Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

04.10.2018

USA: Neues Angriffs-U-Boot

Am Sonntag, dem 29. September 2018, wurde ein neues Angriffs-U-Boot der „Virginia“-Klasse in den Dienst der U.S. Navy gestellt.

Die USS „Indiana“ (SSN 789) wurde bei einer feierlichen Zeremonie in Port Canaveral (Florida) in die U-Boot-Flotte aufgenommen. Sie ist das sechzehnte von 30 geplanten U-Booten der nuklear angetriebenen „Virginia“-Klasse. Diese sollen in Zukunft die veralteten U-Boote der „Los-Angeles“-Klasse ersetzen und das Rückgrat der amerikanischen U-Boot-Flotte bilden.

Das U-Boot erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von rund 25 Knoten und hat eine Besatzung von 134 Mann. Es kann 244 Meter tief tauchen und ist mit vier Torpedorohren und zwölf vertikalen Raketenstartrohren bewaffnet.

-red-


03.10.2018

China: Quantenradar gebaut

Dem chinesischen Nanking Research Institute of Electronic Techology ist der Bau eines Quantenradars gelungen.

Gegenwärtig finden mit dem Prototyp Feldversuche statt, bei der die Leistungsfähigkeit getestet wird. In naher Zukunft könnten die Truppenversuche beginnen. Das Quantenradar kann Ziele auf eine Entfernung von 100 km feststellen. Ungleich dem herkömmlichen Radar, das auf Radiowellen basiert, kann das Quantenradar, durch Stealth-Technologie nicht abgelenkt werden, oder mit herkömmlichen Methoden nicht gestört werden.

Die Stealth-Technologie basiert darauf, dass die Radiowellen entweder absorbiert werden, oder durch die Bauweise ins Leere gelenkt werden. Das Quantenradar verwendet Elementarteilchen zur Ortung. Sollte das neue Quantenradar bei der gegenwärtigen Testserie erfolgreich abschneiden, ist mit einem großen Wandel in der Militärtechnologie auf allen Ebenen zu rechnen.

-nt-


02.10.2018

Deutschland: Neue Transportflugzeuge

Die Bundeswehr beschafft sich sechs Transportflugzeuge des Typs C-130 „Hercules“.

Am 26. September 2018 gaben die Haushälter des Bundestages grünes Licht für die knapp 970 Millionen Euro teure Beschaffung. Die Maschinen stammen vom US-Hersteller Lockheed Martin. Teil des Beschaffungspaketes sind Ersatzteile, Wartung für drei Jahre sowie die Erstausbildung des technischen und fliegerischen Personals.

Die „Hercules“-Flugzeuge sollen in Evreux (Frankreich) stationiert werden, da die französische Luftwaffe dort bereits den selben Flugzeugtyp unterhält. Die Maschinen sollen die A400M-Transportflugzeuge der Bundeswehr ergänzen. Diese sind zwar größer, benötigen aber auch längere Pisten. Die Lockheed C-130 befindet sich seit 1956 in Serienproduktion. Auch das Österreichische Bundesheer verfügt über drei Stück.

-red-


01.10.2018

USA: Massive Aufrüstung der Air Force

Die U.S. Air Force soll ihre Kapazität in absehbarer Zeit um 25 Prozent erhöhen.

Hunderte neue Flugzeuge sollen in den Dienst gestellt werden und bis 2030 74 neue Geschwader gebildet werden. Dies gab Heather Wilson, die für die Luftwaffe zuständige Staatssekretärin im US-Verteidigungsministerium, bekannt. Vermutlich wird die Air Force mehr F-35-Kampfjets ankaufen. Auch der bislang streng geheim gehaltene strategische Tarnkappenbomber B-21 dürfte die Bomberflotte in größerer Anzahl verstärken. Über die Finanzierung dieses Projektes gibt es noch keine Details. Experten zweifeln an der geplanten raschen und teuren Expansion, die 40.000 neue Mitarbeiter voraussetzen würde.

-red-


28.09.2018

EU: Projekt zur militärischen Aufklärung und Überwachung von Seeräumen

Die Europäische Union fördert das Projekt „Ocean 2020“ mit 35 Millionen Euro.

Dieses hat die militärische Aufklärung und Überwachung in Seeräumen zum Ziel. Mit Drohnen und unbemannten U-Booten sollen Informationen über Bewegungen von Schiffen und U-Booten im Ozean gesammelt werden. Diese Daten sollen dann vernetzt und der eigenen Flotte übermittelt werden. 42 Unternehmen, Forschungsinstitute und Verteidigungsministerien aus 15 Ländern sind am Projekt beteiligt.

-red-


27.09.2018

EU: 13 Milliarden Euro für gemeinsame Rüstungsprojekte

Das europäische Parlament will mit 13 Milliarden Euro Rüstungsprojekte in der EU fördern.

Die Summe ist Teil des neuen europäischen Verteidigungsfonds, der für die Jahre 2021 bis 2027 vorgesehen ist. Dieser beinhaltet zahlreiche Initiativen zur Stärkung der europäischen Sicherheit und Verteidigung. 2017 hat die EU erstmals Fördermittel für die gemeinsame Forschung im Bereich innovativer Verteidigungstechnologien und -güter angeboten, die vollständig aus dem EU-Haushalt stammten.

Der Fond soll durch die Kofinanzierung aus dem EU-Haushalt Anreize für die Mitgliedstaaten schaffen, bei der gemeinsamen Entwicklung und Beschaffung von Verteidigungsgütern und -technologien zu kooperieren. Beispielsweise könnten sie gemeinsam in die Entwicklung von Drohnentechnologie oder Satellitenkommunikation investieren oder Hubschrauber in großer Stückzahl ankaufen und damit ihre Ausgaben reduzieren.

Am 2. Oktober 2018 wird eine High-Level-Konferenz der EU mit dem Thema „Der Europäische Verteidigungsfonds (EVF) als Treiber für die Europäische Verteidigungsforschung und Innovation“ in Wien abgehalten. Bei dieser werden weitere Informationen zum Fond veröffentlicht werden.

-red-


27.09.2018

China: Pilotenmangel bei Trägerflotte

Die Chinesische Volksbefreiungsarmee sucht nach Piloten, die auf Flugzeugträgern starten und landen können.

Am 16. September 2018 gab das Chinesische Verteidigungsministerium das Rekrutierungsprogramm für das kommende Jahr bekannt: Ein Fokus ist die Auswahl der zukünftigen Auszubildenden der Trägerflugzeug-Piloten. China will nun ein neues Piloten-Rekrutierungsprogramm entwickeln, dass speziell auf die Marine zugeschnitten ist. Ende 2016 hatte China lediglich 25 Piloten, die für das Operieren von Flugzeugträgern aus qualifiziert waren.

Die zukünftigen Piloten werden an J-15-Kampfjets ausgebildet werden. Dieser Kampfjet der vierten Generation ist ein trägergestütztes Mehrzweckkampfflugzeug, das eigens für die Chinesische Marine entwickelt wurde.

-red-


26.09.2018

USA: 10.000 Sturmgewehre für Export

Das US-Verteidigungsministerium gab am 20. September 2018 bekannt, dass mit dem Rüstungskonzern Colt Manufacturing LLC ein Vertrag über die Beschaffung von 10.000 Stück M4- und M4A1-Sturmgewehren für den Export geschlossen wurde.

Die Sturmgewehre (Kaliber 5,56 x 45 mm NATO) sollen unter anderem nach Jordanien, Marokko, Afghanistan, Senegal, Tunesien und Pakistan geliefert werden. Die Exporte sollen bis September 2019 erfolgen. Das M4-Sturmgewehr ist eine weiterentwickelte kürzere und leichtere Variante des M16A2-Gewehrs. Seit 1993 hat die U.S. Army über 500.000 Stück M4-Sturmgewehre angeschafft.

-red-


25.09.2018

Großbritannien: Aufstellung von Cyber-Truppe

Laut einem Zeitungsbericht plant die britische Regierung die Aufstellung einer 2.000 Mann starken Cyber-Truppe.

Diese Einheit soll (auch offensiv) gegen feindliche Staaten, Terroristen (IS) und Cyberkriminelle eingesetzt werden. Die Truppe soll sich aus Experten aus dem militärischen, sicherheitsdienstlichen und industriellen Bereich zusammensetzen und dem Verteidigungsministerium bzw. dem Nachrichtendienst unterstehen. Geschätzte Kosten der Aufstellung: mindestens 280 Millionen Euro.

-red-


24.09.2018

China: Wiedereinführung von Trompetensignalen

Mit 1. Oktober 2018 wird die Chinesische Volksbefreiungsarmee Trompetensignale wiedereinführen.

Ab 1. August 2019 werden in allen Kasernen der Streitkräfte Trompetensignale, die entweder von einem Trompeter oder von einer CD gespielt werden, ertönen. Die Trompetensignale unterscheiden sich in drei Kategorien: 1. Routinebefehle, 2. Kommandobefehle und 3. Zermonienbefehle. Bei den Routinebefehlen gibt es elf Signale: Tagwache, Antreten zum Exerzieren, Sammeln, Essenfassen, Unterrichtsbeginn, Beginn des Mittagsschlafes, Ende des Mittagschlafes, Rückzug, Licht aus und Zapfenstreich. Die Trompetensignale sollen den Soldaten auch in der modernen Zeit das Gefühl vermitteln, dass sie eine besondere Aufgabe haben.

Die Führung der Volksbefreiungsarmee will damit an alte Traditionen anknüpfen. Nach Gründung der Volksbefreiungsarmee 1927 wurden sofort Trompetensignale bei der Truppe eingeführt. Ab 1931 gab es 300 Signale zur Führung der Truppe. Durch das Fehlen von Funkgeräten wurden bei den Kämpfen gegen die Japaner und später gegen Kuomintang so taktische Befehle während den Gefechten übermittelt. Ab 1949 wurden die Trompeter formalisiert. Es gab bei jeder Kompanie einen Trompeter, bei jedem Bataillon eine Trompetergruppe, und jedes Regiment hatte einen Trompeterzug.

1951, als die Volksbefreiungsarmee in den Koreakrieg eingriff, fanden die Trompetensignale immer noch Verwendung im Kampf gegen die UN-Truppen. 1962 wurden die Trompetensignale auf 109 in vier Kategorien reduziert. Ab 1980 verschwand der Gebrauch der Trompetensignale Schritt für Schritt.

-nt-