Detail

 

Moderne Seemacht. Grundlagen - Verfahren - Techniken − Bruno G. Hofbauer

 

Hauptthemen

  • Geschichte der Seestreitkräfte
  • Verfahren und Logistik der Seestreitkräfte
  • Kriegsschiffklassen und Einsatzmittel

Impressum

Brigadier Mag. Bruno G. Hofbauer
Republik Österreich/Bundesminister für Landesverteidigung und Sport (Hg.)
1. Auflage, Wien 2015
1 263 Seiten
Format: 160 x 235 mm
zahlreiche Abbildungen, Grafiken und Tabellen
Euro 90,- (3 Bände)
ISBN 987-3-901183-62-1
VerNr 7610-85619-1214

Zum Inhalt

Das Gesamtwerk „Moderne Seemacht“ umfasst drei Bände und soll als Kompendium dem interessierten Leser, ein Werk an die Hand geben, das ihn in die Lage versetzt die Grundzüge des Einsatzes von Seestreitkräften zu verstehen.

Am Anfang vom Band 1 steht ein historischer Abschnitt. Die Geschichte durch die Brille der Seekriegsführung zu sehen, eröffnet eine interessante Perspektive auf viele historische Entwicklungen und ermöglicht wertvolle Erkenntnisse für aktuelle Entwicklungen.

Die Rolle von Seemacht und der Seestreitkräfte im 21. Jahrhundert bilden darauf aufbauend den inhaltlichen Schwerpunkt des ersten Bandes – hier werden die Aufgaben, Einsatzarten und Verfahren der Seekriegsführung dargestellt. Themen wie Sea Control, U-Boot-Jagd, Minenseekriegsführung oder Strike Warfare werden beleuchtet. Ein umfassender Abschnitt widmet sich der Planung und Durchführung von amphibischen Operationen.

Somit ist im Band 1 neben der geschichtlichen Betrachtung, die Darstellung des „Was machen Seestreitkräfte“ im Zentrum. 

Blick ins Buch - Band 1 

 

Der Band 2 geht anfangs auf die Logistik der Seestreitkräfte ein. Weitere Abschnitte stellen relevante Marineinfanterie- und maritime Spezialeinsatzkräfte vor. Der wesentliche Teil dieses Bandes widmet sich der Frage „Was ist ein Schiff und welche Komponenten spielen bei einem Kriegsschiff zusammen".

Der Band 2 stellt somit das Schiff als System vor und präsentiert anhand von repräsentativen Beispielen die zusammengehörenden Elemente wie

  • Antrieb,
  • die verschiedenen Bewaffnungsarten,
  • Sensoren,
  • Führungs-,
  • Kommunikations- und
  • Waffeneinsatzsysteme.

Blick ins Buch - Band 2 

 

Der Band 3 stellt die wesentlichen Schiffsklassen relevanter Seestreitkräfte der Welt vor. Hier finden sie Bilder, Seitenrisszeichnungen und umfassende technische Angaben.

Sie können hier Typenbeschreibungen von U-Booten, Flugzeugträgern, Kreuzern, Zerstörern und Fregatten finden. Natürlich werden auch repräsentative Versorgungs- und Unterstützungsschiffe, Schiffe zur amphibischen Kampfführung oder für den Kampf mit Minen vorgestellt. Um die Vielschichtigkeit der Seestreitkräfte ausreichend zu beleuchten habe ich auch verschiedene Spezialschiffe und -boote berücksichtigt.

Ein eigener Abschnitt widmet sich den Seefliegerkräften. Bordhubschrauber, trägergestützte Kampfflugzeuge oder auch Seeaufklärungsflugzeuge sind aus dem maritimen Einsatzspektrum nicht mehr wegzudenken und wichtige Waffen- und Sensorträger. Sie haben eine wichtige Rolle im Kampf über, auf und unter dem Wasser.

Die drei Bände von Moderner Seemacht geben einen umfassenden Überblick über

  • die Geschichte
  • die Verfahren der Seestreitkräfte,
  • das Schiff mit seinen Einsatzmitteln und
  • die verschiedenen Kriegsschifftypen.

So werden die Fragen nach dem

  • WAS machen Seestreitkräfte,
  • WIE erfüllen sie ihre Aufgaben und
  • WER sind die wesentlichen Träger dieser Fähigkeiten auf und unter dem Wasser beantwortet.

Blick ins Buch - Band 3

 

Die drei Bände werden in einem repräsentativen Schuber geliefert.
(Foto: HBF/Karlovits)

Rezension im Marineforum - 6/2016

Vor genau 150 Jahren veröffentlichte der k.k. Fregattenkapitän und k. Ungar. Seeinspektor Heinrich Edler von Littrow, 1865 in Wien den Band: „Die Marine. Eine gemeinfassliche Darstellung des gesamten Seewesens.“ Das Buch war die Neufassung des 1849 von dem 1860 verstorbenen Konteradmiral Rudolf Brommy, Befehlshaber der ersten Deutschen Flotte, verfassten Werkes.

Offensichtlich in dieser Tradition stehend, hat nun Brigadier Mag. Bruno G. Hofbauer unter dem Titel „Moderne Seemacht, Grundlagen - Verfahren - Technik“ ebenfalls in Wien eine völlig neugestaltete Gesamtdarstellung maritimer Rüstung vorgelegt. Das Werk, das sozusagen als private Dienstvorschrift vom Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport der Alpenrepublik herausgegeben wurde, umfasst „nur“ 1.263 Seiten. General Hofbauer hat seine Arbeit nicht wie sein Marinekamerad vor 160 Jahren „für die Gebildeten aller Stände“ allein, sondern als pragmatische Handreichung zur Vorbereitung für die Offiziere des Österreichischen Bundesheeres konzipiert, die in der Tradition Jahrhunderte langer Erfahrung des Vielvölkerstaates der Donaumonarchie weltweit als Blauhelmsoldaten im Rahmen der UNO für Friedensgestaltung und -sicherheit im Einsatz stehen und dabei selbstverständlich auch die vielfältigen Möglichkeiten des Einsatzes von Seestreitkräften kennen müssen.

Zwecks besserer Handhabbarkeit ist diese Gesamtdarstellung in drei mittelgroße Bände aufgeteilt und wird in einem Schuber geliefert. Im ersten Band steht die Frage im Zentrum: Was machen Seestreitkräfte denn eigentlich? In einem geschichtlichen Abriss wird der Bogen von der Antike beginnend, bis zur Gegenwart gespannt, wobei das Hauptgewicht auf die Weltkriege und die Zeit des Kalten Krieges gelegt wurde. So bilden die Rolle von Seemacht und Seestreitkräften im 21. Jahrhundert den inhaltlichen Schwerpunkt des ersten Bandes. Im zweiten Band geht es um die Frage, was ein Schiff ist und welche Komponenten bei einem Kriegsschiff zusammenspielen. General Hofbauer hat das Schiff als ein komplexes System, bestehend aus Elementen wie Antrieb, Bewaffnung, Sensoren, Führungs-, Kommunikations- und Waffeneinsatzsystemen vorgestellt. Der letzte Band stellt dann die wesentlichen Schiffsklassen der Welt sowie die Marineflieger mit ihrem unterschiedlichen Gerät vor. Zu erwähnen ist auch ein 22 Seiten umfassendes Abkürzungsverzeichnis, das die gängigen auch in der NATO üblichen Abkürzungen erklärt und ein 39 Seiten umfassendes Glossar Begriffserklärungen von zumeist englischen Fachbegriffen.

Das mit einer geradezu gewaltigen Menge von erstklassig reproduzierten und zumeist farbigen Bildern, Karten und Diagrammen bestückte Werk verfügt selbstverständlich auch über ein ausgiebiges Literaturverzeichnis, das die gegenwärtig führenden Veröffentlichungen der jeweiligen Themenbereiche enthält. Mit „Moderner Seemacht“ hat General Hofbauer in der Tat eine Gesamtschau von Seestreitkräften und ihrem gesamten Umfeld vorgelegt, welche das breite Spektrum ihrer Einsatzmöglichkeiten von der friedlichen Flottendemonstration bis hin zum scharfen Einsatz veranschaulicht.

Als moderner Offizier hat der Autor aber immer wieder auf die politische Einbindung hingewiesen, ohne die der Einsatz von maritimen Potenzialen sinnlos wäre. Vor allem aber wurde hier deutlich gemacht, dass dies stets im Zusammenwirken mit Land- und Luftstreitkräften geschehen muss. Die drei Bände stellen die Rolle von Seestreitkräften weltweit und ohne Konzentration auf nationale Potenzial dar. Im Grunde genommen ist hier in höchst pragmatischer Darstellung all das Wissen zusammengefasst worden, das ein Marineoffizier nach dem Ende seiner Ausbildung, einschließlich der sogenannten A- bzw. B-Lehrgänge, präsent haben sollte. Weil es ein solches (frei zugängliches) Werk in der Bundesrepublik Deutschland nicht gibt, gehört General Hofbauers „Moderne Seemacht“ auch in die Hand jenes jungen Stabsoffiziers, auch von Heer und Luftwaffe, da modernes Militärpotenzial - und bei den gegenwärtigen Einsätzen der Bundeswehr zur Friedensgestaltung im Rahmen der UNO ist dies bereits der Fall - stets als Joint-Maßnahme erfolgt.

So ist abschließend zu bemerken, „Moderne Seemacht“ sollte nicht nur wie seine Vorgängerin vor 150 Jahren „den Gebildeten aller Stände“, sondern vor allem einem größeren Kreis von Bundeswehroffizieren aller Teilstreitkräfte an die Hand gegeben werden.

Heinrich Walle

Rezension in Wehrtechnik - IV/2016

Die Weltmeere waren in der Geschichte stets von großer Bedeutung für die Entwicklung der Menschheit. Dies gilt in der heutigen globalisierten Welt insbesondere für den Seehandel. Militärische Einsätze werden heute daher meist Teilstreitkräfte übergreifend und multinational geführt. Die Mitarbeit in einem Stab der oberen taktischen, vor allem aber der operativen und militärstrategischen Führungsebene verlangt ein Basiswissen über Einsatzgrundsätze und Verfahren aller Teilstreitkräfte.

Deshalb hat das österreichische Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS, Redaktion Truppendienst) jetzt das dreibändige Werk „Moderne Seemacht. Grundlagen-Verfahren-Techniken“ herausgegeben. Es vermittelt jenes Grundwissen, das vor allem für Stabsoffiziere in multinationalen Funktionen nötig ist, um den Einsatz von Seestreitkräften im Zusammenwirken mit anderen Teilstreitkräften zu verstehen und einen vertieften Einblick in das „System Marine“ zu gewinnen.

Der erste Band (448 Seiten) befasst sich im Kern mit den Verfahren der Seestreitkräfte. Der zweite Band (400 Seiten) stellt die Logistik der Seestreitkräfte und mit Schwergewicht die verschiedenen Komponenten der Kriegsschiffe in das Zentrum der Betrachtungen. Und im dritten Band werden die wesentlichen Kriegsschiffklassen und ihre Einsatzmittel vorgestellt. Alle Bände sind umfangreich bebildert, so werden im Kapitel „Komponenten eines Kriegsschiffes“ anhand verschiedener Schiffsbilder (u.a F220) die Aufbauten und Sensoren gezeigt und erklärt. Karten zeigen detailliert bedeutende Operationen und ihren Waffeneinsatz (z.B. Falklandkrieg). Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich mit maritimen Spezialkräften – die deutschen Kampfschwimmer fehlen herbei allerdings.

In Teilen wird einfach und verständlich Basiswissen erläutert, gleichzeitig haben die Darstellungen aber auch eine entsprechende Tiefe, um eine hohe Relevanz für die eigene Tätigkeit und Umsetzung zu ermöglichen. Der Autor ist Mag. Bruno Günter Hofbauer, Brigadier im Österreichischen Bundesheer, wo er 1988 als Infanterieoffizier eintrat. Nach der Generalstabsausbildung absolvierte er mehrere Verwendungen im nationalen und internationalen Bereich, darunter im Internationalen Militärstab der NATO und im Rahmen der Headlinegoal Task Force Europäischen Union in Brüssel sowie im Bundesministerium für Landesverteidigung. Nach Einsatzverwendung in Bosnien übernahm er die Leitung der Lehre in operativer Führung an der Landesverteidigungsakademie in Wien und widmete sich dort vor allem der Ausbildung des Generalstabslehrganges in operativer Führung, Militärstrategie und Streitkräfteplanung. Derzeit ist er Leiter der Generalstabsabteilung im BMLVS.

Rezension in Europäische Sicherheit & Technik - September 2016

Militärische Einsätze werden heute meist teilstreitkraftübergreifend und multinational (joint and combined) geführt. Die Mitarbeit in einem Stab der oberen taktischen, vor allem aber der operativen und militärstrategischen Führungsebene verlangt ein Basiswissen über Einsatzgrundsätze und Verfahren aller Teilstreitkräfte.

Der Panzermann Hofbauer versucht in dem dreibändigen Werk „Moderne Seemacht“ allen Stabsoffizieren in multinationalen Funktionen, die nicht der Marine angehören, jenes Grundwissen zu vermitteln, das nötig ist, um den Einsatz von Seestreitkräften im Zusammenwirken mit anderen Teilstreitkräften zu verstehen und einen vertieften Einblick in das „System Marine“ zu gewissen. Während sich der erste Band mit den Verfahren der Seestreitkräfte beschäftigt, stellt der zweite Band die Logistik der Seestreitkräfte und mit Schwergewicht die verschiedenen Komponenten der Kriegsschiffe in das Zentrum der Betrachtungen. Im dritten Band werden die wesentlichen Kriegsklassen und ihre Einsatzmittel vorgestellt.

(wb)

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