Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

01.06.2016

China: Staatsempfang für indischen Präsidenten

Mit großer Herzlichkeit wurde der indische Staatspräsident Pranab Mukherjee am 26. Mai 2016 in Peking von Staatpräsidenten Xi begrüßt. Präsident Mukherjee ist der erste indische Präsident, der China besucht. Mit einer großen Wirtschaftsdelegation wirbt er für große chinesische Investitionen in Indien.

Indien benötigt riesige Investitionen in seine Infrastruktur, während China von Indien in den Bereichen Informationstechnologie und Pharmazie profitieren könnte. In einer Reihe grosser Verantstaltungen und in den Medien wird heftig um chinesische Wirtschaftskraft geworben. Beide Seiten sehen sich, trotz einiger Gegensätze, als Herz von Asien, das nur durch Zusammenarbeit schlagen kann.

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27.05.2016

Thailand/Russland/Japan: Waffenlieferungen und Friedensvertrag

Der russische Premierminister Dmitri Medwedew und der thailändische Premierminister Prayut Chan-o-cha unterzeichneten am 18. Mai 2016 in Moskau mehrere Abkommen über den Handel mit Lebensmittel, Energie und Waffen. Thailand plant den Ankauf von russischen Hubschraubern. Weitere Beschaffungen für Waffen und Ausrüstung für die thailändische Luftwaffe und das Heer sollen in den nächsten Monaten verhandelt werden.

Das Treffen der beiden Premierminister fand im Vorfeld zu dem großen Russland/Asien-Treffen in Sotschi statt. Im Zuge dieses Treffens will der japanische Premierminister Shinz? Abe auch mit Präsident Wladimir Putin über die Möglichkeiten eines Friedensvertrags und die Rückgabe der Kurilen-Inseln sprechen.

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26.05.2016

Indien: Mega-Atomflugzeugträger

Die Planungen für den ersten in Indien gebauten Atomflugzeugträger mit Namen INS Vishal (dt. „enorm“) sind in der Endphase angekommen. Technische Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Die USA haben es abgelehnt, Indien beim nuklearen Antrieb zu unterstützen.

Die Bauzeit des Trägers wird insgesamt zehn bis zwölf Jahre betragen, und der Träger wird eine Verdrängung von 65 000 Tonnen haben. Durch den zweiten Atomflugzeugträger der Marine will Indien seinen Führungsanspruch im indischen Ozean nachhaltig sichern.

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25.05.2016

China/Pakistan: Vertiefte Zusammenarbeit

Am 18. Mai 2016 empfing der chinesische Generalstabschef, Fang Fenghui, den Generalstabschef der pakistanischen Armee, General Raheel Sharif, zu Gesprächen in Beijing. Neben einer eingehenden Erörterung der Sicherheitslage wurde eine Reihe von Maßnahmen zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit beider Armeen vereinbart.

Beide Seiten hielten fest, dass die Kooperation zwischen China und Pakistan sich in der Zwischenzeit zu einer konstanten Beziehung in allen Lagen entwickelt hat. Die Errichtung des Wirtschaftskorridors zwischen China und Pakistan und die neue Seidenstraße bedürfen größter Anstrengung, damit die Wirtschaft sich entwickeln könne, so die Generalstabschefs. General Sharif wurde im Zuge seines Besuches auch von den höchsten Vertretern der Regierung Chinas empfangen. Indien beobachtet diesen Besuch des pakistanischen Generalstabschefs in China mit gemischten Gefühlen.

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24.05.2016

Sri Lanka: Suche nach Kampfflugzeugen

Sri Lanka überlegt die Beschaffung von chinesischen JF-17-Kampfflugzeugen. Über die Anzahl wurde bis dato keine Erklärung abgegeben.

Indische Experten vermuten, dass Pakistan seine ungeliebten JF-17 loswerden will. Indien hat dagegen großes Interesse Kampfflugzeuge seiner eigenen Produktion an Sri Lanka zu verkaufen.

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13.05.2016

Indien: Raketensystem zu langsam

Die indische Armee überlegt die Beschaffung von ausländischen Quick Reaction Boden-Luftraketen. Bei Truppenversuchen stellte sich heraus, dass die neuen indischen Kurzstrecken-Luftabwehrraketen des Typs „Akash“ nicht die Erwartungen erfüllen. Das „Akash“-Raketensystem ist einerseits zu aufwendig und andererseits nicht reaktionsschnell genug, um ein Gefechtsfeld ausreichend gegen Angriffe aus der Luft zu schützen.

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12.05.2016

Philippinen: Flugzeugleihe

Japan will den Philippinen fünf TC-90 Trainingsflugzeuge zur Schulung von Piloten und Mechanikern leihen. Die TC-90 kann mit einer Reichweite von 1 900 km auch als Aufklärer verwendet werden. Die Verteidigungsminister beider Länder haben sich telefonisch auf dieses Abkommen geeinigt.

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TC-90 der japanischen Selbstverteidigungskräfte


09.05.2016

Südkorea: Neuausrichtung der Streitkräfte

Der südkoreanische Verteidigungsminister Han Min-koo kündigte eine Neuausrichtung der nationalen Verteidigung an.

In der Bevölkerung hatte sich über die letzten Monate durch die ständigen Bedrohungen von Nordkorea Unruhe breit gemacht. Diese hatte das Gefühl, dass die südkoreanischen Streitkräfte zwar auf einen Landkrieg ausgerichtet sind, aber gegen die atomare Bedrohung und die Raketen Nordkoreas unzureichend vorbereitet ist.

Die Streitkräfte wollen entsprechend nachrüsten und auch die Möglichkeit für eine asymetrische Kriegsführung schaffen.

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05.05.2016

China: Fetziges Rekrutierungsvideo der Volksbefreiungsarmee

Die Chinesische Volksbefreiungsarmee hat ein Rekrutierungsvideo im Hip Hop-Style produziert und ins Internet gestellt. Mit diesem Video sollen speziell gut ausgebildete Jugendliche für den Dienst in den Streitkräften angeprochen werden.

Gezeigt werden neben der Ausbildung, die modernsten Waffensysteme der Streitkräfte. Der Text ist für europäische Ohren stellenweise etwas ungewohnt, für chinesische Verhältnisse zurückhaltend, aber durch seine Effekte sehr wirkungsvoll.

Der chinesische Soldat wird als moderner Superkämpfer dargestellt. Die Chinesische Volksbefreiungsarmee versteht sich im Gegensatz zu westlichen Armeen zuerst als Kampftruppe, die jederzeit in den Einsatz geht, wenn es befohlen wird.

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Zum Rekrutierungsvideo

Neuester Werbefilm der Chinesischen Volksbefreiungsarmee


02.05.2016

China: Umbau der Offiziersausbildung

Im Zuge der tiefgreifenden Reformen bei den Streitkräften der Chinesischen Volksbefreiungsarmee kommt es zu umfassenden Reformen der Offiziersausbildung und bei der Rekrutierung des Offiziersnachwuchses. Die Anforderungen an Offiziere einer reformierten, modernen Armee haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Gefordert sind Führungskräfte, die die Komplexität moderner Technologien verstehen, dynamische Führungsqualitäten haben, um mit den Anforderungen des Kampfes der verbundenen Waffen zurechtkommen.

Gegenwärtig bekommen die Streitkräfte nicht genügend Offiziere, die das können. Deshalb wurde von der Zentralen Militärkommission das Ausbildungssystem für Offiziere reformiert.

Seit 2016 wird die Anzahl der Neuaufnahmen für Offiziersanwärter drastisch reduziert. Durch die Verkleinerung der Chinesischen Volksbefreiungsarmee um 300 000 Soldaten werden auch weniger Offiziere benötigt. Bei Infanterie und Artillerie werden 24 Prozent weniger Offiziersanwärter ihre Ausbildung beginnen als 2015. Bei Logistik und Führungsunterstützung beträgt die Reduktion 45 Prozent. Bei der Luftwaffe, Raketenwaffe und Marine werden allerdings
14 Prozent mehr Offiziersanwärter ihre Ausbildung beginnen.

Den größten Bedarf an Offiziersnachwuchs, der gedeckt werden muss, ist bei den Weltraum-, Radar- und Drohnenverbänden. Dort werden
16 Prozent mehr Bewerber aufgenommen.

Neben einer Neuordnung der Ausbildung an den Militärakademien wird auch das Auswahlverfahren reformiert. Es kann nun von unabhängigen Offizieren und den Eltern der Bewerber beobachten werden. Ein hoher Offizier meinte, dass China die modernsten Waffensysteme entwickeln würde, die teilweise führend in der Welt seien, es jedoch gegenwärtig an ausreichend Soldaten, die diese bedienen und einsetzen können, mangle.

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