Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

13.12.2018

Indien: Flugzeugträger ab 2020 in Erprobung

Indiens erster eigenproduzierter Flugzeugträger, die INS „Vikrant“, soll ab 2020 Werftprobefahrten unternehmen.

Derzeit wird der Flugzeugträger in der Werft von Cochin, Indiens größter Werftanlage, fertiggestellt. Der Bau der „Vikrant“, die ursprünglich bereits Ende 2018 in den Dienst gestellt werden sollte, begann 2009. Das Schiff hat eine Verdrängung von 40.000 BRT und eine Besatzung von 1.500 Mann. Es ist mit dem STOBAR-System („Short Take Off But Arrested Recovery“) ausgerüstet. Trägerflugzeuge starten mithilfe einer Sprungschanze und werden beim Landen durch Rückhalteseile gebremst. Auf dem Schiff sollen in Zukunft Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29K/HAL Tejas sowie Hubschrauber vom Typ Sea King/HAL Dhruv stationiert werden.

-nt-


12.12.2018

Neuseeland: Armee erklärt Klimawandel zum Feind

Die neuseeländische Armee erklärte den Klimawandel zu einem ihrer „ärgsten Gegner“.

Grund dafür dürften die Folgen der globalen Erwärmung auf das Land sein, die zu zusätzlichen Einsätzen und beanspruchten Kapazitäten der Streitkräfte durch Wetterextreme führen könnten. So lautet die Beurteilung des neuseeländischen Verteidigungsministers. Die Armee wird deshalb vermutlich statt traditionellen Militäreinsätze mehr humanitäre Hilfseinsätze auf benachbarten Pazifikinseln leisten müssen.

Der Klimawandel hat heute bereits negative Auswirkungen auf Neuseeland und seine Nachbarländer. Der Pazifikstaat will nun konkret reagieren und Investitionen an die neue Lage anpassen. Es wird vermutet, dass Neuseeland damit auch „Soft Power“, also Ansehen bei den Nachbarstaaten, gewinnen will. Ein Konkurrent im Pazifik ist China, das einen Expansionskurs betreibt, was zu Spannungen zwischen beiden Nationen führen könnte.

-red-

Weiterführende Informationen:

Neuseelands Armee sieht Klimawandel als Feind (Artikel/dw.com)


11.12.2018

Nordkorea/Südkorea: Taktische Straße und Eisenbahnverbindung

Nordkorea und Südkorea deeskalieren und rüsten weiter ab. Aus diesem Grund soll eine „taktische Straße“ zur Übergabe von Überresten und Ausrüstung gefallener Soldaten aus dem Koreakrieg angelegt werden.

Pioniere beider Seiten haben deshalb damit begonnen einen drei Kilometer langen Weg in der demilitarisierten Zone im Gebiet von Cheorwon anzulegen. Außerdem untersuchen sie die Möglichkeit der Wiederherstellung einer Eisenbahnverbindung. Zu diesem Zweck wurde eine Ausnahme von den UN-Sanktionen erwirkt, damit rollendes Material und Treibstoff zu Testzwecken von Südkorea nach Nordkorea geliefert werden können. Weiters soll die Modernisierung des nordkoreanischen Eisenbahnnetzes mit südkoreanischer Hilfe durchgeführt werden. Zu diesem Zweck wird ein südkoreanischer Testzug, bestehend aus einer Diesellokomotive und sechs Waggons, 18 Tage lang das Schienennetz von Nordkorea befahren.

-nt-


10.12.2018

Estland: Neue Sturmgewehre

Die estnische Armee erhält insgesamt 16.000 neue Sturmgewehre vom amerikanischen Waffenhersteller Lewis Machine & Tool.

Die vollautomatischen Sturmgewehre werden das Kaliber 5,56 und 7,62 mm haben, die genauen Modelle sind noch unbekannt. Die Armee erhält die Waffen, die circa 22 Millionen Euro kosten werden, zwischen 2019 und 2021. Derzeit nutzt das baltische Land Sturmgewehre vom Typ IMI „Galil“ und AK4 (lizensierte G3-Version). Der Rüstungskonzern Lewis Machine & Tool hat unter anderem bereits die britische Armee mit dem halbautomatischen Gewehr L129A1 „Sharpshooter“ ausgerüstet.

-red-


08.12.2018

USA: Tausende neue Mehrzweckfahrzeuge

Die amerikanischen Streitkräfte beschaffen insgesamt 6.107 geschützte Mehrzweckfahrzeuge, sogenannte Joint Light Tactical Vehicle, der Firma Oshkosh.

Das Beschaffungsvorhaben wurde im November 2018 beschlossen und hat einen Wert von ca. 1,5 Milliarden Euro. Die Joint Light Tactical Vehicle (JLTV) sollen in Zukunft die meisten derzeit verwendeten „Humvee“ ersetzen. Vier Ausführungen des Fahrzeuges werden gekauft: eine Mehrzweckvariante, ein schwerer Waffenträger, eine Nahkampfvariante und eine leichte Geländevariante („Utility“). Die gegen Minen und Hinterhalt geschützten Fahrzeuge haben, ähnlich wie der „Humvee“, zwei bis vier Mann Besatzung (plus ein Bordschütze). Zur Bewaffnung zählen Maschinengranatwerfer, schwere Maschinengewehre und Panzerabwehrlenkwaffen. Auch europäische Länder, wie etwa Litauen, nutzen Fahrzeuge von Oshkosh.

-red-

Weiterführende Informationen:

Litauen: Geschützte Mehrzweckfahrzeuge für Streitkräfte 

Fahrzeugportrait: Up gunning Stryker and Oshkosh JLTV (englisch) 


07.12.2018

Deutschland: Ersatz für UH-1D „Huey“

Der Mehrzweckhubschrauber Bell UH-1D „Huey“ wird nach über 50 Jahren Einsatz bei der Deutschen Bundeswehr durch den Airbus H145M ersetzt.

Die Bundeswehr erhielt ihren ersten „Huey“ 1966. Insgesamt unterhielten die deutschen Streitkräfte eine Flotte von 352 Stück. Mit dem leichten Mehrzweckhubschrauber werden unterschiedliche Aufgaben, wie etwa Such- und Rettungsflüge, Ausbildung und Transport, durchgeführt. Ab 2020 wird der Hubschrauber durch den H145M von Airbus Helicopters ersetzt. Die Hubschrauberflotte wird um etwa 156 Millionen Euro modernisiert.

Der „Huey“ ist vielen aus dem Vietnamkrieg, wo er zum ersten Mal eingesetzt wurde, bekannt. In den vergangenen 60 Jahren hat der Hubschrauberhersteller Bell Helicopters über 16.000 Stück des leichten Mehrzweckhubschraubers produziert.

-red-


07.12.2018

Japan: 100 zusätzliche F-35

Die japanische Regierung überlegt 100 weitere F-35-Kampfflugzeuge von den USA um insgesamt 7,75 Milliarden Euro zu beschaffen.

Japan hat 2011 bereits 42 Stück des „Fifth Generation Fighter Jet“ der Vereinigten Staaten um etwa acht Milliarden Euro erworben, die seit 2016 kontinuierlich ausgeliefert werden. Mit 100 weiteren Flugzeugen würde Japan der größte Nutzer der F-35 nach den USA sein. Außerdem überlegt der Inselstaat seinen Hubschrauberträger „Izumo“ aufzurüsten, um den Transport und Start von Kampfflugzeugen zu ermöglichen. Hierzu müsste unter anderem das Flugdeck hitzebeständig gemacht werden.

-nt- 


06.12.2018

Serbien: Lieferung von Mehrzweckhubschraubern

Die serbische Luftwaffe bekommt im Dezember 2018 die ersten Mehrzweckhubschrauber vom Typ Airbus H145M.

Bei einem Besuch der Airbus-Werke in Donauwörth (Deutschland) hat der serbische Verteidigungsminister Aleksandar Vulin im November 2018 die ersten zwei Mehrzweckhubschrauber in Empfang genommen. Im Dezember 2018 sollen sie an Serbien geliefert werden. Insgesamt hat das Balkanland neun H145M gekauft, vier davon mit dem „HForce“-Waffensystem. Dieses erlaubt eine kostengünstige, individuelle Bewaffnung der Hubschrauber, etwa mit Kanonen- und Raketenbehältern.

Die serbischen Hubschrauber sollen unter anderem mit einem Fast-Roping-System, Hochleistungskameras, Feuerunterstützungssystemen, ballistischem Schutz sowie einem elektronischen Gegenschutzmaßnahmensystem ausgestattet werden. Der Airbus H145M kann für eine Reihe von Einsatzarten verwendet werden, wie etwa den Truppentransport, Überwachung, bewaffnete Aufklärung und medizinisch begleitete Evakuierung.  

-red-


05.12.2018

Slowakei: Kauf von F-16-Kampfflugzeugen

Am 30. November 2018 hat die slowakische Regierung einen Kaufvertrag über 14 amerikanische F-16-Kampfflugzeuge abgeschlossen.

Die Beschaffung kostet ungefähr 1,6 Milliarden Euro. Damit hat sich die Slowakei gegen schwedische Saab JAS-39 „Gripen“-Kampfflugzeuge entschieden. Als Grund wurde der Preis genannt. Die F-16-Jets sollen bis Ende 2023 die russischen MiG-29 ersetzen. Die Slowakei ist seit 2004 bei der NATO, die Armee nutzt jedoch noch viel veraltetes, aus der Zeit der Sowjetunion stammendes, Gerät. In den vergangenen Jahren hat die Slowakei das größte Aufrüstungsprogramm seit der Unabhängigkeit des Landes (1993) gestartet. So werden derzeit unter anderem Panzerhaubitzen, gepanzerte Transportfahrzeuge, Hubschrauber und Transportflugzeuge beschafft.

-red-


05.12.2018

Slowenien: Neue tragbare Panzerabwehrwaffen

Die slowenischen Streitkräfte kaufen reaktive Panzerbüchsen vom Typ „Carl Gustaf“ M4, die zwischen 2018 und 2020 ausgeliefert werden sollen.

Slowenien ist das neunte Land, dass die M4-Version der Panzerabwehrwaffe nutzt. Seit 2014 verkauft der schwedische Hersteller Saab diese neue Ausführung der Waffe. Sie zeichnet sich durch niedriges Gewicht (unter sieben Kilogramm), der kurzen Länge (unter einen Meter) und der damit bedingten hohen Mobilität beim Tragen aus. Außerdem ist die Munition von früheren Ausführungen der Waffe mit der neuen Version kompatibel.

Beim Österreichischen Bundesheer ist das „Carl Gustaf“ unter der Bezeichnung „8,4-cm-PAR 66/79“ in Verwendung. Zum Vergleich: Die österreichische Ausführung wiegt circa 16 Kilogramm ohne Zubehör. Kleine Truppenteile des Bundesheeres, unter anderem das Jägerbataillon 25 und das Jagdkommando, verwenden auch die M3-Version, die lediglich elf Kilogramm wiegt.

-red-