Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

05.04.2019

Erster Aufklärungskurs für Notfälle am westlichen Balkan (ERAC)

Diese Woche fand im Rahmen der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation und der Westbalkaninitiative II der erste „Western Balkans Emergency Response Awareness Course“ (ERAC) statt.

Teilnehmende Länder der Veranstaltung im niederösterreichischen Reichenau an der Rax waren Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Österreich, die Slowakei und Ungarn.

Hauptverantwortlich für die Organisation der Schulung war das ABC-Abwehrzentrum in Kooperation mit dem Militärkommando Steiermark. Die Ausbildung, die durch das BMLV/Direktion für Sicherheitspolitik angeordnet wurde, zählte insgesamt zehn Teilnehmer. Im Mittelpunkt des Kurses standen die Vermittlung von Grundlagen internationaler Katastrophenhilfe sowie die Vorstellung der Einsatzmöglichkeiten militärischer Kräfte zur Unterstützung nach schweren Unglücken.

Durch die Veranstaltung konnte die Kooperation der Teilnehmerstaaten hinsichtlich einer Zusammenarbeit im Katastrophenfall vertieft und die Kompetenz des Bundesheeres in diesem Bereich hervorgehoben werden.

-red-


05.04.2019

Kampfpanzer im scharfen Schuss

Bei der Unteroffiziersausbildung neu findet derzeit die dritte Kaderanwärterausbildung 2 (KAAB2), Kampfpanzer, statt.

Die KAAB2 dient grundsätzlich der Ausbildung auf Ebene der Gruppe, bzw. des spezialisierten Trupps. Im Falle der Panzerwaffe ist dies die Ausbildung zum Panzerkommandanten „Leopard“ 2A4. Die insgesamt sieben monatige Ausbildung im Zeitraum von Februar bis August ist in mehrere Phasen geteilt.

Die erste Phase umfasst die allgemeine Gerätelehre, die Sicherheitsbestimmungen und die Ausbildung zum Lade- und Richtschützen. Diese beginnt am sogenannten AAT, der Ausbildungsanlage Turm, sowie dem Schiesssimulator und findet seinen Höhepunkt und Abschluss mit dem Scharfschießen. Hierbei kommen zwei Kaliber zum Einsatz. Einmal das kostengünstige System 27 mm für die ersten praktischen Schritte auf der Schießbahn und danach das Kaliber 120 mm, das Standardkaliber der europäischen Panzerkanonen.

Die kurze Stille nach der Meldung des Ladeschützen „KE-geladen“, der Feuerfreigabe durch den Kommandanten bis zum Abfeuern seiner ersten 120-mm-Granatpatrone bleibt wohl jedem Panzersoldaten unvergessen.

Derzeit stellen sich 14 Teilnehmer dieser Herausforderung.

Oberstleutnant Jörg Loidolt


01.04.2019

Militärstreife heißt künftig Militärpolizei

Mit 1. April 2019 wird das „Kommando Militärstreife & Militärpolizei“ des ÖBH nur mehr „Kommando Militärpolizei“ heißen.

Bundesminister Mario Kunasek ordnete im 2018 die Umbenennung an, da der alte, etwas sperrige Name vor allem im internationalen Kontext verwirrend war. Die Maßnahme ist ein Teil der Heeresgliederung 19. Die Befugnisse des Verbandes bleiben gleich. Zu diesen gehörigen Dienstkontrollen, Lotsungen, Absicherungen, Ermittlungen, Fahndungen und der militärische Personenschutz einschließlich dem Schutz von Großereignissen wie der AIRPOWER oder des Nationalfeiertages.

-red-


28.03.2019

Ausbildungskonferenz

Von 27. bis 28. März 2019 fand in der Eisenstädter Martin-Kaserne eine Ausbildungskonferenz der ausbildungsverantwortlichen Dienststellen im BMLV und Bundesheer statt.

Der Leiter der Gruppe Ausbildungswesen, Generalmajor Hermann Lattacher, leitete und führte durch die Veranstaltung. Ziel dieser ein bis zwei Mal im Jahr stattfindenden Konferenz ist der Austausch von Informationen innerhalb der Ausbildungsgemeinschaft und die Diskussion spezifischer Themen wie Ressourcen oder die Auswirkungen von Reformen und Umstrukturierungen auf die Ausbildung etc.

Wichtig in den knapp zwei Tagen ist vor allem die gegenseitige Information der ranghohen Teilnehmer, damit alle Akademien, Schulen und ausbildenden Dienststellen den selben Wissenstand haben. Dadurch soll ein gutes und koordiniertes Vorgehen bei der Ausbildungsplanung und -durchführung ermöglicht werden sowie eventuelle Ungereimtheiten beseitigt werden. Gilt es doch in der Ausbildungsgemeinschaft zahlreiche Projekte wie die Rekrutenschule, die Sicherheitsschule, die höhere Offiziersausbildung, die Erhöhung der Freiwilligenzahlen und andere mehr, umzusetzen und die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern.

Die nächste Ausbildungskonferenz findet vermutlich im Oktober dieses Jahres statt.

-mb-


28.03.2019

Appell des Generalstabs zur effektiven Landesverteidigung

Das sicherheits- und verteidigungspolitische Risikobild Österreichs zeigt eine erhebliche Anzahl an Risiken, die kurz-, mittel- und langfristig in unterschiedlichen Kombinationen zu umfassenden Bedrohungen für Österreich werden können.

-red-

Link: Positionspapier des Generalstabs


27.03.2019

Bundesheerkommission kritisiert Geldmangel

Mangelhafte Unterkünfte, undichte Dachflächen oder fehlendes Warmwasser sind Beschwerdegründe denen die Parlamentarische Bundesheerkommission nachging. Diese präsentierte am 27. März 2019 ihren Tätigkeitsbericht 2018.

„Das Bundesheer hat ein dramatisches Defizit an Investitionen und auch ein dramatisches Defizit im Regelbudget“, begann Abgeordneter zum Nationalrat, Dr. Reinhard Bösch seine Rede. Die Kommission zeigte unter anderem bauliche Mängel bei Sanitäranlagen und Unterkünften für die Mannschaft auf, die heute inakzeptabel sind. Aber nicht nur bei Gebäuden, auch beim Kraftfahrwesen gibt es Mängel. So konnte beispielsweise ein Fahrschullehrer wegen der fehlenden Anzahl an Fahrschulfahrzeugen der Klasse C die Heereskraftfahrausbildung nur unzureichend durchführen“. Der Prüfbesuch der Kommission beim AUTCON38/KFOR im Kosovo zeigte ein Personalfehl von bis zu 25 Prozent. Eine finanzielle Attraktivierung des Dienstes wird von der Kommission als notwendig erachtet.

Der Abgeordnete zum Nationalrat a.D. Otto Pendl brachte es auf den Punkt: „Wenn wir die Leistung des ÖBH auch in der Zukunft gewährleisten wollen, dann wird ein entsprechendes Budget vorzusehen sein.“  Der Abgeordnete zum Nationalrat Mag. Michael Hammer fasst die Empfehlung der Kommission mit ähnlichen Worten zusammen: „Es ist dringend notwendig das Regelbudget für das ÖBH aufzustocken, so wie es das Regierungsprogramm vorsieht.“

Insgesamt gingen die Beschwerden im Jahr 2018 gegenüber 2017 von 393 auf 267 zurück. Die Möglichkeit zur außerordentlichen Beschwerde wurde zu 77 Prozent durch den Kader genutzt und zu 23 Prozent von Grundwehrdienern. Der Hauptbeschwerdegrund sind Personelle Angelegenheiten. Die Parlamentarische Bundesheerkommission wurde 1955 eingerichtet. Sie ist das demokratische Kontrollorgan über das Österreichische Bundesheer.

zur Parlamentarischen Bundesheerkommission

-bob-


26.03.2019

MOUNTAIN WARRIOR 2019

Vom 11. bis 22. März 2019 fand am Tiroler Truppenübungsplatz Lizum/Walchen die zweiwöchige Alpinübung MOUNTAIN WARRIOR 2019 des Jägerbataillons 24 statt.

Ziel der ersten Übungswoche in den Tiroler Alpen war die Überprüfung der Kampfelemente sowie der einzelnen Soldaten im Zuge eines „Combat Readiness Programs“, das als Stationsmarsch im winterlichen Hochgebirge organisiert war. In der zweiten Übungswoche fand ein Gefechtsschießen einer verstärkten Hochgebirgskompanie sowie der schweren Waffen des Bataillons statt.

An der MOUNTAIN WARRIOR 2019 nahmen Grundwehrdiener des laufenden Einrückungstermines sowie Kader- und Milizsoldaten des Lienzer Bataillons aber auch Teilnehmer der Kaderanwärterausbildung 2 teil, die dort die Truppenalpinausbildung absolvierten. In den beiden Wochen wurden die Auszubildenden an ihre körperliche Leistungs- und Belastungsgrenze herangeführt, was ein zusätzliches Ziel dieser Ausbildung im Schnee und Eis auf knapp 2.500 m Seehöhe war.

Das Jägerbataillon 24 ist ein kleiner Verband der 6. Gebirgsbrigade. Seine Spezialisierung und Alleinstellungsmerkmal ist der Kampf im Hochgebirge.

-red-


14.03.2019

Kraftfahrausbildung auf dem neuen „Pandur Evolution“

Im März 2019 begannen 24 Soldaten die erste Kraftfahrausbildung auf dem neu zugelaufenen „Pandur Evolution“.

Die Soldaten fahren ihre ersten Runden mit dem neuen Mannschaftstransportpanzer beim Jägerbataillon 17 in der Erzherzog-Johann-Kaserne in Straß (Südsteiermark). Die Fahrschulteilnehmer lernen über die neue Technik und Ausstattung des „Pandur Evolution“. Ein besonderes Augenmerk legen die Ausbildner vor allem auf das Vermitteln von Neuheiten und Unterschieden im Vergleich zum Vorgängermodell.

Das Bundesheer hat 2016 die Beschaffung von insgesamt 34 Stück dieses Fahrzeuges beschlossen. Der „Pandur EVO“ ist mit der gleichen Waffenstation (überschweres Maschinengewehr M2) ausgestattet, die auch bei den älteren Versionen verwendet wurde. Die Neuentwicklung verfügt über eine hohe logistische Gleichheit und ist in der Bedienung den älteren Versionen ähnlich, sodass ein minimaler Schulungsaufwand für die zukünftigen Besatzungen notwendig sein wird.

-red- 


07.03.2019

Wiedereröffnung Panzerhalle und Modellbaumesse im HGM

Am 9. und 10 März 2019 findet die alljährliche Modellbaumesse „Go Modelling“ im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien statt.

Bei der Veranstaltung präsentieren am Samstag und Sonntag zwischen 9-17 Uhr internationale Hersteller und Händler ihr umfangreiches Sortiment. Modellbauclubs und Modellbauer aus ganz Europa zeigen ihre handgefertigten Stücke aus allen Bereichen des Maßstabsmodellbaus. Außerdem findet ein Wettbewerb mit internationaler Jury statt: Jeder ist dazu eingeladen sein bestes Modell mitzubringen.

Für die Jüngeren gibt es ein „Jugendbasteln“ mit erfahrenen Modellbauern. Kinder ab sechs Jahren bekommen von den Partnern der Messe kostenlos Bausätze und dürfen diese auch mit nach Hause nehmen.

Beim Besuch des HGM bietet sich auch eine Besichtigung der Panzerhalle an, die seit 2. März 2019 wieder jeden Freitag, Samstag und Feiertag geöffnet ist. Außerdem gibt es eine Ausstellung zur Geschichte des Österreichischen Bundesheeres. Beide Ausstellungen können fortan ganzjährig besichtigt werden.

-red-

Weiterführende Informationen:

Flyer zur Messe (PDF-Download)

HGM Aktuell (Programm des HGM für März/April 2019) 

Ein Wohnzimmer für Panzerliebhaber (Fotogalerie)

 


05.03.2019

Neue Tarnuniformen für Bundesheer

Flecken statt Einheitsgrün: Das Österreichische Bundesheer führt einen neuen Kampfanzug ein.

Minister Kunasek übergab dem Jägerbataillon 18 in St. Michael am 4. März 2019 als erstem Verband die neuen Uniformen. Pro Jahr sollen 3.000 bis 4.000 Soldaten neu eingekleidet werden. Das jährliche Beschaffungsvolumen beträgt rund 1,6 Millionen Euro. In drei bis vier Jahren soll die Umstellung vollzogen sein.

Der derzeitige Kampfanzug wird seit etwa 15 Jahren verwendet. Die neue Uniform bietet eine bessere Stoffqualität und ist zudem nur schwerst entflammbar. Das Tarnmuster ist aufgedruckt und orientiert sich an der heimischen Flora (Pflanzenwelt).

-red-