Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

14.09.2019

Pakistan: Bau zweiter Korvette fertiggestellt

Am 3. September 2019 wurde in der Anlage der holländischen Werft Damen in Galati (Rumänien) die zweite 2.300 Tonnen-Korvette für die pakistanische Marine vom Stapel gelassen.

Da die von der Werft als „Hochseepatrouillenboote“ bezeichnete Korvette eine Verdrängung von rund 2.300 Tonnen aufweist, könnten die Schiffe auf dem hauseigenen OPV 2400-Design basieren. Das Modell ist 90 Meter lang, bietet Platz für eine 90-köpfige Besatzung und verfügt über ein Flugdeck und einen Hubschrauberhangar. Zu den verbauten Waffensystemen gehören eine 76-mm-Hauptwaffe und mehrere Maschinengewehre.

Das erste der beiden Schiffe verließ die Werft bereits am 17. Mai 2019 und soll ab Ende 2019 Dienst in den pakistanischen Seestreitkräften versehen.

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12.09.2019

Indien: Neues U-Boot

Am 28. September 2019 wird die INS „Khanderi“, das zweite indische U-Boot der „Scorpene“-Klasse, in Mumbai bei der Marine in Dienst gestellt.

Die Übernahme des Unterwasserbootes erfolgt nach langer Testphase und immer wieder auftretenden Problemen.

Sämtliche vorgeschriebene Abnahmefahrten und Tests wurden fertig durchgeführt und erfolgreich absolviert. Die INS „Khanderi“ wird künftig dem Marinewestkommando zugeteilt. Nach ihrer Indienststellung wird Verteidigungsminister Rajnath Singh noch am selben Tag beim Stapellauf der ersten indischen Fregatte der „Shivalik“-Klasse anwesend sein.

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11.09.2019

China: Präsentation neuer Zieldrohne

Beim Luftfahrt- und Weltraumsalon in Zhukovsky (Russland) wurde die neue chinesische Zieldrohne LJ-I erstmals der Öffentlichkeit als Modell präsentiert.

Da Staaten wie die USA, Südkorea, Japan und Australien vermehrt auf Tarnkappentechnologie setzen, suchte auch die chinesische Luftwaffe nach einer Lösung, um im Kampf mit Tarnkappen-Kampfflugzeugen zu bestehen. LJ-I fliegt im hohen Unterschallbereich und hat primär die Aufgabe feindliche Tarnkappen-Kampfflugzeuge der fünften Generation (ab 2005), wie amerikanische F-35-Jets, von bemannten chinesischen Kampfflugzeugen abzulenken.

Die Drohne ist insgesamt 4,5 Meter lang und 2,5 Meter breit. LJ-I kann entweder alleine, als Schwarm, oder als Begleiter von bemannten Kampfflugzeugen eingesetzt werden und ist zur elektronischen Kampfführung geeignet. Das Fluggerät ist äußerst manövrierfähig und in der Lage die Radarsignatur von Kampfflugzeugen der vierten und fünften Generation zu simulieren. Die Drohne kann feindliche Signale stören, beziehungsweise sich dem Gegner selbst als potentielles Ziel darstellen. Um Erfahrungen im Kampf mit Tarnkappenjets zu sammeln, wird LJ-I derzeit bei Manövern der chinesischen Luftwaffe und Marine eingesetzt.

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10.09.2019

Pakistan: Kampfjets aus Ägypten

Pakistan und Ägypten in verhandeln aktuell über den Ankauf von insgesamt 36 gebrauchten Mirage-5-Jets der ägyptischen Luftwaffe.

Die Verhandlungen sollen bereits vor dem Abschluss stehen. Bevor die Flugzeuge bei den Staffeln zum Einsatz kommen, will Pakistan die Mirage-5 grundlegend modernisieren. Das Ziel der Überholung ist unter anderem die Gewährleistung eines künftigen Einsatzes bei Nacht sowie die Ermöglichung einer Nutzung von Helmvisieren. Derzeit stehen Mirage-5-Kampfflugzeuge aufgrund ihres Alters nur mehr in Gabun (Zentralafrika) und Pakistan im Einsatz.

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09.09.2019

China: Teilnahme an russischer Militärgroßübung

China wird vom 16. bis 21. September 2019 beim Militärmanöver „Center 2019“ in Orenburg (Russland) teilnehmen.

Bei der internationalen russisch-geführten Antiterrorübung nehmen neben Russland und China auch Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Tadschikistan und Usbekistan teil. Insgesamt sind mehr als 128.000 Soldaten am Manöver beteiligt. Das chinesische Kontingent wird aus 1.600 Soldaten, 300 Fahrzeugen sowie 30 Flugzeugen und Hubschraubern bestehen.

Die Übung ist in zwei Abschnitte geteilt: Teil 1 besteht aus einem theoretischen Studium aktueller terroristischer Taktiken, Teil 2 widmet sich dem Training von Angriffsoperationen internationaler Kontingente, um Terroristengruppen gezielt auszuschalten und zu zerschlagen.

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07.09.2019

Indien: Neue Raketenbatterien für Küste

Die indische Marine plant die Aufstellung von mobilen Land- und Seeraketenbatterien entlang der Küste, um dort den Kampf gegen feindliche Kriegsschiffe aufnehmen zu können.

Für diesen Zweck sollen zweistufige BrahMos-Überschall-Raketen zum Einsatz kommen. Die erste Stufe wird mit Feststoff angetrieben, die zweite Stufe mittels eines Staustrahltriebwerks (Kompression im Verbrennungsraum erfolgt durch Strömungsgeschwindigkeit des Gases durch Verengung). Die Rakete erreicht im Tiefflug eine Geschwindigkeit von Mach 3.

Die indische Marine geht davon aus, dass die Explosionskraft des Flugkörpers aufgrund der hohen kinetischen Energie seines Gefechtskopfes ausreicht, um gegnerische Schiffe auszuschalten.

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06.09.2019

Japan: Verteidigungsbudget für 2020

Das japanische Verteidigungsministerium hat der Regierung seinen Budgetplan für 2020 vorgelegt.

Demnach soll das kommende Verteidigungsbudget insgesamt 5,32 Trillionen Yen (etwa 45 Milliarden Euro) betragen - was eine Steigerung von 1,2% gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde.

52,4 Milliarden Yen (etwa 443 Millionen Euro) sollen davon in die Weltraumverteidigung fließen und 23,8 Milliarden Yen (etwa 204 Millionen Euro) für den Bereich der Cyberkampfführung ausgegeben werden. 12,2 Milliarden Yen (etwa 103 Millionen Euro) sind für die Aufstellung des AEGIS-Verteidigungssystems gegen ballistische Raketen entlang der japanischen Küste geplant. 3,1 Milliarden Yen (etwa 26 Millionen Euro) will das Ministerium in die Modernisierung und den Umbau des Hubschrauberträgers „Izumo“ investieren. Dieser soll künftig für den Einsatz senkrechtstartender F-35B-Kampfflugzeuge geeignet sein. Für die Beschaffung der sechs F-35 sind insgesamt 84,6 Milliarden Yen (etwa 715 Millionen Euro) veranschlagt.

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05.09.2019

China: Marineflotte eskortiert zivile Schiffe

Am 29. August 2019 lief die 33. Flotte der chinesischen Marine aus der Hafenstadt Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong aus, um zivile Schiffe in den Golf von Aden zu eskortieren.

Die Flotte besteht hauptsächlich aus Seestreitkräften der Nordeinheit der chinesischen Marine, darunter ein Zerstörer vom Typ 052D, eine Fregatte und ein Versorgungsschiff.

An Bord waren mehr als 600 Offiziere und Soldaten, Dutzende Soldaten für Spezialoperationen und zwei Hubschrauber.

Die chinesische Marine begann bereits im Dezember 2008 Eskortmissionen im Golf von Aden und in den Gewässern vor Somalia durchzuführen. In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 106 Schiffe mit mehr als 28.000 Offizieren und Soldaten entsandt, um 6.700 chinesische und ausländische Seefahrzeuge zu eskortieren.

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04.09.2019

Japan: Neue elektronische Kampfeinheit

Bis Ende 2020 soll in Camp Kengun (Präfektur Kumamoto) eine elektronische Kampfeinheit des japanischen Militärs aufgestellt werden.

Die 80 Mann starke Einheit wird dem Kommando der Westarmee unterstellt sein. Sie soll künftig das Gebiet um die Senkaku-Inseln beobachten und Aktivitäten der chinesischen Marine und Luftwaffe überwachen.

Die neue elektronische Kampfeinheit wird künftig gegen Flugzeuge, Schiffe, Landstreitkräfte, Radare und feindliche Kommunikation eingesetzt.

Japan verfügt bereits über eine Einheit dieser Art. Sie ist auf der Insel Hokkaido stationiert und operiert in Russland.

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03.09.2019

China: Brigadeübung in 4.500 Meter Höhe

Die 76. Armeegruppe führte ein Brigademanöver mit schweren Kampfpanzern vom Typ 99A auf einem Hochplateau in 4.500 Meter Höhe durch.

Ziel der Übung war die Erprobung schwerer Kampfpanzer und moderner Waffensysteme in großer Höhe mit wenig Sauerstoff und die Anwendung neuer Einsatzmethoden.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden derzeit vom chinesischen Militär analysiert.

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