Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

15.09.2018

Entscheidungsträger nutzen Fachmedien

95 Prozent der Entscheidungsträger nutzen Fachmedien aus beruflichen Gründen. Das hat das Institut für empirische Sozialforschung in einer Studie mit 500 Teilnehmern festgestellt. Als Leser des TRUPPENDIENST-Fachmagazins befinden Sie sich also in „bester Gesellschaft“.

Führungskräfte nutzen zu 61 Prozent Fachmagazine im Printformat und zu 34 Prozent online für berufliche Entscheidungen. Die gedruckte Fachzeitschrift wird von 92 Prozent, der E-Mail Newsletter von 76 Prozent und die Website der Fachzeitschrift von 63 Prozent der Entscheidungsträger genutzt. Sie lesen darin durchschnittlich etwa dreieinhalb Stunden pro Woche die Print- sowie die Digitalausgabe. Eine Besonderheit des gedruckten Fachmagazins: 31 Prozent legen dies zum Weiterlesen auf, 24 Prozent sammeln und nur 19 Prozent werfen dieses in den Müll. Das besagt die Studie des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES) im Frühjahr 2018, bei der 500 repräsentativen Entscheider befragt wurden.

-bob-

Weiterführende Informationen:

95 Prozent der Entscheider setzen auf Fachmedien (Artikel)


10.09.2018

Kletter-WM 2018: Gold für Heeressportler

Bei der Kletter-Weltmeisterschaft 2018 in Innsbruck haben sich zwei Heeresportler die Goldmedaille gesichert: Jakob Schubert bei den Herren und Jessica Pilz bei den Damen.

Jakob Schubert gewann das Finale knapp vor dem tschechischen Titelverteidiger Adam Ondra. Für den 27-jährigen Tiroler ist es der zweite WM-Titel im Vorstieg. Er konnte sich bereits 2012 in Paris den ersten Titel sichern.

Die 21-jährige Jessica Pilz ging als Vorletzte ins Finale, kletterte aber dann bis zum Top und überholte auf der letzten Passage die slowenische Titelverteidigerin Janja Garnbret. Für Pilz der krönende Abschluss einer hervorragenden WM: Sie gewann bei den Bewerben jede Runde und ist nun zum ersten Mal Weltmeisterin im Vorstieg.

-red-


10.09.2018

Weststeirische Milizsoldaten trainieren auf Seetaler Alpe

In der ersten Septemberwoche 2018 absolvierten rund 130 Milizsoldaten der Jägerkompanie Deutschlandsberg auf den Truppenübungsplatz Seetaler Alpe eine Hubschrauberausbildung und Schießübungen.

Die Übungen waren Teil des Besucherstages, der unter dem Motto „Miliz am Berg“ stand. Besucher und zivile Arbeitgeber konnten sich von der Leistungsfähigkeit der Milizsoldaten überzeugen. Die Jägerkompanie Deutschlandsberg trainierte erstmalig im alpinen Gelände. Auf über 1.500 Höhenmeter trainierten sie das korrekte Verhalten beim Anlanden und bei Luftlandungen sowie das militärische Auf- und Absitzen mit dem Transporthubschrauber S-70 „Black-Hawk“.

Zusätzlich frischten die Milizsoldaten ihre Kenntnisse im Umgang mit Pistole, Sturm- und Maschinengewehr auf. Oberleutnant Christian Rath, Kompaniechef der weststeirischen Kompanie: „Für viele Milizsoldaten, die schon länger nicht mehr die Uniform trugen, ist diese Übung eine willkommene Abwechslung zum beruflichen Alltag. Die Ausbildung am ‚Black Hawk‘ ist etwas ganz Besonderes und nur beim Bundesheer möglich“, so Rath, der hauptberuflich als Luftfahrzeugtechniker eines Flugzeugherstellers in Wiener Neustadt tätig ist.

Am letzten Tag der Übung führte die Jägerkompanie eine Gefechtsvorführung statt. Die Arbeitgeber der Milzsoldaten konnten sich so von den Leistungen ihrer Mitarbeiter persönlich überzeugen. Dabei stand insbesondere der Mehrwert der Miliztätigkeit für die zivile Arbeitswelt im Fokus. „Unsere Milizsoldaten bringen durch ihre vielfältigen Erfahrungen aus ihrem Hauptberuf ein großes Knowhow ins Bundesheer ein. Umgekehrt sind ihre militärischen Führungs- und Organisationsfähigkeiten auch in der zivilen Arbeitswelt von großem Interesse. Insofern liegt eine Win-Win-Situation vor“, so Generalmajor Alexander Platzer, der Stabschef im Verteidigungsministerium.

Die Jägerkompanie Deutschlandsberg konnte 2016 binnen kürzester Zeit die erforderliche Anzahl an geeigneten Milzsoldaten für die Aufstellung der Kompanie sicherstellen. „Der Zulauf hält weiter an - dies ist nicht zuletzt der erfolgreichen Personalgewinnung des Jägerbataillons 17 sowie dem Engagement der Milizsoldaten selbst zu verdanken“, so der für Mobilmachung verantwortliche Unteroffizier, Harald Wonisch. Die Weststeirer-Kompanie kann sogar einen Schilcherwein ihr Eigen nennen: Dieser wurde im Rahmen des Besuchertages von Militäroberkurat Sascha Kaspar gesegnet.

-red-


07.09.2018

18. Wien Energie Business Run

Am 6. September 2018 nahmen 2.382 Mitarbeiter des Bundesheeres am Wien Energie Business Run teil.

Mit dieser Anzahl stellte das Bundesheer wieder einmal die größte Gruppe an Läufern. Der Wien Energie Business Run ist mit 32.000 gemeldeten Teilnehmern Österreichs größter Firmenlauf. Um 18:30 starteten am Donnerstagabend die Läufer vor dem Ernst-Happel-Stadion und durchliefen die Prater Hauptallee. Nach der Hälfte der insgesamt 4.1 Kilometer langen Strecke ging es wieder retour zum Stadion, wo der Zieleinlauf erfolgte.

Andreas Vojta vom Heeressportzentrum benötigte nur 11 Minuten und 55 Sekunden und erreichte dadurch Platz 1 der Herren. Bei den Damen erzielten zwei Heeresportlerinnen ebenfalls sehr gute Ergebnisse: Julia Hauser erreichte Platz 2 und Lena Millonig Platz 3. Das Mixed Team „HSZ 1“, das aus den drei obig genannten bestand, gelang somit Rang 1 in der Mixed-Teamwertung.

-red- 


06.09.2018

Einsatzbilanz Katastrophenhilfe 2018

In den ersten acht Monaten des Jahres 2018 flogen die Österreichischen Luftstreitkräfte bereits 26 Einsätze zur Katastrophenhilfe.

Die Luftstreitkräfte unterstützten die zivilen Einrichtungen bei Lawinenabgängen (80 Flugstunden), Hochwasser (15 Flugstunden) sowie bei der Waldkampfbekämpfung (25 Flugstunden). Zusätzlich führten sie Bergungen und Personensuchen im Umfang von 25 Flugstunden durch. Hierbei setzte das Bundesheer die Hubschraubertypen „Alouette“ 3, Agusta Bell 212, OH-58 und S-70 „Black Hawk“ ein.

In Summe wurden 300 Flugstunden für Assistenzleistungen geleistet. Zum Vergleich: 2017 wurden insgesamt 32 Einsätze mit knapp 450 Flugstunden geflogen (siehe TRUPPENDIENST Spezial „Unser Heer 2017“).

-red-


04.09.2018

Ausstellung zur Revolution von 1848

Die Ausstellung „1848 - Die vergessene Revolution“ eröffnete im Palais Niederösterreich am 4. September 2018.

Bis 31. Oktober 2018 kann im ehemaligen Landhaus der niederösterreichischen Stände, in dem die Wiener Revolution am 13. März 1848 ihren Ausgang nahm, die Ausstellung besichtigt werden. Die historischen Räume werden erstmalig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und sind Teil der Schau. Außerdem kann online eine interaktive Karte mit den Barrikaden und „revolutionären Orten“ in Wien aufgerufen werden.

Bei der Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich forderten Bürgerliche Freiheitsrechte und mehr demokratische Mitbestimmung. Letztlich scheiterte sie größtenteils und forderte mehrere tausend Todesopfer in Österreich.

-red-

Weiterführende Informationen:

Interaktive Karte

Ausstellungsinformationen


03.09.2018

Europäisches ABC-Abwehr-Projekt

Beim Informellen Verteidigungsministertreffen am 30. August 2018 in Wien wurde ein europäisches Projekt zur effektiveren Erfassung und Abwehr von Giftstoffen initialisiert.

Das Bundesheer startet gemeinsam mit Partnerstaaten und der Industrie ein Projekt um Giftstoffe frühzeitig und rechtzeitig zu erkennen. Das Projekt "CBRN SaaS" („Chemical, Biological, Radiological, Nuclear Surveillance as a Service“) wird aus einem bemannten und unbemannten Sensornetzwerk bestehen. Dieses soll ein Lagebild für die ABC-Aufklärung und Überwachung schaffen.

-red-

Weiterführende Informationen:

Europäisches Projekt zur effektiveren Erfassung und Abwehr von Giftstoffen (Artikel)


28.08.2018

Luftraumsicherungsoperation in Ostösterreich

Von 29. bis 31. August 2018 sichern die Luftstreitkräfte des Bundesheeres verstärkt den Luftraum über Wien. Anlass dafür ist der österreichische EU-Ratsvorsitz.

Bei dieser Operation wird ein Flugbeschränkungsgebiet über Teile Wiens, Niederösterreichs und des Burgenlandes errichtet. Das Bundesheer wird 24 Militärluftfahrzeuge, darunter zwölf Flächenflugzeuge und zwölf Hubschrauber, zur Luftraumsicherung einsetzen. Es werden vor allem Patrouillenflüge zur Überwachung des Luftraumes und zur Identifizierung von Luftraumverletzungen durchgeführt. Dadurch können mögliche Gefahrenpotenziale frühzeitig erkannt und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden.

-red-


27.08.2018

Heeresmeisterschaft im Militärischen Fünfkampf

An der Militärakademie in Wiener Neustadt fand vom 20. bis 24 August 2018 die Heeresmeisterschaft 2018 im Militärischen Fünfkampf statt.

Der Militärische Fünfkampf besteht aus den Einzelbewerben Schießen, Schwimmen, Werfen, Hindernisbahn und Geländelauf. Einzelstarter sowie Mannschaften können am Wettbewerb teilnehmen. Ausdauer, Kraft, Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit sind Eigenschaften, die der Athlet beim Meistern dieser Disziplinen des Heeressports benötigt.

Verteidigungsminister Mario Kunasek zeichnete bei der Siegerehrung 2018 folgende Athleten aus: in der Allgemeinen Klasse Stabswachtmeister Lucas Bodisch vom Jägerbataillon 33, in der Seniorenklasse Oberstleutnant Michael Fedl vom Kommando Landstreitkräfte und in der Mannschaftswertung das Team „Kärnten 2“, gebildet aus Soldaten des Pionierbataillons 1.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die besten Verbände der Jahreswertung 2017, das Jägerbataillon 26, gefolgt vom Kommando der 7. Jägerbrigade/Stabsbataillon 7. Den dritten Platz belegt das Pionierbataillon 1. Die Jahreswertung ist das Ergebnis der Wertung der Teilnahme an allen Heeresmeisterschaften (Militärischer Fünfkampf, Orientierungslauf, Geländelauf, Schießen, Sportklettern, Schibergsteigen, Ski-Patrouillenlauf, Ski-Langlauf).

-red-

Weiterführende Informationen: 

Foto-Album zur Heeresmeisterschaft im Militärischen Fünfkampf 2018 


23.08.2018

Grundwehrdiener besuchen Gedenkstätte

Das Pionierbataillon 3 intensiviert die Zusammenarbeit mit dem Verein „MERKwürdig“, der die KZ-Gedenkstätte in Melk betreut. In Zukunft sollen alle Melker Grundwehrdiener diese Gedenkstätte während ihres Präsenzdienstes besuchen.

Im Zweiten Weltkrieg befand sich in der Birago-Kaserne, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg errichtet wurde und heute das Pionierbataillon 3 beherbergt, ein Konzentrationslager. Zwischen dem 21. April 1944 und 15. April 1945 befanden sich insgesamt 14.390 KZ-Häftlinge in dem größten niederösterreichischen Außenlager des KZ-Mauthausen. Diese leisteten Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie, wo sie vor allem Stollen für unterirdische Produktionsstätten im Wachberg östlich von Melk errichteten. Mindestens 4.874 KZ-Häftlinge starben aufgrund der unmenschlichen Bedingungen, wobei über 3.500 Leichen, in dem im Herbst 1944 errichteten Krematorium, verbrannt wurden. Seit 1962 ist das ehemalige Krematoriumsgebäude ein öffentliches Denkmal und beherbergt die KZ-Gedenkstätte Melk. Diese wird seit 1994 vom Verein „MERKwürdig“ betreut.

Die Vermittlung der Geschichte des ehemaligen KZ-Lagers ist ein gemeinsames Anliegen des Pionierbataillons 3 und des Vereins „MERKwürdig“. Aus diesem Grund arbeiten die beiden Institutionen bereits seit einigen Jahren zusammen. Diese Kooperation wird in Zukunft dahingehend intensiviert, dass der Besuch der Gedenkstätte ein fixer Bestandteil der wehrpolitischen Ausbildung der Melker Grundwehrdiener sein wird. Den Zweck des Gedenkens an dieses dunkle Kapitel der Melker Garnisonsgeschichte erklärt der Zeithistoriker Christian Rabl von „MERKwürdig“ wie folgt: „Grundwehrdiener, die beim Bundesheer ausgebildet werden, um die Demokratie zu beschützen, sollen wissen, was in einem Land passieren kann, wenn die Demokratie wegfällt.“

-keu-

Links:

KZ-Gedenkstätte Melk/Verein „MERKwürdig“

Arbeitsgemeinschaft Quarz-Roggendorf B9

KZ-Gedenkstätte Mauthausen