Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

13.02.2019

Indien: Neue Sturmgewehre

Das indische Verteidigungsministerium kauft 73.000 Sturmgewehre für seine Grenztruppen.

Die Grenztruppen erhalten SIG716-G2 aus den USA. Damit wechselt Indien das Kaliber von 5,56x45mm NATO zu 7,62x51mm NATO. Die veralteten INSAS-Gewehre werden komplett abgelöst. Ursprünglich sollte ein indisches Sturmgewehr beschafft werden, jedoch verliefen die Waffentests nicht zufriedenstellend.

-nt-


12.02.2019

Russland: Fire-and-Forget-Panzerabwehrlenkwaffe

Das russische Verteidigungsministerium hat mit der Entwicklung einer tragbaren Fire-and-Forget-Panzerabwehrlenkwaffe, ähnlich dem amerikanischen „Javelin“-System, begonnen.

Fire-and-Forget-Systeme sind Waffen, bei denen Lenkflugkörper beispielsweise durch Infrarot oder einer aktiven Zielsuchlenkung mit eigenem Radar Ziele ansteuern. Ein Vorteil eines solchen Systems ist, dass der Schütze das Ziel nicht im Visier behalten muss und sich in Deckung begeben kann. Gegenwärtig nutzt Russland die Panzerabwehrlenkwaffen 9K135 „Kornet“ mit einer Reichweite von 1.000 bis 5.500 Metern. Sie kann mit ihren Tandemhohlladungen bis zu 1.200 mm Panzerstahl durchdringen.  

Bis Dato hatte Russland kein Fire-and-Forget-Panzerabwehr-System. Das soll sich nun ändern.

-red-


09.02.2019

USA: Finanzspritze für zwei neue Flugzeugträger

Die U.S. Navy erhöhte die Auftragssumme für zwei Flugzeugträger der „Gerald R. Ford“-Klasse.

Die größte nordamerikanische Werftengruppe Huntington Ingalls Industries bekommt weitere finanzielle Mittel, um die nuklearangetriebenen Träger „Enterprise“ (CVN 80) und einen bis dato namenlosen (CVN 81) zu bauen. Die Erhöhung der Summe beträgt circa 13 Milliarden Euro. Das Rüstungsvorhaben soll bis Februar 2032 abgeschlossen sein. Der Bau der „Enterprise“ begann bereits 2017. Die U.S. Navy will den Flugzeugträger 2028 in Dienst stellen. CVN 81 soll 2030 in den Dienst gestellt werden.

-red-


08.02.2019

Indien: Sechs neue U-Boote bis 2022

Die indische Marine will sechs U-Boote der französischen „Scorpène“-Klasse bis 2022 in den Dienst stellen.

Derzeit baut Indien die Boote in Lizenz mit französischer Unterstützung. Das indische Verteidigungsministerium hatte zuvor mit der Thales Group, einem internationalen Unternehmen, einen Vertrag zum Bau einer modernen U-Bootwerft der Marine an der Ostküste abgeschlossen. Die indische Marine will die ersten zwei „Scorpène“-U-Boote 2019 in den Dienst stellen, die restlichen sollen bis 2022 folgen.

-nt-


07.02.2019

China: Antiradaranstrich

Chinesische Wissenschaftler haben angeblich einen Antiradaranstrich für Kampfflugzeuge entwickelt, der sie sowohl für das Auge als auch für das Radar praktisch unsichtbar macht.

Es soll sich dabei um einen silberfarbenen Anstrich handeln, der auftreffende Radarstrahlen fast ganz zunichtemacht. Die Rückstrahlung wird angeblich auf ein absolutes Minimum reduziert. In den vergangenen Monaten wurde der Anstrich auf J-16-Kampfflugzeugen unter Einsatzbedingungen ausgiebig getestet. Der führende Kampfpilot der Luftwaffe, Brigadekommandant Jiang Jiaji, zeigte sich begeistert von den Testergebnissen. Mit dem Antiradaranstrich müssen vermeintlich keine so großen Kompromisse in der Nutzlast gemacht werden, als wenn die Tarnkappeneigenschaften durch bauliche Veränderungen erreicht werden.

-nt-


06.02.2019

Polen: „Black Hawks“ für Armee

Nach der polnischen Polizei kauft nun auch die Armee S-70i „Black Hawk“.

Das polnische Verteidigungsministerium gab am 24. Jänner 2019 eine Bestellung von vier S-70i bekannt. Der NATO-Mitgliedsstaat ist bereits seit mehreren Jahren auf der Suche nach einem neuen mittleren Transporthubschrauber. Das Verteidigungsministerium vergab den 158 Millionen Euro teuren Auftrag nun an Lockheed Martin.

Polen hat einen Bedarf von bis zu 50 mittelschweren Hubschraubern. Es kann davon ausgegangen werden, dass weitere Bestellungen folgen. Die ersten vier bestellten „Black Hawk“ sollen schon Ende 2019 an die Streitkräfte übergeben werden.

-red-


05.02.2019

Mazedonien: NATO-Beitritt bereits 2020 möglich

Mazedonien könnte bereits 2020 NATO-Mitglied werden.

Am 6. Februar 2019 wird der Balkanstaat das Protokoll über den Beitritt zur NATO unterzeichnen. Griechenland soll der erste NATO-Staat sein, der dieses Protokoll zum Beitritt seines Nachbarlands ratifizieren wird. Am 8. Februar 2019 will Athen das Abkommen bereits genehmigen. Der Balkan-Staat wäre das dreißigste Mitglied des Nordatlantikpaktes.

Ein Hindernis auf dem Weg zur NATO-Mitgliedschaft war ein Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien, den die beiden Staaten durch die Umbenennung Mazedoniens in die Republik Nordmazedonien beilegen konnten. In den nächsten Monaten sollen alle Tafeln an Institutionen, Unternehmen, Grenzübergängen und Botschaften mit dem neuen Staatsnamen ausgetauscht werden.

-red-


05.02.2019

USA: Zerstörer der „Zumwalt“-Klasse in Dienst gestellt

Die U.S. Navy stellte am 26. Jänner 2019 den zweiten Zerstörer der „Zumwalt“-Klasse, die USS „Michael Monsoor“ (DDG-1001), in den Dienst.

Der Lenkwaffen-Zerstörer hat eine Verdrängung von 15.995 Tonnen. Das einzigartige Design verleiht ihm einen niedrigen Radarquerschnitt („Tarnkappenschiff“). Zur Bewaffnung gehören Senkrechtstartanlagen für Flugkörper und zwei 155-mm-Geschütze. Optional kann sogar eine Railgun (Schienenkanone) ins Schiff eingebaut werden. Das Schiff ist nach Michael A. Monsoor, einem United States Navy Seal, benannt. Dieser fiel 2006 im Irakkrieg und wurde posthum mit der Medal of Honor, der höchsten militärischen Auszeichnung der USA, geehrt.

Die „Zumwalt“-Klasse ist mit 3,85 Mrd. Euro pro Einheit äußerst teuer und wird vermutlich in Zukunft nicht das „Rückgrat“ der amerikanischen Zerstörer-Flotte bilden. Ursprünglich sollten 32 Stück gebaut werden. Diese Zahl wurde aus Kostengründen jedoch stetig verringert. Lediglich drei Einheiten wurden bis dato genehmigt.

-red-


04.02.2019

Schweiz: Suche nach F/A-18-Nachfolger - Fünf Angebote für neues Kampfflugzeug.

Die Schweiz sucht einen Nachfolger für das Kampfflugzeug F/A-18. Im Jänner 2019 haben fünf Luftfahrtunternehmen erste Angebote gestellt.

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport veröffentlichte im März 2018 ein Anforderungsprofil. Basierend auf diesen bieten fünf Rüstungskonzerne folgende Flugzeuge: Eurofighter „Typhoon“ (Airbus, Deutschland), F/A-18 „Super Hornet“ (Boeing, USA), „Rafale“ (Dassault, Frankreich), F-35A (Lockheed-Martin, USA) und „Gripen“ E (Saab, Schweden).

Im Februar und März 2019 werden Spezialisten des Schweizer Rüstungsamtes und der Luftwaffe die Flugzeuge in Simulatoren testen. Außerdem werden „Produkt-Support-Audits“ stattfinden. Bei diesen wird der Betrieb und die Instandhaltung der Flugzeuge durch die jeweiligen Hersteller erläutert. Ab Juli 2019 werden Schweizer Luftwaffe-Piloten Flug- und Bodenerprobungen durchführen.

Die Erkenntnisse aus dieser Analyse- und Probe-Phase werden in Fachberichten festgehalten, die einen Vergleich der einzelnen Flugzeugtypen zulassen. Das Schweizer Rüstungsamt wird den Gesamtnutzen pro Kandidat ermitteln und die Beschaffungs- und Betriebskosten für 30 Jahre feststellen und miteinander vergleichen. Die endgültige Entscheidung wird der Bundesrat treffen - eine Volksabstimmung über die Modelle wird es nicht geben. Die derzeit genutzte F/A-18 „Hornet“ soll ab 2025 abgelöst werden. Außerdem sollen neue Boden-Luft-Raketen beschafft werden. Insgesamt will die Schweiz maximal acht Milliarden Franken für diese Beschaffungsvorhaben ausgeben.

-red-


01.02.2019

Katar: Erste Auslieferung von „Rafale“-Kampfjets

Das Emirat Katar erhält im Februar 2019 die ersten Flugzeuge vom Typ Dassault „Rafale“.

24 Mehrzweckflugzeuge (mit Option auf zwölf weitere) wurden im Mai 2015 um 6,3 Milliarden Euro von dem Emirat gekauft und sollen zwischen 2019 und 2022 in Tranchen ausgeliefert werden. Bisher war Frankreich der Alleinnutzer des Flugzeugtyps. 2015 erhielt Dassault die ersten Exportaufträge: Je 24 Stück nach Katar und Ägypten. Auch Indien will eine größere Zahl beschaffen.

Die „Rafale“ befindet sich seit 1997 in Serienproduktion und wurde von Frankreich im Alleingang entwickelt, nachdem es aus dem Eurofighter-Konsortium ausgestiegen war. Das Flugzeug zählt wie der Saab „Gripen“ und der Eurofighter „Typhoon“ zu den modernsten europäischen Kampfflugzeugen in Delta-Canard-Auslegung (Delta-Enten-Flügel). Die „Rafale“ wurde bereits in Afghanistan und Libyen von Frankreich eingesetzt. 2018 begann die Entwicklung des F4-Standards, einer Aufrüstung, um den Herausforderungen des aktuellen Gefechtsfeldes gerecht zu werden.

-red-