Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

18.10.2018

Südkorea: Beschaffung von Abfangraketen

Die südkoreanische Armee beschafft seegestützte Abfangraketen vom Typ SM-3.

Diese sollen zum Schutz vor ballistischen Raketen aus Nordkorea auf Einheiten der südkoreanischen Marine stationiert werden. Die SM-3 wird Teil des KAMD-Systems (Korea Air and Missile Defense) werden. Dieses System ist auf die Abwehr von niedrigfliegenden ballistischen Raketen ausgerichtet. Noch tiefer fliegende Raketen werden von „Patriot“-Raketen abgewehrt.

Die Raytheon SM-3 ist Teil der Raketenabwehrsystems AEGIS. Sie wird derzeit von der U.S. Navy und den Seekräften Japans verwendet. Das System kann ballistische Raketen auf einer Höhe von 150 bis 500 Kilometern abfangen.

-red-


17.10.2018

Großbritannien: Aufrüstung für „Challenger 2“-Kampfpanzer

Die britischen Streitkräfte wollen ihre Kampfpanzer vom Typ „Challenger 2“ modernisieren.

Großbritannien hat sich gegen eine Neuentwicklung entschieden und will stattdessen die Nutzungsdauer der ab 1994 eingeführten Kampfpanzer „Challenger 2“ mit dem „Life Extension Project“ bis 2035 verlängern. Ein erster Prototyp mit dem Namen „Black Knight“ wird nun erprobt. Die Nutzungsverlängerung trifft auf ganz Europa zu, da das zukünftige MGCS (Main Ground Combat System) ab circa 2035 zur Verfügung stehen soll. Davor wird es wahrscheinlich keine nationalen Eigenentwicklungen geben.

Dieser hat bessere Nachtsichtgeräte und eine schnellere Zielerkennung und -bekämpfung. Außerdem verfügt er über ein aktives Schutzsystem, das Anti-Panzer-Raketen im Anflug abschießen kann sowie über ein regeneratives Bremssystem im Turm, das den Energieverbrauch und den Verschleiß der Lagerung reduziert. Die Hauptbewaffnung, eine gezogene 120-mm-Kanone, und der Antrieb werden vermutlich nicht ausgetauscht. Die britischen Streitkräfte verfügen derzeit über 400 „Challenger 2“.

-red-


15.10.2018

China: Neue Einsatzgrundlagen und -verfahren bei Luftwaffe

Bei der chinesischen Luftwaffe ergaben sich im täglichen Dienst- und Einsatzbetrieb seit dem Umsetzen der Reformen bei der Volksbefreiungsarmee tiefgreifende Veränderungen.

Bis zu diesem Zeitpunkt flogen die Kampfpiloten nach einem genau festgelegten Szenario und wurden in allen Details vom Jägerleitoffizier vom Boden aus geführt. Nach neuen Erkenntnissen durch Beobachtungen von ausländischen Luftwaffen und eigenen Manövern, wo man die freien Kräfte spielen ließ (quasi ohne „Drehbuch“), wurden die Einsatzgrundsätze und -verfahren komplett überholt.

Die Kampfpiloten werden nun ähnlich wie ihre westlichen Kollegen eingesetzt und haben Selbstverantwortung bei ihren Einsätzen. Die Luftkämpfe spielen sich dabei unter realen Bedingungen ab, die alles von den Piloten fordern. Es gibt keine Höhen- und Tiefenbeschränkungen oder Manöverbeschränkungen mehr.

Dabei kommen die Piloten oft schwer unter Druck, da sie im Gegensatz zu ihren westlichen Kollegen nur über eine G-Hose verfügen. G-Anzüge, wie in westlichen Luftwaffen üblich, sind in China noch unbekannt. Es ist zu erwarten, dass die Piloten bald für den extremen Luftkampf besser ausgerüstet werden. Beim täglichen Training werden nun auch regelmäßig extreme Tiefflüge trainiert.

-nt-


12.10.2018

China: Weltgrößtes Amphibienflugzeug in Erprobung

Am 1. Oktober 2018 führte das neue Amphibienflugzeug Avic AG600 seine ersten Flugversuche mit hoher Geschwindigkeit auf dem Wasser durch.

Die AG600 wird nach Indienststellung das größte amphibische Flugzeug der Welt sein. Es kann bis zu zwölf Stunden fliegen und soll für militärische Aufgaben sowie Rettungs- und Löscheinsätze verwendet werden. Zur Brandbekämpfung kann es zwölf Tonnen Wasser innerhalb von 20 Sekunden abwerfen. Die AG600 ist mit vier Turboprop-Triebwerken ausgestattet, hat eine Spannweite von 38,8 m und eine maximale Startmasse von 53.500 kg. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 560 km/h.

-nt-


11.10.2018

Bulgarien: Neue Kampfjets für fast 1 Mrd. Euro

Das NATO-Mitglied Bulgarien plant seine veralteten russischen Kampfflugzeuge durch neue (westliche) zu ersetzen.

Bulgariens Budget hierfür beträgt 900 Millionen Euro. Auf einen genauen Flugzeugtyp hat sich das Land noch nicht festgelegt. Zum „Favoritenkreis“ zählen amerikanische F-16- und F-18-Kampfjets sowie der schwedische „Gripen“. Zusätzlich hat Italien gebrauchte Eurofighter angeboten. Bulgarien ist seit 2004 Mitglied der NATO. Der ehemalige Ostblockstaat will seine Streitkräfte in naher Zukunft mit neuer Militärtechnik ausstatten. Derzeit verwendet das Land noch viele Waffensysteme sowjetischer Bauart.

-red-


10.10.2018

USA: Sechs Zerstörer für Navy

Die U.S. Navy hat am 27. September 2018 die Werftengruppe Huntington Ingalls Industries mit dem Bau von sechs Zerstörern der „Arleigh Burke“-Klasse beauftragt.

Die Beschaffung hat einen Wert von 4,57 Milliarden Euro. In den vergangenen 30 Jahren hat die Werftengruppe bereits 30 Lenkraketenzerstörer dieser Klasse gebaut und ausgeliefert. Die US-Streitkräfte verfügen derzeit über 65 Stück der „Arleigh Burke“-Klasse. Sie ist damit eine der meistgebauten Schiffsklassen der U.S. Navy seit Ende des Zweiten Weltkrieges.

Die Zerstörer sind die ersten Kriegsschiffe, bei denen die Tarnkappentechnik in der Entwicklung eine entscheidende Rolle spielte. Ihre Hauptaufgabe beim Einsatz in Trägerkampfgruppen ist die Flugabwehr. Sie können aber auch Landziele bekämpfen.

-red-


09.10.2018

Ukraine: Neue gepanzerte Fahrzeuge

Die ukrainische Armee erhält 16 neue Kampfpanzer und fünf Schützenpanzer.

Der Staatskonzern „Ukroboronprom“ hat 16 Stück T-80- und T-64BV-Kampfpanzer im Panzerwerk Charkow modernisiert und der Truppe übergeben. Außerdem werden die ukrainischen Streitkräfte fünf neue BTR-4 Schützenpanzer bekommen.

Der BTR-4 ist allradgetrieben, amphibisch und stammt vollständig aus ukrainischer Entwicklung und Produktion. Je nach verbautem Modul ist die Bewaffnung unterschiedlich: Der Schützenpanzer kann mit Maschinenkanonen (Kaliber 2 bis 3 cm), Maschinengranatwerfern (30 mm), einem Maschinengewehr (7,62 mm) und Panzerabwehrraketen (9K113 „Konkurs“ oder „Barijer“) ausgestattet werden.

-red-


08.10.2018

Korea: Räumung von Landminen an der Grenze

Weitere militärische Entspannung auf der koreanischen Halbinsel: Nord- und Südkorea haben mit der Räumung von Landminen in der Pufferzone zwischen den beiden Ländern begonnen.

Innerhalb von 20 Tagen sollen sämtliche Minen in der sogenannten Gemeinsamen Sicherheitszone im Grenzort Panmunjom beseitigt werden, gab das südkoreanische Verteidigungsministerium am 1. Oktober 2018 bekannt. Angeblich habe Nordkorea auch bereits mit der Räumung begonnen, eine Bestätigung ihrerseits fehlt aber noch.

-red-


05.10.2018

Indien: 1.000 neue Motoren für Kampfpanzer

Das indische Verteidigungsministerium genehmigte am 26. September 2018 die Beschaffung von 1.000 neuen Motoren für die Kampfpanzer vom Typ T72M1 „Ajeya“.

Die Mehrzahl der Motoren soll in heimischen Betrieben gebaut werden, der Rest importiert. Die neuen Motoren kosten rund 270 Millionen Euro und sollen die Mobilität und Beschleunigung der T-72-Kampfpanzer steigern. Der Großteil der Panzertruppe der indischen Armee besteht aus 1.800 T-72M1 „Ajeyas“, die zwischen 1982 und 1986 importiert wurden.

Rund 1.500 „Ajeyas“ sollen mit neuen Motoren, Feuerleitsystemen, Reaktivpanzerungen, Branderkennungs- und Löschsystemen sowie neue Kommunikations- und Navigationssysteme ausgestattet werden. Dieses Kampfwertsteigerungsprogramm läuft unter der Bezeichnung „Projekt Rhino“.

-red-


05.10.2018

Großbritannien: F-35 landen erstmals auf neuem Flugzeugträger

Zum ersten Mal landeten F-35B-Kampfjets auf dem neuen britischen Flugzeugträger HMS „Queen Elizabeth“. Das Schiff wird momentan an der US-Ostküste erprobt.

Erstmals seit acht Jahren verfügt die Royal Navy wieder über trägergestützte Flugzeuge bzw. einem operationsfähigen Flugzeugträger. 2010 sind die letzten Hawker Siddeley „Harrier“-Kampfjets von der HMS „Ark Royal“ abgehoben. Dieser Flugzeugträger wurde 2011 außer Dienst gestellt.

In der elfwöchigen Erprobung der „Queen Elizabeth“ sollen mehr als 500 Starts und Landungen stattfinden. Ab 2021 soll der Flugzeugträger einsatzbereit sein. Er kann bis zu 60 Kampfflugzeuge aufnehmen und ist das größte je gebaute Schiff der Royal Navy.

-red-