Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

27.04.2017

Schweiz: Investition in Luftwaffe

Die sicherheitspolitische Kommission des Schweizer Nationalrats hat beschlossen, in die Nachrüstung der F/A-18-Kampfflugzeuge zu investieren. Im Rahmen des Rüstungsprogramms 2017 sollen zusätzlich 20 Millionen Franken ausgegeben werden.

Die Jets sollen damit in beschränktem Maße auch für den Erdkampf tauglich gemacht werden. Ziel ist die gezielte Unterstützung von Bodentruppen durch Feuer aus der Luft. Die Entscheidung der sicherheitspolitischen Kommission fiel mit 11 zu 10 Stimmen knapp aus; ob die Entscheidung auch den Nationalrat passiert ist derzeit unklar.

-red-


13.04.2017

Indien: U-Boot-Bau abgelehnt

Die indischen Werften haben es abgelehnt, den Auftrag zum Bau von sechs Atom-U-Booten für die Marine zu übernehmen.

Obwohl die indischen Werften in einer schwierigen Lage sind, wollen sich weder staatliche noch private Betriebe an das Projekt heranwagen. Die indische Regierung versucht weiter mit Anreizen die Werften zur Übernahme des Auftrages zu überreden.

-nt-


13.04.2017

Thailand: Chinesische Panzer

Thailand wird von China zehn weitere VT4-Panzer zum Kaufpreis von 58 Millionen USD beschaffen. 2016 wurden 28 VT4-Panzer bestellt.

Die Fahrzeuge sollen die veralteten M41-„Walker Bulldog“ aus US-amerikanischer Produktion ersetzen. Die thailändische Armee hat einen Bedarf von insgesamt 200 Kampfpanzern.

-nt-


11.04.2017

China: Ehrenbürger für neues U-Boot-Jagd-Schiff

Am 31. März 2017 wurde im Marinestützpunkt von Sanya die Korvette Liupanshui (Nr. 514), der Klasse 056, offiziell in Dienst gestellt.

Alle Besatzungsmitglieder der Korvette wurden zu Ehrenbürgern der gleichnamigen Stadt ernannt. Die Korvetten der Klasse 056 verfügen sowohl über U-Bootjagd- als auch Luftabwehrkapazitäten.

-nt-


07.04.2017

Japan: Hubschrauberträger gegen chinesischen Druck

Ende März 2017 wurde in der Werft Japan Marine United in Yokohama der zweite Hubschrauberträger der Izumo-Klasse in Dienst gestellt.

Die „Kaga“, wie der neue Hubschrauberträger heißt, wird ihren Heimathafen in Kure haben, während die „Izumo“ weiter von Yokosuka aus operieren wird. Beide Hubschrauberträger können neun Hubschrauber von ihrem Flugdeck operieren lassen.

Die Izumo-Klasse ist die größte Schiffsklasse der japanischen Marine, die seit dem Zweiten Weltkrieg in Dienst gestellt worden ist. Ihr Einsatzprofil ähnelt jenem amerikanischer Landungsschiffe, sie verfügt aber über kein Welldeck.

Die neuen Großkampfschiffe der japanischen Marine sollen die Antwort auf den immer stärker werdenden Druck aus China sein. Die Izumo wird in den nächsten Wochen einen dreimonatigen Einsatz beginnen, der sie in die Südchinesische See und in den Indischen Ozean führen wird.

-nt-


05.04.2017

Singapur: Neuer Schützenpanzer

Das Verteidigungsministerium hat am 22. März 2017 bekannt gegeben, dass Singapore Technologies Engineering einen neuen Schützenpanzer für die Streitkräfte bauen wird, der den veralteten M113A2 ersetzt.

Das Fahrzeug soll ein Gewicht von 29 Tonnen haben, mit einer 711 PS starken MTU 8V-199TE20 Dieselmaschine ausgestattet sein und eine maximale Geschwindigkeit von etwa 70 km/h erreichen können.

Als Bewaffnung verfügt das Fahrzeug über einen Turm mit einer 30-mm-Maschinenkanone und einem 7,62-mm-Maschinengewehr. In den Turm sind Sensoren und Kameras für eine 360-Grad-Überwachung eingebaut. Die Besatzung des neuen Schützenpanzers besteht aus drei Mann und einer aufgesessenen Infanteriegruppe von acht Soldaten. 

Der seit den 70er Jahren im Dienst stehende M113A2 soll 2019 durch den neuen Panzer ersetzt werden. 

Technische Daten:  

  • Maximale Geschwindigkeit 70 km/h
  • Reichweite 500 km
  • Steigfähigkeit 60%
  • Abmessungen 6,90 m/3,3 m/3,3 m (L/B/H)

-nt-


04.04.2017

Taiwan: Modernisierung trotz Geldnot

Die Regierung Taiwans gab bekannt, das Verteidigungsbudget für dieses Jahr um weniger als ein Prozent auf 11,4 Milliarden USD zu erhöhen.

Die empfindliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage lässt keine größere Steigerung der Ausgaben zu. Durch das Ausbleiben von Festlandchinesen hat vor allem die Tourismusindustrie schwere Verluste eingefahren.

Auch in der Exportwirtschaft tut sich das Land zunehmend schwer den ausfallenden chinesischen Festlandmarkt auszugleichen. In diesem Jahr ist laut dem Verteidigungsministerium die Modernisierung der taiwanesischen F-16-Kampfflugzeugflotte vorgesehen. Für die Zukunft plant Taiwan die Beschaffung von F-35-Kampfjets aus den USA.

-nt-


02.04.2017

Deutschland: Neues Cyber-Kommando

Am 1. April 2017 nahm das neue Bundeswehr-Kommando „Cyber- und Informationsraum“ (CIR) in Bonn offiziell den Dienst auf.

Damit werden auch in Deutschland Cyber-Krieger neben Heer, Luftwaffe und Marine zu einer eigenen Waffengattung. Generalleutnant Ludwig Leihos wird die Einheit führen. Seine Aufgabe besteht nun darin, dieses Kommando zu einer Einheit zu formen. Ab 1. Juli werden dann Truppen unterstellt. Letztendlich sollen etwa 13.000 Bedienstete verteilt über ganz Deutschland in diesem Personalgerüst arbeiten.

Mit der neu geschaffenen Struktur werden die Kompetenzen und Fähigkeiten gebündelt. Die Bundeswehr soll somit für die schnelllebige IT-Welt gewappnet sein.

-red-


30.03.2017

Indien: Luft- und Wasserplan

Indien plant für 2017 die Beschaffung von 48 Mi-17V-5-Hubschraubern.

Des Weiteren soll der Vertrag für vier Fregatten der russischen „Project 11356“-Klasse unterzeichnet werden. Zwei der Fregatten sollen dann in Russland und zwei in Indien gebaut werden.

-nt-


27.03.2017

China: Technologiesprung?

Bei Hintergrundgesprächen des Nationalen Volkskongresses wurde bekannt, dass bei der Entwicklung von chinesischen Triebwerken für die J-20-Kampfflugzeuge ein großer Durchbruch erzielt werden konnte.

Die ersten in Tests und Einführung befindlichen J-20-Kampfflugzeuge sind noch mit russischen Triebwerken ausgerüstet. Ab 2018 bzw. 2019 sollen die J-20-Maschinen mit chinesischen Triebwerken ausgestattet werden. Angeblich sei es der chinesischen Triebwerksindustrie nach langer und intensiver Forschung gelungen beim Schub-Gewicht-Verhältnis an den Standard von westlichen bzw. russischen Triebwerken aufzuschließen.

Laut den Hintergrundgesprächen sei auch ein Durchbruch bei den Superlegierungen von Triebwerksschaufeln und modernen Triebwerksturbinen geglückt. Gegenwärtig ist China dabei die Serienherstellung aufzubauen und noch immer auftretende Qualitätsprobleme zu beseitigen. Die Industrie ist jedenfalls optimistisch, dass ab 2018 die Serienproduktion beginnen kann.

-nt-