Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

04.12.2018

Deutschland: Bilanz Auslandseinsätze

Seit den 1990er-Jahren hat die Deutsche Bundeswehr 53 Einsätze im Ausland absolviert, die schätzungsweise 21,6 Milliarden Euro gekostet haben.

Die erstmalige Auflistung dieser Kosten wurde nach einer Anfrage eines Abgeordneten im Deutschen Bundestag ermittelt. Fast die Hälfte (knapp 10,2 Milliarden Euro) wurde für die NATO-Missionen ISAF und „Resolute Support“ in Afghanistan ausgegeben, wo die Bundeswehr seit 17 Jahren stationiert ist. Die Balkan-Einsätze im Kosovo kosteten 3,5 Milliarden Euro, die in Bosnien und Herzegowina und Kroatien 1,2 Milliarden Euro und die Anti-Terror-Mission „Enduring Freedom“ 1,1 Milliarden Euro. Letztgenannter Einsatz wurde aufgrund der Terror-Anschläge in den USA vom 11. September 2001 durchgeführt. Zurzeit befinden sich 3.500 Bundeswehr-Soldaten in 13 Auslandseinsätzen, die meisten davon in Afghanistan und in Mali.

-red-


03.12.2018

China: Neue Einsatzgrundsätze für Artillerie

Die Panzerhaubitzen-Regimenter der Chinesischen Volksbefreiungsarmee werden gegenwärtig mit neuen Einsatzgrundsätzen vertraut gemacht.

Bis 2018 wurde hauptsächlich auf präzises Schießen Wert gelegt, ohne besonders auf den Eigenschutz zu achten. Nach Auswertung internationaler Erfahrungen und Erkenntnissen bei eigenen Übungen, die nach dem „Spiel der freien Kräfte“ abgelaufen sind, kam die Führung der Volksbefreiungsarmee zu dem Schluss, dass die aktuellen Einsatzgrundsätze an moderne Gefechtserfordernisse angepasst werden müssen.

Ab Winter 2018 werden alle Regimenter auf hohe Manövrierfähigkeit beim Feuergefecht, schnelles Einfahren in die Feuerstellung, Zielaufklärung durch Drohnen, schnelles Schießen und schnellen Stellungswechsel geschult. Außerdem wird die gezogene Artillerie schrittweise durch ungepanzerte, selbstfahrende Haubitzen ersetzt.

-nt-


30.11.2018

Indien/Vietnam: Verstärkte Zusammenarbeit

Indien und Vietnam wollen in Zukunft die Zusammenarbeit auf militärischer Ebene, im Energiesektor (Atomenergie, Förderung von Öl und Gas) sowie in der Weltraum-Industrie intensivieren.

Diese Übereinkunft wurde bei einem Staatsbesuch des indischen Präsidenten, Ram Nath Kovind, in Hanoi/Vietnam am 20. November 2018 beschlossen. Indien will insbesondere mit der Marine von Vietnam im Südchinesischen Meer und im Golf von Bengalen zusammenarbeiten. Beide Seiten haben ein Interesse daran, die chinesischen Aktivitäten im Südchinesischen Meer und im Golf von Bengalen einzuschränken. In den Gesprächen kam man auch überein, dass man bei der Bekämpfung des Klimawandels zusammenarbeiten will.

-nt-


29.11.2018

Litauen: Geschützte Mehrzweckfahrzeuge für Streitkräfte

Die litauische Armee verstärkt sich mit geschützten Mehrzweckfahrzeugen vom Typ L-ATV der Firma Oshkosh aus den USA.

Der Kaufvertrag soll laut dem litauischen Verteidigungsminister Raimundas Karoblis 2020 unterschrieben werden. Für die gewünschte Menge von 200 Fahrzeugen werden rund 100 Millionen Euro veranschlagt. Das Oshkosh Light Combat Tactical All-Terrain Vehicle ist ein leichtes Mehrzweckfahrzeug. Es ist geländegängig, gepanzert und ein Minen widerstehendes und Hinterhalt-geschütztes Fahrzeug. Zur Hauptbewaffnung zählt in der in der „Close-Combat-Weapons-Carrier“-Version ein Turm mit einem 12,7-mm-Maschinengewehr. Das L-ATV kann auch mit der Panzerabwehrrakete BGM-71 TOW bestückt werden. Außerdem verfügt es über eine Nebelwurfanlage. Der V8-Turbo-Dieselmotor mit 305 PS erlaubt eine Spitzengeschwindigkeit von 112 km/h auf der Straße.

-red-


27.11.2018

China/Vietnam: Minenräumung an Grenze

Am 16. November 2018 wurde das Gebiet in den Bergen von Fakashan in der Provinz Guangxi, entlang der Grenze zu Vietnam, für minenfrei erklärt.

Pioniere der Chinesischen Volksbefreiungsarmee haben 40 Minenfelder geräumt und dabei 2.300 Minen entschärft. Das entminte Gebiet wurde anschließend an die Bevölkerung zum Bewirtschaften zurückgegeben. Seit 2013 werden die weitreichenden Minenfelder entlang der Grenze zu Vietnam, die oftmals wegen des schwierigen Dschungelgebietes mühsam zu räumen sind, immer in der Trockenzeit entmint. Ein Großteil der Minenfelder konnte so bereits beseitigt werden.

-nt-


27.11.2018

Großbritannien: Doppelt so viele F-35

Die Royal Air Force beschafft sich neue F-35B und verdoppelt somit die Zahl ihrer F-35-Kampfflugzeuge.

Das britische Verteidigungsministerium hat 17 weitere Jets um 5,26 Milliarden Euro gekauft. Diese sollen bis 2022 ausgeliefert werden und die derzeitige Flotte von 16 F-35 ergänzen. Insgesamt will Großbritannien 138 Stück des Kampfflugzeuges über die Dauer des F-35-Programmes beschaffen. Das Land hat dann die größte F-35-Flotte nach den Vereinigten Staaten.

-red-


26.11.2018

China: Kampfjet mit Schubvektortriebwerk vorgestellt

Auf der Luftschau von Zuhai wurde im November 2018 ein Chengdu J-10B-Kampfflugzeug vorgeführt, das mit einem Schubvektortriebwerk ausgerüstet ist.

Die neue J-10-Version zeichnet sich durch ihre große Manövrierfähigkeit bedingt durch die neue Schubvektorsteuerung aus. Mit diesem Kampfflugzeug sammelt China Erfahrungen für die neuen Triebwerke der Chengdu J-20, einem Kampfjet der fünften Generation mit Tarnkappeneigenschaften. Es ging dabei nicht nur um die Meisterung der Triebwerktechnologie, sondern auch um deren Steuerung.

Die J-10B hat in Einsatzverbänden bereits demonstriert, dass China die Technologie zu beherrschen scheint. Die Schubvektorentriebwerke für die J-20 müssen jedoch überarbeitet und angepasst werden. Es gibt Gerüchte, wonach schon einige J-20 mit Schubvektorentriebwerken getestet werden. Offiziell wird das nicht dementiert. Die J-20 wurde nun für die Luftbetankung zertifiziert. Damit hat die Maschine ihre Einsatzbereitschaft über große Distanzen erreicht.

-nt-


23.11.2018

Rumänien: Weitere Luftverteidigungssysteme

Die rumänischen Streitkräfte beschaffen drei weitere Luftverteidigungssysteme vom Typ MIM-104 „Patriot“.

Der Kauf erfolgte im November 2018 als „Foreign Military Sale“ von den USA. Bereits im Mai 2018 hat Rumänien ein „Patriot“-System erworben. Das bodengestützte Flugabwehrraketen-System MIM-104 wird gegen Raketen, Marschflugkörper, Flugzeuge und Drohnen eingesetzt. Es wird von vielen NATO-Staaten, unter anderem den USA, Deutschland, Spanien und Polen, genutzt.

Rumänien rückt damit dem geforderten NATO-Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts für Verteidigungsausgabe aufzuwenden, näher.

-red-


22.11.2018

China: Neue Trägerrakete und Raumfahrzeug in Entwicklung

China entwickelt eine neue Trägerrakete, mit der 25 Tonnen Last zum Mond transportiert werden können.

Mit der Rakete sollen ebenso 70 Tonnen Fracht, unter anderem Satelliten, in die Erdumlaufbahn gebracht werden. Die Rakete hat eine Länge von 90 Metern und einen Durchmesser von fünf Metern. Ebenso wird an einem neuen Raumfahrzeug gearbeitet, das neun Meter lang ist und ein Gewicht von 23 Tonnen hat. Es besteht aus zwei Teilen, dem Wiedereintrittsteil und dem Serviceteil. Außerdem ist das Raumfahrzeug wiederverwendbar. Gegenwärtig werden die Triebwerke der neuen Rakete getestet. Wann die Trägerrakete und das Raumfahrzeug in Dienst gestellt werden, ist noch unklar.

-nt-


21.11.2018

Japan/Russland: Friedensgespräche über Rückgabe der Kurileninseln

Japans Premierminister Abe und der russische Präsident Putin sind am Rande des 35. Asian Summits in Singapore übereingekommen, die Friedensgespräche zwischen den beiden Ländern zu beschleunigen und den territorialen Status der Kurilen zu klären.

Die Kurilen wurde im Zweiten Weltkrieg von Russland besetzt. Bis dato wurde kein offizieller Friedensvertrag zwischen Japan und Russland unterzeichnet. Japan ist von seiner bisherigen Forderung abgekommen, dass alle Inseln der Kurilen zu Japan zurückkehren müssen. Es könnte sich nun mit der Rückkehr von Shikotan und Habomai begnügen und einen wirtschaftlichen Zugang zu Etorofu und Kunashiri verlangen.

Japan hat damit das alte Angebot Moskaus aus dem Jahre 1956 wieder aufgegriffen, dass zwei Inseln in Aussicht stellt, wenn der Friedensvertrag unterzeichnet wird. Für Russland könnte sich eine Einigung bezahlt machen, indem man dadurch den Einfluss der USA in der Region vermindert. 

-nt-