharfschütze, Tarnungsmöglichkeiten, Gefechtstechniken, Drills, das perfekte Beherrschen der Waffe und vieles mehr gelehrt.

Die psychische und die physische Leistungsfähigkeit sind ein wesentlicher Punkt dieser Ausbildung. Dabei wird der Schütze mehrere Gefechtsübungen absolvieren und seine Fertigkeit auf die Probe gestellt. Für Kader besteht die Möglichkeit, sich in weiterer Folge zum Scharfschützengruppenkommandanten (SSchGrpKdt) ausbilden zu lassen. Diese Ausbildung dauert weitere sieben Wochen und startet nach Abschluss der Kaderanwärterausbildung 3 (KAAusb 3) am Institut Jäger der Heerestruppenschule. Die Aufnahmeprüfung zum SSchGrpKdt bringt trotz der vorangegangenen KAAusb 1, 2 und 3 viele ausgebildete Scharfschützen an ihre physischen und psychischen Grenzen. Auf dem Lehrgang werden seine Fähigkeiten und sein Wissen nochmals erweitert und die Führungsfähigkeit geschult.

(Foto: Bruno Planer/Montage: Rizzardi)
(Foto: Bruno Planer/Montage: Rizzardi)

Streukreis

Der Scharfschütze muss mit dem mSSG Ziele bis 1 200 m bekämpfen können. Um das zu erreichen, muss der Streukreis auf 100 m so klein wie möglich sein. Es steht außer Frage, dass jeder mit dieser Waffe aufgrund der Präzision und der hochqualitativen Komponenten auf 100 m das Ziel trifft. Wenn der Schütze auf 100 m einen Streukreis mit maximal drei Zentimeter erschießen kann, ist er auch in der Lage, vonseiten der Schützenstreuung ein Ziel auf 1 200 m zu treffen. Das Schießprogramm verlangt vom zukünftigen Scharfschützen das Bekämpfen von Zielen bei Tag und Nacht, in verschiedenen Körperhaltungen, Anschlägen, die Verwendung des Aimpoint Micro T1 und unter ABC-Bedingungen. Eine weitere Komponente, die in diesem Schießprogramm überprüft wird, ist der Stressfaktor „Zeit“. Der Scharfschütze erhält während der verschiedenen Szenarien eine Zeitvorgabe, innerhalb der ein Schuss zu setzen ist. Beispielsweise wurden Übungen festgelegt, bei denen der Schütze unter Zeitdruck mehrere Schuss in rascher Folge mit geringer Streuung in das Ziel bringen muss.

Resümee

Das mSSG hat sich während der Erprobung als eine hochwertige Präzisionswaffe herauskristallisiert und sich bei den Scharfschützen des ÖBH bestätigt. Die Waffe ist nicht vergleichbar mit dem SSG 69, da hier in der Entwicklung ein halbes Jahrhundert dazwischen liegt. Das mSSG hat gezeigt, dass es den hohen Ansprüchen des modernen Gefechtsfeldes verlässlich standhalten kann und sich aufgrund des modularen Aufbaues und der Kombinationsmöglichkeiten für eine Vielzahl an Szenarien eignet. Das mSSG steigert die Effizienz der Scharfschützen in den unterschiedlichen Einsatzarten durch seine hohe Präzision, Durchschlagskraft und Reich weite. Es ist eine zeitgemäße und schon lange notwendige Bereicherung der Jägertruppe und des Jagdkommandos.

Major Mag.(FH) Karl-Ludwig Karacson-Haas ist Kommandant Lehrgruppe für Sonderausbildung und Lehroffizier am Institut Jäger der Heerestruppenschule.

Oberstabswachtmeister Rene Korbel ist Lehrunteroffizier für Scharfschützenausbildung am Institut Jäger der Heerestruppenschule.

 

Ihre Meinung

Meinungen (1)

  • Michael Kauf // 30.04.2020, 14:12 Uhr Sehr geehrte Redaktion!

    Es ist erfreulich, dass es ein Produkt aus heimischer Region geworden ist. Das sollte unser Selbstbewußtsein stärken.
    Außerdem wird durch den militärischen Auftrag, auch wenn er nicht groß ist, die Exportchance verbessert und der sehr gute Ruf der "Steyr" Waffen gestärkt.

    Schade, dass für das neue deutsche Standard Sturmgewehr nicht das RS556 angeboten wird, m.E. braucht es keinen Vergleich mit anderen wie FN oder HK zu scheuen. Diese haben nur auch den Vorteil eines weit besseren Lobbyings.

    Mit kameradschaftlichen Grüßen!
    Michael Kauf, OltRes