Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

15.09.2017

Israel: Ultraorthodoxe müssen zum Wehrdienst

Israels Oberstes Gericht hat entschieden, dass auch ultraorthodoxe Juden zum Wehrdienst eingezogen werden müssen. 

Die bisherige Regelung nahm sie aus religiösen Gründen davon aus. Israels Regierung hat nun ein Jahr Zeit, um auf das Urteil zu reagieren. In Israel ist mit wenigen Ausnahmen fast die gesamte Bevölkerung zum Wehrdienst verpflichtet. Für Frauen gilt eine Wehrpflichtdauer von 21 Monaten, Männer müssen für drei Jahre einrücken. 

-red-


14.09.2017

USA: Pazifikflotte beschränkt einsatzfähig

Die ersten Untersuchungen nach einer Reihe von schweren Unfällen der 7. US-Flotte haben ergeben, dass 40 Prozent der in Japan stationierten Kriegsschiffe nicht die erforderlichen Einsatzqualifikationen haben.

In der US Marine ist es Vorschrift, dass ein Schiff nach jedem Einsatz zurück in den Stützpunkt kommt und dort getestet werden muss. Um das hohe Einsatzpensum einzuhalten, wurde allerdings die Prüfung der Einsatzqualifikation stark gekürzt und nur oberflächlich durchgeführt.

Vor allem Schiffe zur Raketenabwehr sind davon betroffen. Die 7. Flotte ist mit 50 bis 60 Schiffen und 60.000 Mann die größte der US Navy.

-nt-


12.09.2017

Schweden: Militärmanöver 'Aurora'

Schweden startet mit rund 20.000 Soldaten das größte Militärmanöver des Landes seit 20 Jahren. An der Übung beteiligen sind auch die USA, Dänemark, Finnland, Frankreich, Litauen und Norwegen. 

Im Fokus des Manövers, das vom 11. bis zum 29. September stattfindet, steht die Verteidigung der schwedischen Ostsee-Insel Gotland. Die gemeinsame Übung fällt zeitlich mit der russisch-weißrussischen Operation "Zapad 2017" zusammen. 

Video der schwedischen Armee zu "Aurora 2017": 

-red-


11.09.2017

Indien: Suche nach leichtem Panzer

Nach dem Konflikt mit China am Doklam-Plateau hat Indien festgestellt, dass für den Einsatz im Hochgebirge ein leichter Panzer benötigt wird.

Die Panzer im Arsenal der Armee sind für den Einsatz im Grenzgebiet zu China zu schwer und haben dort nur beschränkte Einsatzmöglichkeiten. China verfügt seinerseits mit dem Xinqintan Panzer über einen leichten Panzer, der bereits in Tibet getestet wurde. 

Die indische Armee will nun einen leichten Panzer von etwa 22 Tonnen Kampfgewicht, der in Höhen von über 3.000 Metern einsatzfähig ist. Er soll auf einer Kampfdistanz von zwei Kilometern feindliche Panzer, gepanzerte Fahrzeuge und Stellungen bekämpfen können. 

-nt-


08.09.2017

Russland: Militärmanöver Zapad 2017

Kommende Woche findet das russisch-weißrussische Militärmanöver "Zapad 2017" statt.

100.000 russische Soldaten sollen an der vierjährig stattfindenden Übung teilnehmen. Sie wird vom 14. bis zum 20. September dauern und auf den Territorien beider Staaten abgehalten. 

Die NATO kritisierte das Manöver an der Grenze zur EU, während Russland den rein defensiven Charakter der Truppenübung betont. Für die Dauer der Übung wird die USA zusätzliche Truppen in die baltischen NATO Staaten verlegen. 

Mehr Informationen: 

 

-red-


07.09.2017

Schweiz: Gemeinsame Luftraumüberwachung

Die Schweiz und Österreich wollen ihre Zusammenarbeit in der Luftraumüberwachung stärken, der Schweizer Bundesrat hat ein entsprechendes Abkommen genehmigt. 

Bisher beschränkt sich die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Österreich auf den Austausch von Luftlagedaten. Ein neues Abkommen soll nun Grenzüberschreitungen und damit die sogenannte "Nacheile" bei nicht-militärischen Bedrohungen ermöglichen.

Maßnahmen der Luftwaffe sollen schon im Hoheitsgebiet des jeweils anderen Staates eingeleitet werden dürfen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Luftwaffen wird damit erleichtert. Mit den übrigen Nachbarländern verfügt die Schweiz bereits über entsprechende Abkommen. Die Parlamente beider Länder müssen dem Vorhaben noch zustimmen. 

Weitere Informationen: 

-red-


06.09.2017

Japan: Höhere Militärausgaben gefordert

Das japanische Verteidigungsministerium fordert von der Regierung die Erhöhung des Budgets um 2,5 Prozent auf umgerechnet rund 48 Milliarden US Dollar.

Begründet wird dies unter anderem mit der erhöhten Bedrohungslage, dem Kauf von sechs F-35 Kampfflugzeugen und dem Ausbau des Raketenabwehrsystems. 

Weiters sollen unbemannte Aufklärungsdrohnen vom Typ Global Hawk beschafft werden. Die Marine plant außerdem die Beschaffung von zwei Zerstörern sowie den Bau eines neuen U-Bootes, das mit Lithiumbatterien betrieben werden soll. 

-nt-


04.09.2017

China: Akademikeransturm

Bis Ende August haben sich rund eine Million Hochschulabsolventen für den Dienst bei der Volksbefreiungsarmee (PLA) beworben. 

Das ist ein knapp 5,6 Prozent höherer Wert als noch im letzten Jahr. In den kommenden Wochen geht die diesjährige Rekrutierung in die Endphase. Bewerber müssen sich einem Gesundheitstest, einer Überprüfung der politischen Gesinnung und einem Bewerbungsgespräch unterziehen.

-nt-


29.08.2017

Japan: Nordkoreanische Rakete

Eine nordkoreanische Rakete flog über die japanische Insel Hokkaido und stürzte anschließend in den Pazifik. 

Der japanische Premierminister Shinzo Abe sprach von einer beispiellosen Bedrohung, die USA und Südkorea sicherten dem Land Untersützung zu. 

Die Rakete war vermutlich vom Typ Hwasong-12, zerfiel über dem Pazifik in mehrere Teile und stürzte schließlich ins Meer. 

Mehr Informationen: 


-red-


28.08.2017

China: Zivile Zusammenarbeit

In einem gemeinsamen Fünfjahresplan wollen die Zentrale Militärkommission und das Ministerium für Wissenschaft und Technologie zusammenarbeiten. 

Konkret soll es zivilen Forschungsunternehmungen und Betrieben möglich sein, sich an militärischer Forschung und Entwicklung zu beteiligen. Ab 2020 sollen die ersten Projekte starten.

Die Zusammenarbeit wird vor allem auf den Gebieten der integrierten Informationstechnologie, der Quantencomputer und der Gehirnforschung stattfinden. 

-nt-