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21.09.2018

Heeresunteroffiziersakademie feiert 60-jähriges Jubiläum

Am 19. September 2018 feierte die Heeresunteroffiziersakademie in Enns ihr 60-jähriges Jubiläum.

Auch die 35-jährige Partnerschaft mit der Stadt Enns wurde zelebriert. Bei dem Festakt wohnten dem Akademiekommandanten, Brigadier Nikolaus Egger, zahlreiche Gratulanten und Ehrengäste bei, unter anderem der Generalstabschef des Bundesheeres, General Mag. Robert Brieger, der Bürgermeister von Enns, Franz Stefan Karlinger, und der Abgeordnete zum Nationalrat, Mag. Michael Hammer. 

Seit 1958 hat die ehemalige Heeresunteroffiziersschule den Hauptauftrag die Truppenunteroffizierskurse sowie ab 1985 zusätzlich die Stabsunteroffizierskurse für alle Unteroffiziere des Österreichischen Bundesheeres durchzuführen. 1995 wurde sie aufgewertet zur Heeresunteroffiziersakademie (HUAk). Seit Jänner 1959 durchliefen in Enns rund 80.000 Soldaten die Unteroffiziersausbildung.

Unteroffiziere bilden - gestern wie heute - eine wesentliche Stütze für Österreichs Streitkräfte und werden deshalb nicht zu Unrecht als deren Rückgrat bezeichnet. Österreichische Unteroffiziere nehmen traditionell eine Vermittlerrolle zwischen Offizieren und Mannschaften ein. Die heutige Heeresunteroffiziersakademie definiert sich als Kompetenzzentrum für die allgemeine nationale wie auch internationale Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung von Unteroffizieren des Berufs- und Milizstandes. Dies gilt seit 1998 für Männer und Frauen gleichermaßen.

-red-

Weiterführende Informationen:

Heimat der Unteroffiziere (Artikel)

Heimstätte und Kaderschmiede (Kommentar)


20.09.2018

Ausstellung „Leben hinter Stacheldraht“

In Purgstall an der Erlauf findet im Feuerwehrmuseum bis Ende Oktober 2018 die Sonderausstellung „Leben hinter Stacheldraht“ statt.

Sie klärt über die modernsten Kriegsgefangenenlager der k. u. k. Monarchie auf. Diese befanden sich während des Ersten Weltkrieges in Wieselburg und Purgstall. Zwischen 1915 und 1918 wurden über 80.000 russische und italienische Kriegsgefangene in diesen Lagern festgehalten. In der Sonderausstellung „Leben hinter Stacheldraht“ erfährt man über den Lageralltag und welche Schicksale sich damals dort ereigneten. Die Besucher können auch kunstvoll gefertigte Bastelarbeiten von Kriegsgefangenen betrachten.

Die Ausstellung wurde im Frühjahr 2018 eröffnet. Bis Ende Oktober kann sie jedes Wochenende besichtigt werden. Die genauen Termine entnehmen Sie dem unten stehenden Link.

-red-

Weiterführende Informationen:

Veranstaltung und Öffnungszeiten


18.09.2018

Panzergefecht: Bundesheer übt in Deutschland

Von 17. September bis zum 14. Oktober 2018 nehmen 80 österreichische Soldaten mit 18 Panzern an einer Informationslehrübung der Deutschen Bundeswehr teil.

Dabei trainieren insgesamt 2.300 Soldaten vor Zusehern das moderne Panzergefecht. Bereits am 12. September erfolgte die Verladung der Fahrzeuge auf die Eisenbahn. Die Masse des österreichischen Kontingents stammt vom Panzerbataillon 14 aus Wels.

Großangelegte Übung in Niedersachsen

Die Informationslehrübung (Einsatzart „Verzögerung“) im niedersächsischen Bergen, bei der auch scharf geschossen wird, vermittelt dem Kadernachwuchs einen realistischen Einblick ins Gefechtsfeld. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundeswehr und die weiträumige Verlegung sollen neue Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen werden.

Das Panzerbataillon 14 stellt zwei Panzerzüge „Leopard“ 2 A4 für die Übung bereit, diese werden ergänzt durch einen Panzergrenadierzug mit 24 Schützenpanzer „Ulan“ vom Panzergrenadierbataillon 35 aus Großmittel. Mit logistischer Unterstützung wartet das Panzerstabsbataillon 4 aus Hörsching und Wels auf. Persönliche Ausrüstung, Ersatzteile und Munition transportierte man in 30 Seecontainern nach Deutschland.

Grund für die Teilnahme der Österreicher war unter anderem das gute Abschneiden der Welser Panzersoldaten bei der „Panzerweltmeisterschaft“ (Strong Europe Tank Challenge). 2017 konnte der Titel und 2018 der dritte Platz geholt werden.

-red-


17.09.2018

Pioniere stellen Infrastruktur in der Steiermark wieder her

Ab Montag, dem 17. September 2018, unterstützen Pionierkräfte des Militärkommandos Steiermark die zivilen Einsatzkräfte bei der Wiederherstellung von Infrastruktur in Gasen.

50 Soldaten des Bundesheeres legen bei diesem Katastropheneinsatz Bachläufe frei, stützen einen Hang ab und bauen eine Behelfsbrücke aus Stahl („Bailey-Brücke“). Die „Bailey-Brücke“, benannt nach dem britischen Armeeangestellten Donald Coleman Bailey, ist eine transportable, aus vormontierten Fachwerkträgern zusammensetzbare Not- oder Behelfsbrücke. Die Konstruktion entspricht dem eines Baukastensystems, alle Einzelbauteile werden durch Bolzen verbunden. Die Brückenteile wurden für die Katastrophenvorsorge vom Land Steiermark in großer Anzahl beschafft und stehen dem Bundesheer bei Bedarf zur Verfügung.

-red-


15.09.2018

Zeitzeugin des Warschauer Aufstands

Eine Zeitzeugin, Anna Lehr-Splawinski, überlebte den Warschauer Aufstand 1944 und berichtete Schülern in einem Zeitzeugengespräch im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien von ihren Erlebnissen.

Am 1. August 1944, nach Jahren der deutschen Besatzung, griffen die Bewohner der polnischen Hauptstadt zu den Waffen, der Warschauer Aufstand 1944 brach los. Anna Lehr-Splawinski hat als Meldegängerin und Angehörige der polnischen Heimatarmee beim Warschauer Aufstand mitgekämpft. Gegen Kriegsende wurde sie auch in ein Konzentrationslager verschleppt, überlebt dieses jedoch.

Zum Abschluss der Sonderausstellung zum Warschauer Aufstand 1944 berichtete die 92-jährige Lehr-Splawinski den anwesenden Schülern des Sacre Coer in Pressbaum von ihren Erlebnissen 1944. Die Schüler besichtigten zuvor sowohl die Sonderausstellung, als auch die Dauerausstellung zum Zweiten Weltkrieg im Heeresgeschichtliche Museum.

-red-


15.09.2018

Entscheidungsträger nutzen Fachmedien

95 Prozent der Entscheidungsträger nutzen Fachmedien aus beruflichen Gründen. Das hat das Institut für empirische Sozialforschung in einer Studie mit 500 Teilnehmern festgestellt. Als Leser des TRUPPENDIENST-Fachmagazins befinden Sie sich also in „bester Gesellschaft“.

Führungskräfte nutzen zu 61 Prozent Fachmagazine im Printformat und zu 34 Prozent online für berufliche Entscheidungen. Die gedruckte Fachzeitschrift wird von 92 Prozent, der E-Mail Newsletter von 76 Prozent und die Website der Fachzeitschrift von 63 Prozent der Entscheidungsträger genutzt. Sie lesen darin durchschnittlich etwa dreieinhalb Stunden pro Woche die Print- sowie die Digitalausgabe. Eine Besonderheit des gedruckten Fachmagazins: 31 Prozent legen dies zum Weiterlesen auf, 24 Prozent sammeln und nur 19 Prozent werfen dieses in den Müll. Das besagt die Studie des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES) im Frühjahr 2018, bei der 500 repräsentativen Entscheider befragt wurden.

-bob-

Weiterführende Informationen:

95 Prozent der Entscheider setzen auf Fachmedien (Artikel)


10.09.2018

Kletter-WM 2018: Gold für Heeressportler

Bei der Kletter-Weltmeisterschaft 2018 in Innsbruck haben sich zwei Heeresportler die Goldmedaille gesichert: Jakob Schubert bei den Herren und Jessica Pilz bei den Damen.

Jakob Schubert gewann das Finale knapp vor dem tschechischen Titelverteidiger Adam Ondra. Für den 27-jährigen Tiroler ist es der zweite WM-Titel im Vorstieg. Er konnte sich bereits 2012 in Paris den ersten Titel sichern.

Die 21-jährige Jessica Pilz ging als Vorletzte ins Finale, kletterte aber dann bis zum Top und überholte auf der letzten Passage die slowenische Titelverteidigerin Janja Garnbret. Für Pilz der krönende Abschluss einer hervorragenden WM: Sie gewann bei den Bewerben jede Runde und ist nun zum ersten Mal Weltmeisterin im Vorstieg.

-red-


10.09.2018

Weststeirische Milizsoldaten trainieren auf Seetaler Alpe

In der ersten Septemberwoche 2018 absolvierten rund 130 Milizsoldaten der Jägerkompanie Deutschlandsberg auf den Truppenübungsplatz Seetaler Alpe eine Hubschrauberausbildung und Schießübungen.

Die Übungen waren Teil des Besucherstages, der unter dem Motto „Miliz am Berg“ stand. Besucher und zivile Arbeitgeber konnten sich von der Leistungsfähigkeit der Milizsoldaten überzeugen. Die Jägerkompanie Deutschlandsberg trainierte erstmalig im alpinen Gelände. Auf über 1.500 Höhenmeter trainierten sie das korrekte Verhalten beim Anlanden und bei Luftlandungen sowie das militärische Auf- und Absitzen mit dem Transporthubschrauber S-70 „Black-Hawk“.

Zusätzlich frischten die Milizsoldaten ihre Kenntnisse im Umgang mit Pistole, Sturm- und Maschinengewehr auf. Oberleutnant Christian Rath, Kompaniechef der weststeirischen Kompanie: „Für viele Milizsoldaten, die schon länger nicht mehr die Uniform trugen, ist diese Übung eine willkommene Abwechslung zum beruflichen Alltag. Die Ausbildung am ‚Black Hawk‘ ist etwas ganz Besonderes und nur beim Bundesheer möglich“, so Rath, der hauptberuflich als Luftfahrzeugtechniker eines Flugzeugherstellers in Wiener Neustadt tätig ist.

Am letzten Tag der Übung führte die Jägerkompanie eine Gefechtsvorführung statt. Die Arbeitgeber der Milzsoldaten konnten sich so von den Leistungen ihrer Mitarbeiter persönlich überzeugen. Dabei stand insbesondere der Mehrwert der Miliztätigkeit für die zivile Arbeitswelt im Fokus. „Unsere Milizsoldaten bringen durch ihre vielfältigen Erfahrungen aus ihrem Hauptberuf ein großes Knowhow ins Bundesheer ein. Umgekehrt sind ihre militärischen Führungs- und Organisationsfähigkeiten auch in der zivilen Arbeitswelt von großem Interesse. Insofern liegt eine Win-Win-Situation vor“, so Generalmajor Alexander Platzer, der Stabschef im Verteidigungsministerium.

Die Jägerkompanie Deutschlandsberg konnte 2016 binnen kürzester Zeit die erforderliche Anzahl an geeigneten Milzsoldaten für die Aufstellung der Kompanie sicherstellen. „Der Zulauf hält weiter an - dies ist nicht zuletzt der erfolgreichen Personalgewinnung des Jägerbataillons 17 sowie dem Engagement der Milizsoldaten selbst zu verdanken“, so der für Mobilmachung verantwortliche Unteroffizier, Harald Wonisch. Die Weststeirer-Kompanie kann sogar einen Schilcherwein ihr Eigen nennen: Dieser wurde im Rahmen des Besuchertages von Militäroberkurat Sascha Kaspar gesegnet.

-red-


07.09.2018

18. Wien Energie Business Run

Am 6. September 2018 nahmen 2.382 Mitarbeiter des Bundesheeres am Wien Energie Business Run teil.

Mit dieser Anzahl stellte das Bundesheer wieder einmal die größte Gruppe an Läufern. Der Wien Energie Business Run ist mit 32.000 gemeldeten Teilnehmern Österreichs größter Firmenlauf. Um 18:30 starteten am Donnerstagabend die Läufer vor dem Ernst-Happel-Stadion und durchliefen die Prater Hauptallee. Nach der Hälfte der insgesamt 4.1 Kilometer langen Strecke ging es wieder retour zum Stadion, wo der Zieleinlauf erfolgte.

Andreas Vojta vom Heeressportzentrum benötigte nur 11 Minuten und 55 Sekunden und erreichte dadurch Platz 1 der Herren. Bei den Damen erzielten zwei Heeresportlerinnen ebenfalls sehr gute Ergebnisse: Julia Hauser erreichte Platz 2 und Lena Millonig Platz 3. Das Mixed Team „HSZ 1“, das aus den drei obig genannten bestand, gelang somit Rang 1 in der Mixed-Teamwertung.

-red- 


06.09.2018

Einsatzbilanz Katastrophenhilfe 2018

In den ersten acht Monaten des Jahres 2018 flogen die Österreichischen Luftstreitkräfte bereits 26 Einsätze zur Katastrophenhilfe.

Die Luftstreitkräfte unterstützten die zivilen Einrichtungen bei Lawinenabgängen (80 Flugstunden), Hochwasser (15 Flugstunden) sowie bei der Waldkampfbekämpfung (25 Flugstunden). Zusätzlich führten sie Bergungen und Personensuchen im Umfang von 25 Flugstunden durch. Hierbei setzte das Bundesheer die Hubschraubertypen „Alouette“ 3, Agusta Bell 212, OH-58 und S-70 „Black Hawk“ ein.

In Summe wurden 300 Flugstunden für Assistenzleistungen geleistet. Zum Vergleich: 2017 wurden insgesamt 32 Einsätze mit knapp 450 Flugstunden geflogen (siehe TRUPPENDIENST Spezial „Unser Heer 2017“).

-red-