Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

17.12.2018

Neuer Kommandant für Jägerbataillon 17

Am Montag, den 17. Dezember 2018, wurde der bisherige stellvertretende Kommandant des Jägerbataillons 17, Major Georg Pilz, mit der Führung des südsteirischen Verbandes beauftragt.

Der Kommandant der 3. Jägerbrigade, Brigadier Christian Habersatter, übergab Pilz mit einem goldenen Staffelholz symbolisch die Verantwortung über die Garnison. Oberst Bernhard Köffel, der das Bataillon in den letzten Jahren geführt hat, wechselt in seine Heimat Kärnten.

-red-


12.12.2018

Info-Tag an der neuen Sicherheitsschule

Am 15. Dezember 2018 findet ein Info-Tag für alle an der neuen Sicherheitsschule des Bundesheeres interessierten Eltern und Schüler an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt statt.

Von 1100 bis 1400 Uhr können Interessierte das Konzept der Schule näher kennenlernen. Die Sicherheitsschule ist eine „Berufsbildende Höhere Schule für Führung und Sicherheit“. Sie wird im September 2019 am Campus der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt eröffnet. 50 Schüler in zwei Klassen sollen ab dem Schuljahr 2019/2020 dort unterrichtet werden. Bei der Schule werden auch 25 Internatsplätze vergeben. Die Sicherheitsschule ermöglicht unter anderem den späteren Einstieg beim Bundesheer, der Polizei, der Justiz und internationalen Organisationen.

-red-

Weiterführende Informationen:

Schule.milak.at


04.12.2018

Neuer stellvertretender Kommandant für Militärkommando Oberösterreich

Oberst Gerhard Bojtos übernimmt mit 1. Dezember 2018 den Posten des stellvertretenden Militärkommandanten beim Militärkommando Oberösterreich.

Der gebürtige Linzer folgt Oberst Johann Hehenberger, der in Ruhestand geht. Hehenberger blickt auf eine militärische Laufbahn als Kompanie-, Bataillons-, Akademie- und stellvertretender Militärkommandant von Oberösterreich zurück. Er hatte unter anderem die Idee zur Gründung des „Netzwerkes für Katastropheneinsatz in Oberösterreich“. 

Oberst Gerhard Bojtos war neben einer Verwendung im Bundesministerium für Landesverteidigung bis zuletzt Bataillonskommandant des Panzerbataillons 14 in Wels. In dieser Funktion führte er unter anderem den Assistenzeinsatz im Eferdinger Becken während des Hochwassers 2013. Oberst Bojtos musterte 1989 nach Absolvierung der Theresianischen Militärakademie zum Panzerbataillon 14 aus, war dort Zugs- und Kompaniekommandant, und danach in verschiedenen Funktionen im Kommando der 4. Panzergrenadierbrigade verwendet, unter anderem als stellvertretender Brigadekommandant. Zusätzlich war er in mehreren Auslandseinsätzen in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Military Assistent des stellvertretenden Kommandanten der multinationalen Streitkräfte (KFOR) im Kosovo.

-red-


28.11.2018

Neuer Kommandant für 4. Panzergrenadierbrigade

Am 27. November 2018 bestellte Verteidigungsminister Mario Kunasek, Oberst des Generalstabsdienstes Mag. Siegward Schier, zum Kommandanten der 4. Panzergrenadierbrigade mit Sitz in Hörsching.

Siegward Schier wurde dabei gleichzeitig zum Brigadier befördert. Seine Laufbahn begann 1998 mit der Ausmusterung als Leutnant beim Panzergrenadierbataillon 13. Nach der Ausbildung zum Generalstabsoffizier an der Landesverteidigungsakademie von 2003 bis 2006 folgten Verwendungen unter anderem als Kommandant des Pionierbataillons 3 in Melk und als Chef des Stabes bei der 3. Panzergrenadierbrigade.

Bis zuletzt war Brigadier Schier an der Landesverteidigungsakademie als Hauptlehroffizier und Forscher sowie als Kommandant des 12. Strategischen Führungslehrganges tätig. Er absolvierte zwei Auslandseinsätze im Kosovo und war Teilnehmer auf dem Command and General Staff College in Fort Leavenworth in Kansas (USA).

-red-


23.11.2018

Bundesheer beendet Botschaftsbewachung

Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres für die Bewachung von 21 Schutzobjekten endet am 28. Dezember 2018.

Der Einsatz, der den Schutz kritischer Infrastruktur zum Ziel hatte, wird gemäß dem Beschluss des Ministerratsvortrags von Juni 2018 auslaufen. Die Bewachung als Assistenzleistung für die Polizei begann im August 2016. Rund 110 Soldaten des Bundesheeres waren hierfür abgestellt. Durchgeführt wurde der Objektschutz ausschließlich von speziell ausgerüsteten Berufssoldaten. Die Männer erhielten dafür eine besondere Ausbildung und Einweisung durch die Polizei.

Im März 2018 war ein österreichischer Soldat, der die iranische Botschaft in Wien-Hietzing bewachte, Ziel eines Messerangriffes. Der Soldat konnte den Angreifer mit seiner Glock-Pistole ausschalten. Der Soldat trug eine Stichschutzweste, die ihm wohl das Leben rettete.

-red-


20.11.2018

Neuer Panzer für Heeresgeschichtliches Museum

Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien verfügt nun über einen Weltkriegs-Kampfpanzer M4A1 „Sherman Grizzly“.

Es handelt sich um eine Leihgabe aus dem Tank Museum Bovington in Großbritannien. Anlässlich dieses „Zuwachses“ begrüßte am 20. November 2018 der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, Dr. M. Christian Ortner, zahlreiche Gäste in der Panzerhalle des Museums, unter anderem den Generalsekretär des Bundesministeriums für Landesverteidigung, Dr. Wolfgang Baumann. Dieser bedankte sich bei den anwesenden Vertretern Großbritanniens für die Leihgabe. „Es ist mir wirklich eine große Freude heute dieses Stück in der Panzerhalle zu übernehmen. Ein Beginn ist gesetzt und ich würde mich freuen, weiterhin so gut mit Großbritannien zusammenarbeiten zu können“, sagte Baumann.

Der „Grizzly“ ist eine modifizierte kanadische Version des berühmten mittleren amerikanischen Kampfpanzers M4 „Sherman“. Zu den Modifikationen zählen unter anderem „Canadian Dry Pin Tracks“. Das waren Panzerketten, die ohne Gummibelag produziert wurden, da Kautschuk beziehungsweise Gummi eine Mangelressource war. Der M4 „Sherman“ ist mit 50.000 Exemplaren der meistgebaute US-Panzer des Zweiten Weltkrieges. Der „Grizzly“ ist mit der vergleichsweisen geringen Anzahl von 188 gebauten Stück eine regelrechte Rarität.

Der Kampfpanzer wurde zwischen 1943 und 1944 produziert und stellte einen Meilenstein in der Panzerentwicklung des Landes dar, da dessen Konstruktion die erste industrielle Fließbandproduktion nach den Vorgaben der amerikanischen Automobilindustrie war. Der im Heeresgeschichtlichen Museum ab dem 3. März 2019 zu besichtigende „Grizzly“ mit der Fahrgestellnummer 25 – CT-16028 war für die kanadischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg in Italien im Einsatz. Seit den 1980er-Jahren befindet sich das Fahrzeug im Besitz des Tank Museum Bovington (Großbritannien).

-tn-


13.11.2018

Haus der Geschichte Österreich eröffnet

Das Haus der Geschichte Österreich wurde am 10. November 2018 mit einem Festakt eröffnet.

Das Museum befindet sich in der Neuen Burg in Wien und wurde zum 100-jährigen Jubiläum der Gründung der Republik Österreich eingeweiht. Unter dem Titel „Aufbruch ins Ungewisse - Österreich seit 1918“ werden in drei großen Räumen auf 750 Quadratmetern Ausstellungsfläche sieben zeitgeschichtliche Themenbereiche dargestellt.  Die Ausstellung beginnt mit dem Ende der Habsburgermonarchie und der Ausrufung der Republik. Chronologisch folgend werden die Weltwirtschaftskrise, die Zwischenkriegszeit, die „Diktaturen Dollfuß und Schuschnigg“, der „Anschluss“ und sowie der NS-Terror bild- und wortstark abgehandelt.

Zahlreiche Ausstellungsstücke runden den informativen Eindruck ab. Außerdem wird die Nachkriegszeit, die Zweite Republik, die Österreichische Kultur und Identität sowie vor kurzem Geschehenes, wie der Beitritt zur EU und die Flüchtlingskrise, ausführlich dargestellt. Die Themenbereiche lassen sich individuell und unabhängig voneinander besichtigen. Markant ist auch die Installation „Macht Bilder!“, die Interaktivität von den Besuchern fordert. Diese können und sollen sich aktiv bei historischen Bildern beteiligen, eigene einreichen und die Ausstellung nach ihren Vorstellungen verändern. Generell glänzt das Museum durch Interaktivität: Besucher können Tonmitschnitte anhören, mit Lupen Bilder auf Manipulationen untersuchen oder über die Öffnung des Altanes (Plattform eines Obergeschosses eines Gebäudes, ähnlich einem Balkon; Anm.) abstimmen, auf dem 1938 Adolf Hitler den „Anschluss“ Österreichs verkündigte.

Events (Familienvormittage, Diskussionsforen, Vermittlungsangebote, Buchvorstellungen) und Kurz-, Themen- und Überblicksführungen erweitern das Repertoire des Museums. Das Haus der Geschichte Österreich können Interessierte von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besuchen, am Donnerstag hat es bis 21 Uhr geöffnet.

-tn-

Weiterführende Informationen:

Haus der Geschichte Österreich Webauftritt


13.11.2018

Ausstellung „Im Kartenhaus der Republik“

Das GrazMuseum widmet sich in einer Ausstellung der Zwischenkriegszeit zwischen 1918 und 1938.

Die Ausstellung kann seit dem 4. Oktober 2018 und noch bis 4. Februar 2019 im GrazMuseum besichtigt werden. Dargestellt werden unter anderem die wechselnden Machtverhältnisse im Land und in der steirischen Landeshauptstadt. Die Ausstellung erörtert die Bewährungsproben demokratischer Prinzipien wie Mitbestimmung, Freiheit und Gleichheit.

Die Ausstellung „Im Kartenhaus der Republik. Graz 1918–1938“ will einen Beitrag zum 100-jährigen Republiksjubiläum leisten und dabei Wahrnehmungs- und Forschungslücken schließen. Sie verfolgt das Ziel den „Mythos des Bruches“ - wie der Zerfall der Monarchie, die Machtergreifung durch Dollfuß und der „Anschluss“ Österreichs an Deutschland oftmals verstanden werden - das Konzept nach der Kontinuität entgegenzustellen.

-red-

GrazMuseum - Infos zur Ausstellung


06.11.2018

Investition in Schutz und Training

Am 6. November 2018 übergab Verteidigungsminister Mario Kunasek das Beschaffungspaket Assistenzeinsatz an die Soldaten des Bundesheeres. Das Paket besteht aus dem „Interaktiven Szenarientrainer“ und ballistischen Westen mit Stichschutz.

Das Bedrohungsbild, aber auch das Aufgabenspektrum des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH) hat sich in den letzten Jahren verändert und erweitert. Beispiele dazu sind der Einsatz des ÖBH bei der Migrations- und Flüchtlingskrise sowie die Bewachung von Botschaften durch Soldaten. Diese Aufgaben, die als sicherheitspolizeiliche Assistenzaufgaben durchgeführt werden, erfordern sowohl eine angepasste Schutzausrüstung als auch eine adäquate Ausbildung.

Schutzweste

Ballistische Westen mit Stichschutz (kurz Schutzwesten) sind ein Ausrüstungsgegenstand, der für die neuen Aufgaben und die daraus resultierenden Bedrohungen der Soldaten notwendig ist. So eine Schutzweste hat bereits einmal einem österreichischen Soldaten vermutlich das Leben gerettet, als dieser im März 2018 vor der iranischen Botschaft von einem Attentäter mit einem Messer angegriffen und verletzt wurde.

Bisher verfügte das ÖBH über 570 Schutzwesten, bis März 2019 sollen 190 neue beschafft werden und den Bestand auf insgesamt 760 Stück erhöhen. Die ballistischen Westen werden unter der Oberbekleidung getragen, schützen gegen Stichwaffen und bieten darüber hinaus einen Schutz gegen Geschosse bis zu einem Kaliber von 9 mm. Die Schutzweste besteht aus einem Material, das erst mit einem Projektil größeren Kalibers durchschlagen werden kann. Sie absorbiert die kinetische Energie eines Geschosses bzw. Stiches in dem sie diese auf den Körper „verteilt“. Die Kosten einer Weste beträgt etwa Euro 620,-.

„Interaktives Szenarientraining“

Neben dem Schutz der Soldaten ist es notwendig, dass sich diese bei der Erfüllung ihrer Aufgaben situationsangepasst und richtig verhalten. Das beinhaltet das sichere und selbstbewusste Auftreten, das Beherrschen deeskalierender Kommunikationstechniken, aber auch ein rechtskonformes Handeln bei der Anwendung von Zwangsmaßnahmen und in letzter Instanz beim Waffengebrauch. Ein wesentlicher Grundsatz hierbei ist die Anwendung des "schonendsten Mittels", um den Auftrag zu erfüllen oder eine Situation zu beherrschen. 

Das Schulen dieser Fähigkeiten ist fordernd und kann mit modernen Ausbildungsmethoden und -geräten sowohl vereinfacht als auch effizient gestaltet werden. Das „Interaktive Szenarientraining“ soll das ermöglichen. Bei diesem kommen Übungswaffen zum Einsatz mit denen Übungsprojektile verschossen werden, die beim Auftreffen einen Farbfleck bilden. Zusätzlich werden die Übungssequenzen, in denen der Einsatz dieser Waffen und der damit verbundenen Gefechtstechnik trainiert wird, per Video aufgezeichnet, was die interaktive Komponente darstellt. Somit können Ausbildungsabschnitte anschaulich gezeigt, nachbesprochen, analysiert und in weiterer Folge verbessert werden.

Ein Ausbildungssatz besteht aus Übungswaffen, der Dokumentations- und Analyseausstattung und der Schutzausrüstung. Diese beinhaltet eine Schutzweste, einen Gesichtsschutz, den Schulter- und Unterleibsschutz sowie einen Schutzkragen. Somit ist gewährleistet, dass die Übungsmunition verwendet werden kann, ohne einen Soldaten beim Training zu verletzten. Obwohl diese spezielle Munition bei einem Körpertreffer normalerweise nur einen Bluterguss verursacht, kann ein Treffer in die Augen zu ernsthaften Verletzungen führen.

Bis Anfang 2019 werden 24 solcher Ausbildungssätze - mit denen bis zu acht Soldaten (eine Gruppe) üben können - angeschafft. Die Kosten eines Satzes, von denen drei bereits ausgeliefert wurden, beträgt etwa Euro 5.500,- und bedeutet eine Gesamtsumme von etwa Euro 132.000,-. Da diese Anschaffung die Effizienz der Soldaten signifikant erhöhen wird, ist sie hinsichtlich dem Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch ein günstiges Investment in die Einsatzfähigkeit des Bundesheeres.

-keu-


29.10.2018

Kriegsopfergedenken am Wiener Zentralfriedhof

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges lud das Österreichische Schwarze Kreuz (ÖSK) zu einer Gedenkstunde am Wiener Zentralfriedhof.

Am 18. Oktober 2018 versammelten sich geladenen Vertreter des Militärs und der Politik der damals kriegsführenden Staaten sowie Traditionsverbänden auf dem Gräberfeld 91, wo 24.000 Soldaten der österreich-ungarischen Armee und ihrer Verbündeten ruhen. Zu Beginn wurde ein gemeinsames Gebet, von den Vertretern der katholischen und evangelischen Geistlichkeit gemeinsam mit einem Imam der islamischen Glaubensgemeinschaft, gesprochen. BRG-Schüler brachten dabei ihre bei der Projektarbeit „Opfergedenken zeitgemäß?“ erarbeiteten Gedanken über Krieg, Leid sowie deren Folgen und Auswirkungen auf Familie und Gesellschaft zum Ausdruck.

ÖSK Präsident Peter Rieser gedachte der vergangenen 100 Jahre, die keineswegs immer friedlich verlaufen sind. Beklagte man im Ersten Weltkrieg zwischen an die 10 Millionen Tote, so waren im Zweiten Weltkrieg etwa 60 Millionen Kriegsopfer zu betrauern. Rieser sagte: „In dem besonderen Jahr dieser Gedenktage in dem wir uns befinden ist die Rückbesinnung auf die vergangenen 100 Jahre der Kriegsgräberarbeit von wesentlicher Bedeutung. Soldatengräber sind keine ‚Altlasten‘ - sie sind Teil unserer Geschichte.“ Die eigentliche Gedenkrede hielt der pensionierte Sektionschef, Generalleutnant Mag. Christian Segur-Cabanac. Er zitierte die Auffassung, dass „man die Kultur eines Landes auch daran erkennt, wie mit der Erinnerung an Kriegsopfer umgegangen wird.“

Beim Lied des „Guten Kameraden“ durch ein Ensemble der Gardemusik des Bundesheeres legten Teilnehmer und Gäste weiße Rosen neben dem Kranz des ÖSK nieder. Letzterer war bestückt mit den Fähnchen der Staaten Europas, die heute zum Großteil in der Europäischen Union vereint sind. Mit dem Trompetensignal „Abgeblasen“ endete der Gedenkakt.

-red-