Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

08.06.2016

China: Obama besucht Hiroshima

In China, wie in Südkorea hat man den Besuch von Präsident Obama in Hiroshima mit sehr gemischten Gefühlen beobachtet. Der chinesische Außenminister und eine Menge von Internetkommentatoren, sahen den Besuch als eine Entschuldigung der USA für den Atombombenabwurf. Außenminister Wang erklärte, so tragisch der Tod durch den Abwurf der Atombombe in Hiroshima war, so dürfe man Japan für den Ausbruch des Krieges in Asien und die Verursachung einer millionenfachen Tragödie nicht aus der Verantwortung lassen. Japan habe sich weder zu seiner Schuld am Krieg bekannt, noch sich für seine Untaten entschuldigt. In Nanjing wurden 300 000 Menschen von der japanischen Armee getötet. China hat durch den Krieg mit Japan 35 Millionen Menschen verloren. Bis heute gibt es von Seiten Japans keine Entschuldigung. Ähnlich wird der Besuch von Obama in Südkorea gesehen. In Asien geht man davon aus, dass die USA mit dieser Geste, Japan für seine neuen Asien/Pazifikstrategie an sich binden will. In Japan regt sich aber eine Menge Widerstand gegen die amerikanischen Militiärpräsenz.

-nt-


02.06.2016

Deutschland: War and Conflict Studies

Masterstudiengang an der Universität Potsdam

Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte von bewaffneten Konflikten. Insbesondere das „Jahrhundert der Extreme“ bot Schauplätze von Gewalt in einer völlig neuen Größenordnung, deren Auswirkungen bis in die unmittelbare Gegenwart hinein reichen.

Den Politik, Sozial- und Geschichtswissenschaften obliegt die Aufgabe, Ursachen und Muster dieser Kriege und Konflikte zu erkennen, zu kontextualisieren und die so gewonnenen Erkenntnisse für die Lösung aktueller Probleme produktiv zu machen.

Inhalt des Studiums
Mit Hilfe einer Verbindung von sozial- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven werden im Studiengang War and Conflict Studies die Ursachen, Dynamiken und Kontexte gewaltsamer Konflikte auf nationaler und internationaler Ebene erforscht. Wesentliche Teilgebiete bilden die Militärgeschichte, die Kulturgeschichte der Gewalt sowie die Militärsoziologie mit ihren spezifischen methodischen Zugriffen und Theorien. Beginnend in der Frühen Neuzeit werden die Wechselbeziehungen von Staat, Gesellschaft und Militär bis in die Gegenwart hinein analysiert und diskutiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Neuesten Geschichte (19. und 20. Jahrhundert).

"There is no better programme in the world to understand Germany's complex role in past and present conflicts." Professor Odd Arne Westad, Experte in der Thematik „Kalter Krieg“, Harvard University

Studienziel
Das Studium vermittelt umfassende Analysekompetenzen, um sowohl historische als auch aktuelle gesellschaftliche konflikthafte Zusammenhänge in ihrer Komplexität zu erfassen und zu bewerten. Es thematisiert Inhalte der Militärsoziologie, der Geschichte der Gewalt und der Militärgeschichte.

Arbeitsfelder
Berufliche Perspektiven bieten sich unter anderem in der Wissenschaft, politiknahen Feldern, in Museen und Stiftungen, in der Kulturvermittlung, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie journalistischen Tätigkeiten in Print-, Radio-, Fernseh- und Onlinemedien.

Voraussetzungen für das Studium
Die Grundlage für die Aufnahme des Masterstudiums ist ein ausgeprägtes Interesse für politische, soziale und geschichtliche Zusammenhänge. Generell ist die Voraussetzung für ein Masterstudium an der Universität Potsdam ein erster berufsqualifizierender akademischer Abschluss, z.B. mit dem Bachelorgrad. Der erste Studienabschluss sollte in einem für den Studiengang relevanten Fach, wie Politikwissenschaft, Geschichte oder Soziologie sein.

Da einige Lehrveranstaltungen in englischer Sprache abgehalten werden, sind Englischkenntnisse, die mindestens der Stufe B2 des Europäischen Referenzrahmens entsprechen, erforderlich.

Zugangsvoraussetzungen im Detail

Aufbau des Studiums
Das viersemestrige Masterstudium hat einen Umfang von 120 Leistungspunkten. Es gliedert sich in einen Pflicht- und einen Wahlpflichtbereich sowie dem abschließenden Verfassen der Masterarbeit.

Vorteile auf einen Blick
Die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiums ermöglicht eine vielseitige akademische Profilierung. Der Großraum Potsdam-Berlin als Studienort inspiriert durch seine Geschichte und bietet eine Vielzahl an kulturellen und politischen Institutionen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen.

"Die beste Adresse in Deutschland, um Krieg, Guerilla und Terror in der historischen und aktuellen Dimension zu verstehen." Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Nahostexperte und Professor für Geschichte.

Zusammenarbeit
Der Studiengang wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZSMBw) angeboten und bietet feste Kooperationsvereinbarungen für Praktika mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem ZDF Studio Berlin, dem Deutschen Historischen Museum (DHM) und dem International Institute for Strategic Studies (IISS) in London. Zudem besteht eine Kooperation mit dem Ressort Zeitgeschichte der WELT.

Das Studium ist teilzeitgeeignet und bietet Gelegenheit für einen Auslandsaufenthalt. Die Unterrichtssprache ist deutsch. Alle Hausarbeiten und die Masterarbeit können auch auf Englisch eingereicht werden.

Bewerbung zum Studium

Link Masterstudiengang

Universität Potsdam


01.06.2016

Russland: Kampfpanzer für Luftlandeverbände

Ab der zweiten Hälfte des Jahres 2016 soll mit der Auftstellung von sechs zusätzlichen Panzerbataillonen bei den Luftlandeverbänden begonnen werden.

Bis 2018 soll die Aufstellung abgeschlossen sein.

Die Einheiten werden mit “T-72 B3” Kampfpanzern ausgerüstet.

-nt-


01.06.2016

Vietnam: Neue Kampfflugzeuge

Nach Aufhebung des Waffenembargos der USA, plant Vietnam den Ankauf von “F-16” Kampfflugzeugen und “P 3-C Orion” Seeaufklärern. Für den Ankauf der F-16 EDA möchte Vietnam die selben Bedingungen, wie sie bereits Indonesien erhalten hatte. 

-nt-


01.06.2016

Iran: Indische Nutzung des Hafens Tschahbahar

Bei seinem Besuch in Teheran hat der indische Premierminister weitreichende Abkommen mit der iranischen Führung abgeschlossen. Das wichtigste Abkommen ist der Ausbau und die Benützung des iranischen Hafens von Tschahbahar. Mit Tschahbahar verfügt Indien über eine Verbindung zu Afghanistan und Europa, ohne pakistanisches Territorium betreten zu müssen. Indien will nachhaltig in den Hafen von Tschahbahar investieren. Tschahbahar soll auch für Afghanistan genutzt werden.

Die Abkommen mit dem Iran und Afghanistan sollen ein Gegengewicht zu der Achse China - Pakistan bilden.

-nt-


01.06.2016

Indien: Indische Hubschrauber für Afghanistan

Bei einem Treffen in Teheran  zwischen dem indischen Premierminister Mohdi und dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani, erklärte Indien seine Bereitschaft eine größere Anzahl an Hubschraubern nach Afghanistan zu liefern. Die afghanische Delegation erklärte die angespannte Sicherheitslage und den Fall einiger Provinzen mit dem Umstand, dass die internationale Gemeinschaft Afghanistan die falschen Waffen überlassen hätte. So konnten eingeschlossene Truppen nicht ausreichend unterstützt werden. Für einen erfolgreichen Kampf gegen Aufständische benötige Afghanistan Transporthubschrauber, Kampfhubschrauber, Transportflugzeug und Kampfflugzeuge, verlautete die afghanische Delegation.

-nt-


01.06.2016

China: Chinesisch - Russische Zusammenarbeit

Am 24. Mai 2016 fand in Peking die 18. Runde der strategischen Konsultationen zwischen China und Russland statt. Die chinesische Delegation wurden von Admiral Sun Jianguo (Vizevorsitzender der Zentralen Militärkommission), die russische Delegation von Generalleutnant Sergej Rudskoy (stellvertretender Generalstabschef und Chef der Operationsabteilung) angeführt.

Beide Seiten erörterten die internationale Sicherheitslage und die geopolitische Situation der Welt. Die Delegationen zeigten sich mit der pragmatischen Kooperation auf militärischer Ebene und der ausgezeichneten Zusammenarbeit zufrieden. Weitere gemeinsame Manöver und eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit wurden vereinbart.

-nt-


01.06.2016

China: Landungsmanöver der chinesischen Marine

Bereits seit zwei Wochen werden an der chinesischen Südküste zwei große Landungsmanöver der chinesischen Volksbefreiungsarmee (VBA) durchgeführt. Im Zuge derselben erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, China würde alles unternehmen, um chinesische Interessen nachhaltig zu verteidigen.

Diese Nachricht betrifft vornehmlich Taiwan, wo die Manöver einen möglichen Abschreckungseffekt herbeiführen könnten, und die USA, die immer wieder gefährliche Begegnungen mit der chinesischen Marine hatten. “Die Einheiten der VBA, die auf solche reagieren würden, führten ihre Arbeit nach internationalen Maßstäben durch.”

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01.06.2016

China: Seelenlose Fabriken

Foxconn, der größte Computerhersteller, der für Computerfirmen, wie beispielsweise Apple oder Samsung die Endmontage übernimmt, hat angekündigt, in der nächsten Zeit 60 000 Arbeiter entlassen zu wollen. Sie sollen von Robotern ersetzt werden.

In der Fertigung werden künftig in Bereichen, wo es gegenwärtig noch keinen Sinn macht, Roboter einzusetzen, nur mehr  50 000 Menschen Arbeit haben. Die ersten Fabriken, in denen Roboter in lichtlosen Fertigungshallen rund um die Uhr Computer zusammensetzen, haben ihre Testläufe bestanden. Nun werden weitere Fabriken folgen. Experten gehen davon aus, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren 47 Prozent “niedriger Arbeiten” an Roboter verloren gehen. Die Arbeitswelt bietet zunehmend nur mehr Verwendung für höher ausgebildete Menschen.

-nt-


01.06.2016

China: Staatsempfang für indischen Präsidenten

Mit großer Herzlichkeit wurde der indische Staatspräsident Pranab Mukherjee am 26. Mai 2016 in Peking von Staatpräsidenten Xi begrüßt. Präsident Mukherjee ist der erste indische Präsident, der China besucht. Mit einer großen Wirtschaftsdelegation wirbt er für große chinesische Investitionen in Indien.

Indien benötigt riesige Investitionen in seine Infrastruktur, während China von Indien in den Bereichen Informationstechnologie und Pharmazie profitieren könnte. In einer Reihe grosser Verantstaltungen und in den Medien wird heftig um chinesische Wirtschaftskraft geworben. Beide Seiten sehen sich, trotz einiger Gegensätze, als Herz von Asien, das nur durch Zusammenarbeit schlagen kann.

-nt-