Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

16.05.2018

Notfall-Funkübung in ganz Österreich

Das Übungsszenario „Ausfall der Kommunikation nach einem Cyberangriff mit Blackout“ wurde am 1. Mai 2018 ohne wesentliche Vorbereitung und Vorwarnzeit in ganz Österreich geübt.

Die Funkamateure des ÖVSV (Österreichischer Versuchssenderverband) und das SKKM/KW (staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement/Kurzwelle) stellten hierbei Notverbindungen zwischen den wichtigsten Behörden des Bundes (BWZ), den Ländern (LWZ) und Bezirken sowie Einsatzorganisationen (Rotes Kreuz, Feuerwehr usw.) her.

Wettbewerb und Simulation

Die heutigen Bedrohungen der Gesellschaft führen meist zu Ausfällen von wichtigen Infrastrukturbereichen. Am 1. Mai wird üblicherweise vom ÖVSV ein solches Szenario in einem Wettbewerb geübt. Über Frequenzen des Amateurfunks wurde in einer Simulation ein Notkommunikationsnetz zu den Bezirksbehörden durch die „Freiwilligenarmee“ der Funkamateure etabliert. Dadurch soll überprüft werden, welche Behörden durch Funkamateure mit notstromversorgten und ortsfesten oder mobilen Funkstellen kommunikationstechnisch innerhalb weniger Stunden unterstützt werden können.

Die Auswertung zeigt, dass von den Bezirken Österreichs (ohne Großstadtbezirke) 60 Prozent, viele davon sogar mehrfach, erreicht wurden. Begleitend wurden auch die Basisdaten der Notstromversorgung (für einen Blackout zwingend erforderlich) und der Mobilität (Verlegung zu einem Standort einer Behörde) sowie die Fähigkeit zur Datenübertragung aufgenommen.

Fazit:

Funkamateure können eine Notfallkommunikation „wenn nichts mehr geht“ sicherstellen. Ihr Fachwissen und Ihre freiwillige Bereitschaft, im Anlassfall strukturiert genutzt, stellen einen wesentlichen Beitrag für einen Katastrophenschutz im Informationszeitalter dar.

Oberst Ing. Horst Treiblmaier


11.05.2018

Sonderausstellungen im Militärluftfahrtmuseum in Zeltweg

Seit 28. April 2018 hat das Militärluftfahrtmuseum in Zeltweg wieder seine Pforten geöffnet. Im historischen Hangar Nummer 8 werden nun auf 5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche über 25 Luftfahrzeuge aus der Geschichte der österreichischen Militärluftfahrt präsentiert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Österreichischen Bundesheer der Zweiten Republik.

2018 gibt es zwei Sonderausstellungen im Museum zu besichtigen. Die erste trägt den Titel „Flugpolizei einst und jetzt“, die zweite behandelt den „legendären“ Saab 350E „Draken“. Der erste „Draken“-Abfangjäger landete 1987 in Graz-Thalerhof, bis 2005 wurde er zur Sicherung des österreichischen Luftraumes eingesetzt.

Das Museum ist bis 14. Oktober 2018 von Dienstag bis Sonntag, 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr, geöffnet.

-red-


03.05.2018

TV-Dokumentation über Truppenübungsplatz Allentsteig

Eine TV-Dokumentation mit dem Titel „Allentsteig - Ein heimliches Naturparadies“ wird am Freitag, den 4. Mai 2018, um 21.15 Uhr auf dem Sender ServusTV, ausgestrahlt.

Sie gibt einen umfassenden Eindruck vom Miteinander von Natur und Mensch auf dem militärischen Übungsgelände und zeigt unter anderem das erste „österreichische“ Wolfsrudel. Es wird auch wesentlich auf die militärische Nutzung des Truppenübungsplatzes Allensteig und die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf den Naturrraum und die Artenvielfalt des Gebietes eingegangen.

-red-

Weiterführende Informationen:

ServusTV

 


02.05.2018

Neue Schulflugzeuge für das Bundesheer

Am 3. Mai 2018 wurden neue Schulflugzeuge und Löschfahrzeuge beim Österreichischen Bundesheer in den Dienst gestellt.

Am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg übergaben Verteidigungsminister Mario Kunasek und Bundesminister Norbert Hofer der Truppe zwei neue Schulflugzeuge des Typs DA-40 sowie zwei Löschfahrzeuge. Insgesamt werden vier Flugzeuge beschafft, die von der Wiener Neustädter Firma „Diamond Aircraft Industries“ gefertigt werden. Mit diesen Maschinen kann unter anderem die Instrumentenflugausbildungen der PC7-Fluglehrer und Einsatzpiloten in der geforderten Qualität sichergestellt werden.

-red-


27.04.2018

Staatsmeisterschaft in der Schwarzenbergkaserne

Am 28. und 29. April 2018 finden in der Schwarzenbergkaserne in Wals/Salzburg die Staatsmeisterschaften des Mountainbike-Orienteering-Wettbewerbs (MTBO) statt.

Beim MTBO kommt es auf Agilität und Schnelligkeit auf dem Mountainbike, dem Umgang und Orientieren mit Karte und Kompass sowie dem Lesen und Auswerten von Koordinaten an. Konkret wird bei diesem Sport eine durch Kontrollpunkte festgelegte Strecke im Gelände durchfahren. Der Fahrer hat dabei, die für ihn optimale Route, zu finden und zu befahren. Es handelt sich somit um eine Sportart, die neben körperlicher Fitness, auch ein hohes Maß an kognitiver Leistungsfähigkeit erfordert.

Bei den Staatsmeisterschaften gibt es einen Sprint- und Mitteldistanzwettbewerb. Eingeladen ist jeder, der diese relativ junge Sportart kennenlernen will.

-red-

Weiterführende Informationen:

Heeressportverein Wals - Orientierungslauf (Veranstalter)

Österreichischer Fachverband für Orientierungslauf


26.04.2018

Strategische Herausforderungen gemeinsam bewältigen

Das Future Strategists Hub (FSH) ist ein junges strategisches Format, das gemeinsam mit dem Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement (IFK), veranstaltet wird.

Seit dem Frühjahr 2017 arbeitet ein zehnköpfiges Organisationsteam und neun Arbeitsgruppenleiter in enger Zusammenarbeit mit dem IFK. Bei Podiumsdiskussionen und Workshops werden Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik durch Ideen von talentierten jungen Köpfen entwickelt. Dabei geht es um Themen, die Europa bewegen, wie Cybersecurity, dem Spannungsfeld zwischen Klimawandel und Menschenrechte, der stagnierenden EU-Annährung am Westbalkan und Herausforderungen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU.

Das Ziel des FSH ist die Entstehung einer neuen zivilgesellschaftlichen strategischen Community.

-red-

Weiterführende Informationen:

Future Strategists Hub (Homepage) 


20.04.2018

Generalstabslehrgang im Boxclub

Sieben Teilnehmer des 21. Generalstabslehrganges schnupperten Ringluft im Wiener Boxverein JABCLUB.

Ein Teil der Ausbildung des Generalstabslehrganges ist die Körperausbildung, die von Bundesheer-Sportausbilder Vizeleutnant Karl Pavlis geleitet wird. Pavlis ist nicht nur Trainer für Allgemeine Körperausbildung und Bundesheer-Leistungssportler in Zweitfunktion, sondern auch Trainer für Military Light-Contact Boxing (MLCB). Aus diesem Grund besteht für die Teilnehmer des Generalstabslehrganges die Möglichkeit des Boxtrainings als Teil des beinahe täglichen Sports.

Am 19. April 2018 trainierten die zukünftigen Generalstabsoffiziere, die beim MLCB teilnehmen, im Wiener Boxverein „JABCLUB“ im 23. Wiener Gemeindebezirk. An diesem Tag wurde nicht nur der Ausbildungsort gewechselt, sondern auch der Trainer. Vizeleutnant Gerald Pelikan, Nahkampfausbilder, staatlich geprüfter Boxtrainer und Unteroffizier beim Heeressportleistungszentrum mit über 30 Jahren Erfahrung im Boxsport, leitete das Training.

Unter den Plakaten von Boxlegenden wie Mohammed Ali, Mike Tyson oder Vitali Klitschko absolvierten die Lehrgangsteilnehmer eine physisch und psychisch fordernde Ausbildungseinheit. Diese begann mit einem allgemeinen und speziellen Aufwärmen in der Dauer von etwa 30 Minuten. Danach zogen die angehenden Führungskräfte Boxhandschuhe über ihre Fäuste und absolvierten für eine weitere halbe Stunde ein Partnertraining, bei dem boxspezifische Angriffs- und Abwehrtechniken geübt wurden.

Der Höhepunkt des Tages und der Ausbildung war ein kleines Boxturnier im Ring. Dabei galt es für jeden Teilnehmer mehrere Boxkämpfe zu absolvieren. Ein Kampf war in drei Runden unterteilt, die aus einer Minute Kampf und einer Minute Pause bestanden. Die Offiziere, die auf ihren Kampf warteten, fungierten als Betreuer oder Punkterichter. Vizeleutnant Pelikan leitete diesen Ausbildungsabschnitt als Ringrichter.

Beim Military Light-Contact Boxing werden die Grundtechniken des Boxsports vermittelt. Dieses Training dient zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und ist ein Teil der Selbstverteidigung, die eine Grundkompetenz des Soldaten darstellt. Das Ziel der Ausbildung ist es nicht unbedingt zu lernen wie man richtig boxt. Die Soldaten sollen vielmehr Berührungsängste überwinden, ein praktisches Verständnis für den Kampf "Mann gegen Mann" erhalten und ein Gefühl dafür entwickeln, wie dieser „ruhig“, kontrolliert und „sauber“ sowie nach Regeln ablaufen kann.

-keu-

Military Light-Contact Boxing


18.04.2018

Ausstellung: Zentrum der Macht in Baden

Baden in Niederösterreich erlangte im Jahr 1917 welthistorische Bedeutung: Kaiser Karl I. verlegte das Armeeoberkommando der gemeinsamen Streitkräfte des k. u. k. Reiches in die Stadt. 

Im Zuge dieses bedeutsamen historischen Kontextes gibt es ab 21. April bis 11. November 2018 im sogenannten Kaiserhaus, das Kaiser Karl als Befehlsstand und Wohnhaus diente, eine Ausstellung. Das Besondere an ihr ist, dass es noch nie eine Ausstellung über das Armeeoberkommando der k. u. k. Monarchie gab. Auch zu Kaiser Karl I. gab es bisher wenige.

Neben Objekten und Bildmaterial sowie historischen Dokumenten im Original und Reproduktionen sind eine Medienstation, eine Hörstation sowie Einspielungen von historischem Fotomaterial und Filmen geplant.

-red-

Weiterführende Informationen:

Baden Zentrum der Macht (offizielle Webseite)

Folder zur Ausstellung (Download)


16.04.2018

Gedenken an Offiziers-Kriegsgefangenenlager

Anlässlich des 73. Jahrestages der Evakuierung des Offizierslagers 17 (Oflag in Edelbach/NÖ) fand in der französischen Botschaft in Wien eine Reihe von Vorträgen statt.

Zur behandelten Thematik zählten unter anderem das Lagerleben französischer Offiziere in Kriegsgefangenschaft (Oflag 17), ihre Behandlung durch die Bewacher sowie die eigens gegründete Universität im Lager. Die inhaftierten Offiziere widersetzten sich durch Formen des passiven Widerstandes wie Ungehorsam, Hören von "Feindsendern", Schmuggel von Waren und Briefen sowie einem aktiven Widerstand in Form der größten Massenflucht aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager.

Diese Ereignisse wurde in einem Dokumentarfilm, "Oflag XVIIA - Tournage clandenstin derrière les barbelés", mit Original-Aufnahmen, die heimlich in der Gefangenschaft gedreht wurden, erläutert. Auch die Reintegration in die französische Nachkriegsgesellschaft, die oftmals schwierig war, da Kriegsgefangenschaft in Frankreich geächtet und deshalb verschwiegen wurde, war ein Inhalt der Vorträge. Außerdem wurden historische Gegenstände, Dokumente und Schautaufeln in einer Ausstellung präsentiert. Referenten waren unter anderem der Präsident des Vereins „Mémoire et Avenir“, Pierre Waendendries, die Historiker Professor Karl Sigmund und Doktor Andreas Kusternig sowie der französische Botschafter in Wien, François Saint-Paul.

-red-

Weiterführende Informationen:

Das virtuelle Museum über die Gefangenschaft französischer Offiziere in Deutschland zwischen 1940 und 1945 (Virtuelles Museum)

Wo einst 5.000 französische Offiziere interniert waren (Artikel)


09.04.2018

Edelweiß-Galakonzert 2018

Am 7. April 2018 fand das traditionsreiche Edelweiß-Galakonzert der Militärmusik Tirol in Innsbruck statt.

Unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberst Prof. Hannes Apfolterer bot die Tiroler Militärmusik im Innsbrucker Congress einen Abend für Musikliebhaber. Im ersten Teil des Konzertes standen Märsche, Walzer und Ouvertüren auf dem Programm. Beim zweiten Teil spielten die Musiker ein modernes Repertoire, bei dem auch Solisten zum Einsatz kamen.

Höhepunkte der Veranstaltung waren der Walzer „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauß und der Klassiker „Piccolo Picante“. Nach einigen Zugaben, die durch den tosenden Applaus der Gäste gefordert wurden, endete der Musikabend bei dem auch Landeshauptmann Günter Platter und die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer anwesend waren.

-red-