Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

21.05.2019

US-Militärkonvois rollen durch Österreich

In Folge der US-geführten Militärgroßübung „Saber Guardian“ passieren zwischen 20. Mai und 24. Juni 2019 insgesamt 400 amerikanische Fahrzeuge mit 1.500 Soldaten die österreichische Staatsgrenze.

Pro Tag werden dabei acht Kolonnen mit jeweils 20 Fahrzeugen im Abstand von je einer Stunde Österreich durchqueren. Der Übertritt wird an den Grenzübergängen Suben, Nickelsdorf und den Karawanken erfolgen. Geregelt werden Verlegungen ausländischer Streitkräfte durch österreichisches Staatsgebiet durch das Truppenaufenthaltsgesetz 2001.

Die Übung „Saber Guardian“ findet alle zwei Jahre statt. Neben den USA nehmen ab 1. Juni auch die Armeen von Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Kroatien, Slowenien und Nordmazedonien teil.

-red-


20.05.2019

Miliz-Schutzübung in Allentsteig

Von 6. bis 18. Mai fand am Truppenübungsplatz Allentsteig eine Übung von Milizsoldaten des Jägerbataillons Oberösterreich zum Schutz kritischer Infrastruktur statt.

Dabei lag der Fokus vor allem auf der Bewachung und Verteidigung der Wasser- Strom- und medizinischen Versorgung, um im Ernstfall die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung zu gewährleisten. Außerdem standen Maßnahmen zur Sicherung des Kommunikations- und Verkehrsnetzes am Übungsplan.

Insgesamt nahmen an der Schutzübung, die unter Anleitung des Panzergrenadierbataillons 13 stand, 330 Milizsoldaten teil.

-red-


18.05.2019

Blackout-Übung „Helios“: Proben für den Ernstfall

Von 13. bis 15. Mai 2019 fand österreichweit die vom Innenministerium koordiniere Krisenübung „Helios“ statt.

Fiktives Ausgangsszenario stellte dabei ein europaweiter Stromengpass sowie ein anschließendes Blackout dar. Dieses würde nicht nur gravierende Einschnitte in alle Lebensbereiche der Bevölkerung bedeuten, sondern auch bedrohliche Auswirkungen auf Ministerien, die Regierung sowie die Einsatz- und Infrastrukturorganisationen zur Folge haben.

Ziel der Übung war die Stärkung der Krisenbewältigung der teilnehmenden Ministerien und Organisationen sowie der politischen Entscheidungsträger im Falle eines totalen Stromausfalles. Aufgrund dessen wurde am dritten Tag auch die Bundesregierung in „Helios“ eingebunden.

Insgesamt nahmen über 100 Vertreter der Bundesministerien, der Länder sowie der Einsatz- und Infrastrukturorganisationen an der Übung teil.

Derzeit analysiert der Krisenstab die gewonnenen Informationen und Erkenntnisse, um daraus ein gesamtstaatliches Lagebild zu erstellen.

Zusätzliche Hintergrundinformationen zum Thema Blackout 

-red-


07.05.2019

MiG-21 zurück an Kroatien

Am 6. Mai 2019 fand in Zeltweg die Übergabe einer alten MiG-21 an Kroatien statt, die 28 Jahre lang im Besitz des österreichischen Verteidigungsministeriums war.

Dabei handelt es sich um jene Maschine des kroatischen Piloten Rudolf Perešin, die während des Jugoslawienkrieges am 25. Oktober 1991 in Klagenfurt landete. Mit der Landung in Österreich hatte sich der Kroate dem Befehl widersetzt, auf Seite der Jugoslawischen Volksarmee, gegen seine eigenen Landsleute zu kämpfen.

Der Übergabe des historischen Jets ging ein bilaterales Treffen zwischen Verteidigungsminister Mario Kunasek und seinem kroatischen Amtskollegen Damir Krsticevic im Mai 2018 in Zagreb voraus, bei dem Kroatien erstmals ein Ansuchen auf die Rückgabe des Flugzeuges äußerte.

Zuletzt stand der Jet im Militärluftfahrtmuseum Zeltweg, das nun von Kroatien eine ausrangierte MiG-21 als Ersatz erhielt. Ab 28. Mai 2019 soll die historische MiG-21 als zentrales Ausstellungsstück im neuen Militärmuseum in Zagreb zu besichtigen sein.

-red-


06.05.2019

Militärmusik Tirol begeistert Publikum

Am 4. Mai 2019 hielt die Militärmusik Tirol unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberst Prof. Hannes Apfolterer das „Edelweiß-Galakonzert 2019“ ab.

Dem Publikum im Saal des „Congress Innsbruck“ konnte ein abwechslungsreiches Programm geboten werden. Von der „Feuerwerksmusik“, zum „Donauwellen Walzer“ bis hin zur Suite „The Year Of The Dragon“ - es war für jeden Geschmack etwas dabei. Abgerundet wurde der Abend durch Gastmusiker, wie Oberstleutnant Dietmar Pranter sowie Vizeleutnant i. R. Klaus Schrott, die den Saal mit ihrem Gesang zu Hits wie „Can You Feel The Love Tonight” oder „L´important c´est la rose“ begeisterten.

Der Gesamterlös des Konzertes kommt karitativen Zwecken der Militärpfarre Tirol für die „Aktion Edelweiß“ zugute.

Ehrengäste des Abends waren u. a. die Präsidentin des Tiroler Landtages Sonja Ledl-Rossmann sowie der Alt-Erzbischof Dr. Alois Kothgasser.

-red-


26.04.2019

Fast 2.500 Frauen beim „Girls‘ Day 2019“

Den diesjährigen „Girls‘ Day“ am 25. April 2019 nutzten an die 2.500 interessierte Mädchen und junge Frauen, um sich über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Österreichischen Bundesheer zu informieren.

Dabei wurde den Besucherinnen in insgesamt neun Kasernen - verteilt auf ganz Österreich - ein unterschiedliches und abwechslungsreiches Programm geboten. Dort konnten unter anderem Waffen und Gerät ausprobiert sowie spezielle Einsatzvorführungen verschiedener Einheiten erlebt werden.

In Wien waren beim „Girls‘ Day“ mit rund 900 Frauen die meisten Interessentinnen dabei, gefolgt von Oberösterreich und Kärnten mit knapp 300 Besucherinnen.

1998 traten die ersten elf Frauen ihren Dienst beim Bundesheer an, im Laufe der Jahre stieg die Zahl auf derzeit 661 Soldatinnen. Davon befinden sich aktuell 614 Frauen in einem Dienstverhältnis, 43 Soldatinnen im Ausbildungsdienst und vier Frauen im Auslandseinsatz. Insgesamt sind 225 weibliche Unteroffiziere und 71 Offiziere im Bundesheer tätig. Der höchste Rang weiblicher Soldaten ist Brigadier.

Ausführliche Informationen zu Karriere und dem Beruf der „Soldatin“ unter: soldatin.bundesheer.at

-red-


26.04.2019

Neuer Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft

Vizeleutnant Othmar Wohlkönig wurde am 24. April 2019 an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns zum neuen Präsidenten der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) gewählt.

Der Steirer Wohlkönig ist am Kommando Streitkräfte in Graz als Kommandounteroffizier tätig. Er absolvierte mehrere Auslandseinsätze in Zypern, am Golan und in Bosnien-Herzegowina. Von 2006 bis 2018 war er Präsident der UOG Steiermark und seit 2011 stellvertretender Präsident der ÖUOG. Wohlkönig folgt Vizeleutnant Paul Kellermayr nach, der seit 2011 das Präsidentenamt der ÖUOG innehatte. Die Übergabe fand im Beisein von Verteidigungsminister Mario Kunasek statt.

-red-


05.04.2019

Erster Aufklärungskurs für Notfälle am westlichen Balkan (ERAC)

Diese Woche fand im Rahmen der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation und der Westbalkaninitiative II der erste „Western Balkans Emergency Response Awareness Course“ (ERAC) statt.

Teilnehmende Länder der Veranstaltung im niederösterreichischen Reichenau an der Rax waren Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Österreich, die Slowakei und Ungarn.

Hauptverantwortlich für die Organisation der Schulung war das ABC-Abwehrzentrum in Kooperation mit dem Militärkommando Steiermark. Die Ausbildung, die durch das BMLV/Direktion für Sicherheitspolitik angeordnet wurde, zählte insgesamt zehn Teilnehmer. Im Mittelpunkt des Kurses standen die Vermittlung von Grundlagen internationaler Katastrophenhilfe sowie die Vorstellung der Einsatzmöglichkeiten militärischer Kräfte zur Unterstützung nach schweren Unglücken.

Durch die Veranstaltung konnte die Kooperation der Teilnehmerstaaten hinsichtlich einer Zusammenarbeit im Katastrophenfall vertieft und die Kompetenz des Bundesheeres in diesem Bereich hervorgehoben werden.

-red-


05.04.2019

Kampfpanzer im scharfen Schuss

Bei der Unteroffiziersausbildung neu findet derzeit die dritte Kaderanwärterausbildung 2 (KAAB2), Kampfpanzer, statt.

Die KAAB2 dient grundsätzlich der Ausbildung auf Ebene der Gruppe, bzw. des spezialisierten Trupps. Im Falle der Panzerwaffe ist dies die Ausbildung zum Panzerkommandanten „Leopard“ 2A4. Die insgesamt sieben monatige Ausbildung im Zeitraum von Februar bis August ist in mehrere Phasen geteilt.

Die erste Phase umfasst die allgemeine Gerätelehre, die Sicherheitsbestimmungen und die Ausbildung zum Lade- und Richtschützen. Diese beginnt am sogenannten AAT, der Ausbildungsanlage Turm, sowie dem Schiesssimulator und findet seinen Höhepunkt und Abschluss mit dem Scharfschießen. Hierbei kommen zwei Kaliber zum Einsatz. Einmal das kostengünstige System 27 mm für die ersten praktischen Schritte auf der Schießbahn und danach das Kaliber 120 mm, das Standardkaliber der europäischen Panzerkanonen.

Die kurze Stille nach der Meldung des Ladeschützen „KE-geladen“, der Feuerfreigabe durch den Kommandanten bis zum Abfeuern seiner ersten 120-mm-Granatpatrone bleibt wohl jedem Panzersoldaten unvergessen.

Derzeit stellen sich 14 Teilnehmer dieser Herausforderung.

Oberstleutnant Jörg Loidolt


01.04.2019

Militärstreife heißt künftig Militärpolizei

Mit 1. April 2019 wird das „Kommando Militärstreife & Militärpolizei“ des ÖBH nur mehr „Kommando Militärpolizei“ heißen.

Bundesminister Mario Kunasek ordnete im 2018 die Umbenennung an, da der alte, etwas sperrige Name vor allem im internationalen Kontext verwirrend war. Die Maßnahme ist ein Teil der Heeresgliederung 19. Die Befugnisse des Verbandes bleiben gleich. Zu diesen gehörigen Dienstkontrollen, Lotsungen, Absicherungen, Ermittlungen, Fahndungen und der militärische Personenschutz einschließlich dem Schutz von Großereignissen wie der AIRPOWER oder des Nationalfeiertages.

-red-