Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

27.09.2019

Russland: Übung „Tsentr 2019“

Am 16. September 2019 startete das internationale Manöver „Tsentr 2019“ im Gebiet von Donguz bei Orenburg (Russland) mit einer großen Parade.

An der Übung nehmen Truppen aus Russland, China, Kasachstan, Pakistan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Indien teil. Die Truppenkontingente bestehen aus Bodentruppen, Kommandotruppen und Luftwaffeneinheiten. Das Manöver wird in gemeinsamer Stabsarbeit von Russland und China durchgeführt.

In der ersten Phase der Übung wird die Feindlage erfasst, EloKa-Einheiten und die Luftwaffe führen die Aufklärung durch. Kommandotruppen werden zur Bodenaufklärung und für Störangriffe eingesetzt. Mit den gesammelten Informationen formuliert der Stab die Angriffsabsichten und setzt diese auf dem Befehlsweg an die Kampfverbände um. Als Manöverausgangslage wird angenommen, dass der Gegner den Erstschlag mit Luftwaffenverbänden durchführt. In der zweiten Phase werden die eigenen Kräfte nach massiven Feuerschlägen zu dreidimensionalen Gegenangriffen eingesetzt, um den Feind zu schlagen.

Insgesamt 130.000 Soldaten, 20.000 Fahrzeuge, 600 Flugzeuge und 15 Schiffe nehmen an der Übung teil. Das chinesische Kontingent umfasst 1.600 Soldaten, 300 Fahrzeuge sowie 30 Flugzeuge und Hubschrauber. Russland beteiligt sich mit 126.000 Soldaten, 250 Panzern und 450 Schützenpanzern, sowie 200 Artillerie- und Luftabwehrwaffen am Manöver.

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27.09.2019

Saudi Arabien: Neue Details zum Terrorangriff

Nach Erkenntnissen der indischen Aufklärung wurden am 14. September 2019 bei dem erfolgreichen Angriff der Huthi-Rebellen auf die Ölanlagen von Abqaiq and Churais zehn Drohnen vom Typ „Qasef“ 1 verwendet.

„Qasef“ 1 ähnelt der iranischen „Ababil“ 2/T-Drohne und wird seit 2016 von den Huthi-Rebellen zu Aufklärungs- und Angriffszwecken verwendet.

Die Drohne besitzt eine V-Schwanzflosse und verfügt über einen leistungsfähigen Motor. „Qasef“ 1 kann bis zu 18 kg schwere Sprengladungen transportieren. Die Drohne wird entweder von einem Piloten ferngesteuert oder fliegt Ziele automatisch mit einer vorherigen Programmierung an.

Die indischen Geheimdienste gehen davon aus, dass es in Zukunft vermehrt zu Drohnenangriffen durch Terroristen kommen wird und raten der indischen Regierung dringend, die Drohnenabwehr auf den neuesten Stand zu bringen.

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26.09.2019

Indien: Modernisierung von Zerstörerflotte

Das indische Verteidigungsministerium hat einen Vertrag mit dem russischen Rüstungskonzern Rosoboronexport zur Luftabwehr-Modernisierung von „Delhi“-Klasse-Zerstörern der Marine unterzeichnet.

Die drei Schiffe INS „Delhi“, INS „Mysore“ und INS „Mumbai“ erhalten im Zuge ihrer Generalüberholung ein neues Luftabwehrradar und Luftabwehrraketensystem.

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25.09.2019

Indien: Neue Panzerabwehrrakete entwickelt

Indien hat eine Infanterie-Panzerabwehrrakete erfolgreich getestet, die im eigenen Land entwickelt und hergestellt wurde.

Der Flugkörper hat eine Reichweite von 2,5 km und einen HEAT-Gefechtskopf (hochexplosives Hohlladungsgeschoss zur Panzerabwehr). Sollten die Truppenversuche erfolgreich abgeschlossen werden, ist die Einführung der neuen, selbst zielsuchenden Raketen ab 2021 bei der Truppe geplant.

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23.09.2019

Indien: Neues Sturmgewehr

Nach schlechten Erfahrungen mit dem indischen Infanteriesturmgewehr INSAS hat die indische Armee beschlossen stattdessen wieder auf ein russisches Sturmgewehr zurückzugreifen.

Die Rüstungsunternehmen Indian Ordnance Factory Board, Rosoboronexport und Kalaschnikow werden in Indien gemeinsam das Sturmgewehr AK-203 produzieren. Die Type entstand aus dem russischen AK-200 und ist eine Variation des AK-74M, der Standardwaffe der russischen Infanterie. Das AK-203 hat eine 7,62x39-mm-Patrone. Je nach Einsatz und Gebrauch können verschiedene Zieleinrichtungen auf dem Sturmgewehr angebracht werden. Insgesamt sollen 750.000 AK-203 für die indischen Streitkräfte produziert werden. Neben der Kalaschnikow werden zusätzlich mehrere zehntausend Stück der Selbstladewaffe SIG-716 und des Sturmgewehres CAR816 bei der indischen Armee eingeführt.

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21.09.2019

China: Modernster Zerstörer auf Mission

Die 33. Eskortflotte der chinesischen Streitkräfte, die sich derzeit auf dem Weg in den Golf von Aden befindet, besteht aus dem Zerstörer CNS „Xining“ der 052D-Klasse, der 054A-Fregatte CNS „Weifang“ und dem Versorgungsschiff CNS „Hoh Xil Hu“.

Die Schiffe sind Teil der Nordseeflotte der Heeresgruppe Nord. An Bord befinden sich insgesamt 600 Matrosen inklusive Kommandosoldaten. Mit der CNS „Xining“ nimmt erstmals die modernste Klasse der chinesischen Zerstörer an einem internationalen Einsatz teil.

Schiffe der 052D-Klasse haben eine Verdrängung von 6.300 Tonnen und sind mit einer 130-mm-Kanone, 64 HQ-9-Flugabwehrraketen sowie YJ-18- und YJ-19-Marschflugkörpern bewaffnet.

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20.09.2019

Indien: Nuklearbedrohung durch Pakistan

Die indische Aufklärung geht davon aus, dass Pakistan im Falle einer Eskalation des Konfliktes mit Indien taktische Atomwaffen einsetzen wird, um die Überlegenheit der indischen Armee auszugleichen.

Nach Plänen der pakistanischen Armee sollen dabei taktische Kernwaffen mit einer Reichweite von 20 bis 60 Kilometern sowie einem Zerstörungsradius von drei bis fünf Kilometern zum Einsatz kommen. Pakistan will auf diese bereits in der Anfangsphase eines Konfliktes mit Indien zurückgreifen. Die Anwendung taktischer Atombomben erfolgt z. B. durch Artilleriegeschosse, Raketen oder Minen.

Sollte Pakistan Nuklearwaffen einsetzen, wird Indien nicht zögern, selbst mit Atomwaffen zu antworten, so der Generalstab der indischen Armee.

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19.09.2019

Thailand: Neues Landungsboot

Am 9. September 2019 unterzeichneten die thailändische Marine und die China Shipbuilding Industry Corporation (CSIC) einen Vertrag über die Beschaffung eines Docklandungschiffes der Klasse 071E.

Schiffe dieser Type haben eine Verdrängung von 20.000 Tonnen, Platz für 600 bis 800 Landungstruppen und verfügen über zwei Hubschrauberlandeplätze. Es können insgesamt vier Luftkissenlandungsfahrzeuge vom Typ 726, zwei Landungsboote und vier große Hubschrauber an Bord stationiert werden.

Die Kosten für das Schiff werden mit etwa 200 Millionen US-Dollar (etwa 180 Millionen Euro) beziffert, die Bauzeit wird drei Jahre betragen.

Bei der Klasse 071E handelt es sich um die Exportversion der Type 071, die bei der chinesischen Marine in Dienst steht.

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18.09.2019

China: Landemanöver vor Taiwan

Am 17. August 2019 führte die 74. Armeegruppe ein großes Landemanöver an der Küste von Guangdong unweit von Taiwan durch.

Gemeinsam mit der chinesischen Luftwaffe wurde eine Anlandung im verbundenen Kampf trainiert. Die Luftstreitkräfte bereiteten die Landung mit massiven Luftschlägen vor, während Minensucheinheiten der Marine die Landezone räumten. Nach dem Brechen des Hauptwiderstandes und der Einrichtung von geräumten Landeplätzen wurden die einzelnen Kräfte schnellstmöglich angelandet. Die anschließende Ausschaltung gegnerischer Flugplätze, Kommunikations- und Befehlszentren erfolgte mit gezielten Raketenschlägen.

Nach einer ersten Analyse zeigte sich die chinesische Armeeführung mit den Erkenntnissen und dem Verlauf der Übung zufrieden. Nach Angaben des Militärs hätte der Kampf der verbundenen Waffen große Fortschritte gemacht. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Streitkräfte funktioniere nun einwandfrei und sei perfekt aufeinander abgestimmt.

Dabei habe sich besonders das Realtime-Datasystem, mit dem sämtliche teilnehmenden Streitkräfte ausgestattet sind, bewährt, weil damit Aufklärungsergebnisse schneller erhalten und weitergeleitet werden können. Dadurch verfügte die Führung stets über ein aktuelles Lagebild.

Laut einem Sprecher des chinesischen Militärs sei die Übung als ernste Warnung an die Demonstranten in Taiwan sowie an Politiker sämtlicher Länder, die sich in die Angelegenheiten Chinas einmischen, zu verstehen.

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16.09.2019

China: Entwicklung von Jagddrohne

Die China Aerospace Science und Industry Corporation hat eine Jagddrohne entwickelt.

Der Hexacopter (Drohne mit sechs Rotoren) ist für die Jagd auf kleine Copterdrohnen vorgesehen. Im Gefecht nähert sich das Fluggerät einer feindlichen Copterdrohne an und bringt sie anschließend mit einem 16m²-Netz zum Absturz. Die Zielsteuerung erfolgt mit einem Radar oder mit der Zieleinrichtung einer Fliegerfaust.

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