Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

23.01.2019

Assistenzeinsatz „Schnee 19“ beendet

Nach 13 Einsatztagen wurde am 19. Jänner 2019 der Assistenzeinsatz „Schnee 19“ des Bundesheeres beendet. 258 Flugstunden sowie 87.000 Arbeitsstunden waren die Soldaten im Katastrophenhilfe-Einsatz.

„Schnee 19“ fand in sechs Bundesländern (Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich) gleichzeitig statt - ein neuer Rekord. In Spitzenzeiten waren pro Tag bis zu 1.700 Soldaten (davon 910 Grundwehrdiener), 20 Hubschrauber, 30 Pionierfahrzeuge und 40 Transport- und Groß-Kfz gleichzeitig eingesetzt. Zur Unterstützung der Bevölkerung und der zivilen Einsatzorganisationen waren alle Hubschraubertypen des Bundesheeres insgesamt 258 Stunden in der Luft und führten dabei 852 Starts und Landungen durch. Von Hubschraubern aus wurden 125 Lawinensprengungen mit insgesamt 850 kg Sprengstoff durchgeführt.

-red-


23.01.2019

Edelweiß Raid 2019

Im Februar 2019 wird der jährliche militärische Wettkampf „Edelweiß Raid“ ausgetragen.

Der Bewerb findet am 27. und 28. Februar 2019 in den Tuxer Alpen statt und wird vom Kommando Gebirgskampf durchgeführt. Der „Edelweiß Raid“ ist einer der größten internationalen militärischen Wettkämpfe im alpinen Raum und richtet sich vor allem an Gebirgsjäger und leistungsfähige Soldaten.

Von den Teilnehmern wird gefordert:

  • Führungsfähigkeit der Kommandanten,
  • Teamfähigkeit,
  • große Durchhaltefähigkeit,
  • körperliche Höchstleistungen,
  • hohes schifahrerisches und alpintechnisches Können,
  • Bewältigung großer Marschstrecken auf Schi im Hochgebirge mit Kampfausrüstung und
  • die Absolvierung militärischer Aufgaben bei allen Witterungsbedingungen.

Die Soldaten haben an zwei Tagen eine Distanz von 40 Kilometern mit ca. 4.000 Höhenmetern zu bewältigen. Während des Marsches sind verschiedene Gefechtaufgaben (Werfen von Handgranaten, Schießen, Klettern und Abseilen etc.) zu lösen. Eine Marschgruppe besteht aus acht gebirgserfahrenen Soldaten, die für den Einsatz unter winterlichen Verhältnissen im Gebirge ausgebildet sind.

-red-


22.01.2019

Österreichische und Schweizer Flieger sichern Luftraum über Davos

Anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos (Schweiz) sichern österreichische Kampfflugzeuge von 21. bis 25. Jänner verstärkt den österreichischen Luftraum bei der grenzüberschreitenden Luftsicherungsoperation „Dädalus“.

Zusammen mit den Schweizer Luftstreitkräften wird der Luftraum rund um Davos, das nahe an der Staatsgrenze liegt, gesichert. Ein Flugbeschränkungsgebiet wurde über Teilen Vorarlbergs und Tirols errichtet. Mehr als 1.100 Soldaten sowie 23 Luftfahrzeuge, davon zwölf Flächenflugzeuge und elf Hubschrauber, sind an „Dädalus“ beteiligt. Bei der Operation werden unter anderem Patrouillenflüge zur Überwachung, Flüge zur Identifizierung von Luftraumverletzungen, Transporte sowie die „Cross-Border Operation“ (Nacheile) mit der Schweiz durchgeführt.

Eine grenzüberschreitende Sicherung des österreichisch-schweizerischen Luftraumes ist durch die gegenseitige Erteilung von Einfluggenehmigungen möglich. Am 1. Februar 2019 tritt ein Abkommen zwischen Österreich und der Schweiz in Kraft, das eine Kooperation bei der Sicherung des Luftraumes gegen nichtmilitärische Bedrohungen vorsieht.

 

-red-

 


15.01.2019

400 Soldaten aus Oberösterreich bei Assistenzeinsatz

Das Militärkommando Oberösterreich unterstützt die Bevölkerung mit dem Einsatz von 400 Soldaten und Gerät.

Das Gerät stammt aus dem Pool des „Netzwerks für Katastropheneinsatz in Oberösterreich“. Dieses stellt zwei Arbeitsbühnen, einen Hubsteiger, 50 Schneehexen, 30 Schneesägen, einen Mercedes Benz Vito Matic, einen 14-Meter-Kran sowie zwei Radlader und Absturzsicherungsgurte unentgeltlich zur Verfügung. Eine Versicherung versichert das Netzwerkgerät kostenlos.

Die oberösterreichischen Bundesheersoldaten sind bei Rosenau am Hengstpaß, Edlbach, Ebensee und Gosau eingesetzt. Beim Assistenzeinsatz „Schneedruck 2019“ werden gemeinsam mit zivilen Kräften Schadstellen bearbeitet. Dazu zählt das Befreien von Dächern vom Schnee. Die besondere Herausforderung an dem Einsatz ist der Wettlauf gegen das Wetter. Unglaubliche Schneemengen müssen von den Dächern entfernt werden, um weitere Niederschläge aufnehmen zu können. Auch ein Hubschrauber aus Hörsching befreit Bäume von der Schneelast mittels Abwind („downwashing“).

Die Assistenzkompanie in Ebensee wird am Dienstag, den 15. Jänner 2019, um rund 70 Mann verstärkt. Sie werden Schadstellen in Spital am Pyhrn abschaufeln. Die Gemeinde Edlbach wird mit einem Radlader zur Schneeentsorgung unterstützt und auf der Wurzeralm wird ein Jugendheim freigeschaufelt.

-red-


10.01.2019

Bundesheer im Einsatz gegen Schneemassen

Das Bundesheer steht in einem Assistenzeinsatz im Zillertal, im Ötschergebiet, in Obertauern und in der Obersteiermark. Grund hierfür sind die seit Jahresbeginn 2019 heftigen Schneefälle.

In Teilen Österreichs gilt seit Dienstag, dem 8. Jänner 2019, die höchste Lawinenwarnstufe. Zahlreiche Straßen sind gesperrt. Angehörige des Bundesheeres, darunter 400 speziell ausgebildete Alpinsoldaten, gegliedert in sogenannte Lawineneinsatzzüge, unterstützen die zivilen Hilfsorganisationen bei der Versorgung der Bevölkerung und bei Hilfs- und Rettungseinsätzen. Sie werden auch zum Sprengen von Lawinen und zum Räumen von Schnee eingesetzt.

Hubschrauber des Bundesheeres, unter anderem „Alouette“ III und S-70 „Black Hawk“, starten bei günstigem Wetter (Wolkenfenster) von Aigen in der Obersteiermark aus zu Erkundungs- und Versorgungsflügen. Sie helfen bei der Versorgung mit Treibstoff, Lebensmitteln und Medikamenten von mehr als 2.200 eingeschlossenen Menschen. Die Einsatzkräfte hoffen, dass sich am Freitag ein Wetterfenster öffnet, das weitere Versorgungsflüge und Lawinensprengungen zulässt.

-red-

Weiterführende Informationen:

Extreme Schneefälle – Wetterlage in Österreich (Artikel/Kleine Zeitung)

Die Lawineneinsatzzüge des Bundesheeres (Factsheet) 


17.12.2018

Neuer Kommandant für Jägerbataillon 17

Am Montag, den 17. Dezember 2018, wurde der bisherige stellvertretende Kommandant des Jägerbataillons 17, Major Georg Pilz, mit der Führung des südsteirischen Verbandes beauftragt.

Der Kommandant der 3. Jägerbrigade, Brigadier Christian Habersatter, übergab Pilz mit einem goldenen Staffelholz symbolisch die Verantwortung über die Garnison. Oberst Bernhard Köffel, der das Bataillon in den letzten Jahren geführt hat, wechselt in seine Heimat Kärnten.

-red-


12.12.2018

Info-Tag an der neuen Sicherheitsschule

Am 15. Dezember 2018 findet ein Info-Tag für alle an der neuen Sicherheitsschule des Bundesheeres interessierten Eltern und Schüler an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt statt.

Von 1100 bis 1400 Uhr können Interessierte das Konzept der Schule näher kennenlernen. Die Sicherheitsschule ist eine „Berufsbildende Höhere Schule für Führung und Sicherheit“. Sie wird im September 2019 am Campus der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt eröffnet. 50 Schüler in zwei Klassen sollen ab dem Schuljahr 2019/2020 dort unterrichtet werden. Bei der Schule werden auch 25 Internatsplätze vergeben. Die Sicherheitsschule ermöglicht unter anderem den späteren Einstieg beim Bundesheer, der Polizei, der Justiz und internationalen Organisationen.

-red-

Weiterführende Informationen:

Schule.milak.at


04.12.2018

Neuer stellvertretender Kommandant für Militärkommando Oberösterreich

Oberst Gerhard Bojtos übernimmt mit 1. Dezember 2018 den Posten des stellvertretenden Militärkommandanten beim Militärkommando Oberösterreich.

Der gebürtige Linzer folgt Oberst Johann Hehenberger, der in Ruhestand geht. Hehenberger blickt auf eine militärische Laufbahn als Kompanie-, Bataillons-, Akademie- und stellvertretender Militärkommandant von Oberösterreich zurück. Er hatte unter anderem die Idee zur Gründung des „Netzwerkes für Katastropheneinsatz in Oberösterreich“. 

Oberst Gerhard Bojtos war neben einer Verwendung im Bundesministerium für Landesverteidigung bis zuletzt Bataillonskommandant des Panzerbataillons 14 in Wels. In dieser Funktion führte er unter anderem den Assistenzeinsatz im Eferdinger Becken während des Hochwassers 2013. Oberst Bojtos musterte 1989 nach Absolvierung der Theresianischen Militärakademie zum Panzerbataillon 14 aus, war dort Zugs- und Kompaniekommandant, und danach in verschiedenen Funktionen im Kommando der 4. Panzergrenadierbrigade verwendet, unter anderem als stellvertretender Brigadekommandant. Zusätzlich war er in mehreren Auslandseinsätzen in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Military Assistent des stellvertretenden Kommandanten der multinationalen Streitkräfte (KFOR) im Kosovo.

-red-


28.11.2018

Neuer Kommandant für 4. Panzergrenadierbrigade

Am 27. November 2018 bestellte Verteidigungsminister Mario Kunasek, Oberst des Generalstabsdienstes Mag. Siegward Schier, zum Kommandanten der 4. Panzergrenadierbrigade mit Sitz in Hörsching.

Siegward Schier wurde dabei gleichzeitig zum Brigadier befördert. Seine Laufbahn begann 1998 mit der Ausmusterung als Leutnant beim Panzergrenadierbataillon 13. Nach der Ausbildung zum Generalstabsoffizier an der Landesverteidigungsakademie von 2003 bis 2006 folgten Verwendungen unter anderem als Kommandant des Pionierbataillons 3 in Melk und als Chef des Stabes bei der 3. Panzergrenadierbrigade.

Bis zuletzt war Brigadier Schier an der Landesverteidigungsakademie als Hauptlehroffizier und Forscher sowie als Kommandant des 12. Strategischen Führungslehrganges tätig. Er absolvierte zwei Auslandseinsätze im Kosovo und war Teilnehmer auf dem Command and General Staff College in Fort Leavenworth in Kansas (USA).

-red-


23.11.2018

Bundesheer beendet Botschaftsbewachung

Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres für die Bewachung von 21 Schutzobjekten endet am 28. Dezember 2018.

Der Einsatz, der den Schutz kritischer Infrastruktur zum Ziel hatte, wird gemäß dem Beschluss des Ministerratsvortrags von Juni 2018 auslaufen. Die Bewachung als Assistenzleistung für die Polizei begann im August 2016. Rund 110 Soldaten des Bundesheeres waren hierfür abgestellt. Durchgeführt wurde der Objektschutz ausschließlich von speziell ausgerüsteten Berufssoldaten. Die Männer erhielten dafür eine besondere Ausbildung und Einweisung durch die Polizei.

Im März 2018 war ein österreichischer Soldat, der die iranische Botschaft in Wien-Hietzing bewachte, Ziel eines Messerangriffes. Der Soldat konnte den Angreifer mit seiner Glock-Pistole ausschalten. Der Soldat trug eine Stichschutzweste, die ihm wohl das Leben rettete.

-red-