Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

02.09.2019

Japan: Zielübungen chinesischer Jets auf japanische Kriegsschiffe?

Laut Medienberichten sind zwei Zerstörer der japanischen Marine während einer Übungsfahrt in internationalen Gewässern der Ostchinesischen See von mehreren JH-7-Kampfflugzeugen der chinesischen Luftwaffe gezielt angeflogen worden.

Den japanischen Soldaten sei es möglich gewesen den Funkverkehr der chinesischen Piloten abzuhören. Dabei hätten die Chinesen untereinander beschlossen Zielübungen auf die beiden japanischen Schiffe durchzuführen.

Ein Sprecher der chinesischen Luftwaffe stufte den Bericht als unglaubwürdig ein, da es nahezu unmöglich sei, den Funkverkehr zwischen den Flugzeugen mitzuhören. Die Piloten würden während eines Einsatzes niemals im Klartext kommunizieren. Die japanischen Kriegsschiffe hätten umgekehrt die chinesischen Flugzeuge elektronisch erfasst, so der Sprecher weiter.

-nt-


31.08.2019

Südkorea: Zusammenarbeit mit japanischem Geheimdienst eingestellt

In Folge des Handelsstreites mit Japan beschloss die südkoreanische Regierung die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Nachrichtendienste auf Grundlage des General Security of Military Information Agreements (GSOMIA) zu beenden.

Japan bedauerte den Schritt und bezeichnet diesen als äußerst gefährlich.

Das amerikanische Verteidigungsministerium forderte beide Staaten auf, ihre Differenzen zu klären und wieder miteinander zu kooperieren.

Südkorea erklärte, dass die Besorgnis der USA verständlich sei, diese über die Entscheidung jedoch zeitgerecht informiert wurden.

Mit diesem Schritt ist Japan nun von wichtigen Informationen bezüglich Nordkorea abgeschnitten. Die Beobachtung von nordkoreanischen Raketentests wird für Japan deutlich erschwert und verlangsamt.

Japan hofft, künftig entsprechende Informationen von den USA zu erhalten.

-nt-


30.08.2019

Japan: Entwicklung von eigenem Kampfjet

Die japanische Regierung will bis 2030 ein neues, in Japan entwickeltes Kampfflugzeug als Ersatz für alte F-2-Jets an die Luftwaffe übergeben.

Nach derzeitigem Kenntnisstand werden insgesamt 90 Kampfflugzeuge gebaut, deren Entwicklungskosten insgesamt 14 Milliarden US-Dollar (etwa 12,5 Milliarden Euro) betragen.

Das neue Kampfflugzeug soll mit Luft-See- bzw. Luft-Boden-Langstreckenraketen ausgestattet sein. Derzeit wird in Japan die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Großbritannien angedacht und diskutiert. Denn die Briten suchen für die Entwicklung ihres neuen, in Planung befindlichen Kampfflugzeuges „Tempest“ noch einen potenten Partner.

Bis 2030 sollen 147 F-35, 100 modernisierte F-15 sowie 90 Kampfflugzeuge aus eigener Produktion in der japanischen Luftwaffe im Einsatz sein.

-nt-


29.08.2019

Indien: Luftwaffe verlangt Außerdienststellung alter Jets

Der indische Luftwaffenmarschall Dhanoa informierte Verteidigungsminister Rajnath Singh bei einer Luftwaffentagung über den katastrophalen Zustand der veralteten Militärflugzeuge und forderte eine Ausmusterung der überholten MiG-21-Flotte bis September 2019.

Analysen des Luftkampfes gegen Pakistan bei Balakot hätten gezeigt, dass die 45-Jahre alten MiG-21 gegen moderne Jets keine Chance mehr hätten.

Derzeit stehen noch 110, im Jahr 2006 modernisierte, MiG-21 „Bison“ im Dienst der indischen Luftwaffe. Von den ab 1973 beschafften 876 Stück gingen in den 40 Dienstjahren mehr als die Hälfte bei Unfällen und Einsätzen verloren.

-nt-


29.08.2019

China: Autonome Schiffsdrohne einsatzfähig

Die China Shipbuilding Industry Cooperation hat am 21. August 2019 die Entwicklung der neuen Schiffsdrohne „Jari“ beendet.

Die Haupttestserie sei nun abgeschlossen und der Weg für die anstehenden Truppenversuche bei der chinesischen Marine damit frei.

Laut Hersteller arbeitet die eingebaute Technologie zur Steuerung der Kampfeinsätze zuverlässig und fehlerfrei.

Die Drohne weist eine Verdrängung von 20 Tonnen auf, ihre Länge beträgt 15 Meter. Sie ist mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und in der Lage sämtliche Navigations- und Kampfaufträge autonom durchzuführen. Außerdem verfügt „Jari“ über ein Phased-Array-Radar (Bündelung der Strahlungsenergie durch Anordnung und Verschaltung von Einzelstrahlern).

Die Schiffsdrohne wird künftig zur Aufklärung und Bekämpfung von See-, Luft- und Landzielen eingesetzt.

Mit schrittweiser Einführung autonomer Marinekampfdrohnen werden sich die internationalen Einsatzgrundsätze im Bereich der Seekriegsführung in Zukunft wesentlich verändern.

-nt-


28.08.2019

Indien: Übernahme neuer Kampfflugzeuge

Am 20. September 2019 werden der indische Verteidigungsminister Rajnath Singh und der Luftwaffenmarschall Dhanoa in Frankreich die ersten „Rafale“-Kampfflugzeuge übernehmen.

Die Jets sind mit Meteor „Scalp“-Raketen ausgerüstet, deren Reichweite mehr als 300 km betragen. Die Schulung von Piloten und Technikern läuft bereits seit einigen Wochen. Die ersten „Rafale“ werden von der indischen Luftwaffe und ihren Technikern in Frankreich ausführlich getestet, bevor 2020 die erste indische Staffel damit ausgerüstet wird.

Beim derzeitigen G7-Treffen will Frankreichs Präsident Macron dem indischen Premierminister 36 weitere „Rafale“-Kampfflugzeuge anbieten. Der Kaufpreis soll weniger als sechs Milliarden Euro betragen.

Durch das geplante rasche Ausscheiden seiner MiG-21 benötigt Indien dringend adäquaten Ersatz um seine Einsatzbereitschaft in der Luft zu gewährleisten.

-nt-


27.08.2019

Südkorea: Massive Kostenerhöhung für stationierte US-Truppen

Die Kostenbeteiligung Südkoreas für die Stationierung amerikanischer Truppen wird auf Druck des US-Präsidenten massiv erhöht und soll künftig fünf Milliarden US-Dollar (4,5 Milliarden Euro) betragen.

Derzeit bezahlt das asiatische Land 850 Millionen US-Dollar (etwa 765 Millionen Euro) pro Jahr an die USA. Nicht nur die Höhe der Forderung hat in Südkorea für Verwunderung gesorgt, sondern auch die Wortwahl des Präsidenten, der die Zahlungen als „Schutzgeld“ bezeichnete.

Südkoreanische Medien sehen in dieser Entwicklung eine ernste Gefahr für eine funktionierende gemeinsame Verteidigung und kritisieren zugleich das Naheverhältnis zwischen Trump und Kim Jong-un.

-nt-


26.08.2019

China: Künstliche Intelligenz für Drohnen

Um der Gefahr von Eingriffen bei der Flugdrohnensteuerung durch elektronische Kampfführung des Gegners zu entgehen, arbeitet die chinesische Flugindustrie an der Entwicklung von künstlicher Intelligenz für unbemannte Luftfahrzeuge.

Damit sollen Flugdrohnen ihre Aufgaben in Zukunft selbstständig und unabhängig von der Steuerung durch die Bodenstation durchführen können.

Wichtige Aspekte bei der Entwicklung einer automatischen Steuerung sind die Gewährleistung einer sicheren Durchführung der Aufträge durch die Drohne selbst sowie im Notfall die Bereitstellung einer Eingriffsmöglichkeit durch die Bodenstation.

-nt-


24.08.2019

China: Keine Einfahrt für US-Kriegsschiffe nach Hongkong

Die chinesische Regierung hat die für den 17. August 2019 geplante Einfahrt des US-Kriegsschiffes USS „Green Bay“ verboten sowie die Einreise der USS „Lake Erie“ im September 2019 nach Hongkong untersagt.

Genehmigungen oder Verbote für Anlandungen von US-Kriegsschiffen in China stehen stets in Zusammenhang mit den aktuellen Beziehungen beider Länder.

Durch die permanenten Spannungen der vergangenen Wochen, wie rund um die Konfliktzone Chinesische See, die Waffenverkäufe der USA an Taiwan sowie aufgrund des Handelskrieges und der Unruhen in Hongkong, entschied sich die chinesische Regierung auf einen Flottenbesuch der Amerikaner zu verzichten.

-nt-


23.08.2019

Taiwan: USA liefern Kampfflugzeuge

Taiwan erhält nach Genehmigung durch das US-Außenministerium insgesamt 66 F-16-Mehrzweckkampfjets für acht Milliarden US-Dollar (7,2 Milliarden Euro).

Dabei handelt es sich um die neueste F-16-Generation „Viper“. Im Deal inbegriffen sind außerdem 75 Triebwerke sowie zusätzliche Systemkomponenten und Ersatzteile.

Das letzte Waffengeschäft zwischen den beiden Staaten fand erst Anfang Juli 2019 statt. Die USA lieferten damals 250 „Stinger“-Raketen, Maschinengewehre, Panzer und Munition im Wert von 2,2 Milliarden Dollar (etwa zwei Milliarden Euro) auf die Insel.

Die chinesische Regierung erklärte, der aktuelle Waffendeal gefährde und untergrabe die Souveränität Chinas und drohte den USA nun mit Konsequenzen. In einem ersten Schritt sollen jene US-Firmen, die an dem Geschäft beteiligt sind, mit Sanktionen belegt werden.

-red-