Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

25.11.2019

Thailand: Neue Drohnenstaffel

Die thailändische Luftwaffe verfügt seit 14. November 2019 über eine eigene Drohnenstaffel.

Diese besteht aus insgesamt 14 generalüberholten F5 TH-Jets sowie 17 U1-Drohnen, die von der Luftwaffe selbst entwickelt wurden. Die autonomen Flugobjekte befinden sich auf dem Luftstützpunkt Dong Muang und verfügen über eine Reichweite von 100 km bei einer Einsatzdauer von acht Stunden.

Zusätzlich wurden die thailändischen F-15-Kampfflugzeuge modernisiert. Sie erhielten neue elektronische und elektrische Geräte sowie eine Zieleinrichtung für Raketen mit hoher Reichweite. Die Luftwaffe plant außerdem ihre „Alpha“-Jets, die derzeit als Schulflugzeuge und leichte Jagdbomber eingesetzt werden, zu Mehrzweckkampfflugzeugen umzubauen.

-nt-


23.11.2019

Indien: Atomwaffen-Aufstockung

Mehreren Medienberichten zufolge soll die Zahl atomarer Gefechtsköpfe in Indien auf über 140 Stück gestiegen sein.

Einer strikten Sicherheitspolitik folgend plant das Land sein Atomarsenal in nächster Zeit mit weiteren 60 Sprengköpfen aufstocken. In den vergangenen Jahren häufte Indien radioaktives Plutonium für die Produktion von bis zu 200 atomaren Gefechtsköpfen an.

Militärexperten gehen davon aus, dass die derzeit noch in Einführung befindlichen 36 „Rafale“-Kampfflugzeuge hauptsächlich als Transportmittel für die neuen Atomsprengköpfe beschafft wurden. Indische Atomwaffen werden nicht nur mittels Raketen, sondern auch durch Jagdbomber der Luftwaffe transportiert, die mittlerweile jedoch veraltet sind.

-nt-


22.11.2019

Syrien: Störangriffe auf GPS-Signal

Seit Juni 2019 wird das GPS-Signal über Syrien durch russische EloKa-Einheiten großflächig gestört bzw. manipuliert.

Dabei kommen vor allem sogenannte „Spoofing"(Signalmanipulation)- und „Jamming“ (Signalstörung)-Attacken zum Einsatz, die aufgrund ihrer Stärke nicht nur Syrien, sondern auch weite Teile des Nahen Ostens betreffen. Diese haben vor allem Auswirkungen auf den Betrieb von Kampfflugzeugen oder Drohnen, da die Flugnavigation durch die Signalausfälle stark behindert wird. Auch der gesamte Flugverkehr in Israel ist kollateral von den Störungen betroffen. Militärexperten vermuten, dass russische EloKa-Verbände derzeit im Iran stationiert sind um einem möglichen militärischen Angriff der USA vor Ort entgegenzuwirken.

-nt-

Ausführliche Informationen zu "Jamming" und "Spoofing": GNSS und Navigation Warfare


21.11.2019

Indien: Vorbereitungen für Weltraummission

Die indische Luftwaffe entsendete sieben Piloten zur Astronautenausbildung nach Russland.

Erfolgt alles nach Plan, soll bereits im Dezember 2021 die erste indische Weltraummission durchgeführt werden. Dafür wird derzeit an einer eigenen indischen Rakete und einer Weltraumkapsel gearbeitet.

-nt-


20.11.2019

China: Neue Kampfanzüge

Sämtliche Streitkräfte des chinesischen Militärs sollen künftig einheitliche Kampfanzüge erhalten.

Die neuen Kampfuniformen, die auf dem derzeitigen Typ 07 basieren, wurden erstmals bei der Parade am 1. Oktober 2019 der Öffentlichkeit präsentiert. Die Uniformen werden in den Varianten „Gemischtes Waldterrain“, „Graslandschaft“, „Dschungel“, „Wüste“ und „Stadt“ ausgegeben. Durch die verschiedenen, nach modernsten Forschungserkenntnissen entwickelten Tarnmuster, sollen die Soldaten in Zukunft besser mit ihrem jeweiligen Einsatzgebiet verschmelzen. Die Tarnuniformen entstehen im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren mit digitalen Farbmustern und bestehen aus einer Vielzahl kleiner Farbpunkte, die wie winzige Sterne aussehen und eine dynamische Tarnung generieren. Durch die spezielle Herstellung ändert sich das Muster der Uniform aus verschiedenen Blickwinkeln und Distanzen. Jeder chinesische Soldat soll mit einem kompletten Uniformset ausgestattet werden.

Die Uniform lässt sich durch moderne Verschlüsse schnell anziehen und wechseln. Helme, Handschuhe, Kampfweste und Schuhe passen zu den jeweiligen Uniformeinsatzgebieten. Namensschilder, Rangabzeichen und Abzeichen sind abnehmbar und werden nur im Garnisonsdienst getragen. Durch den hohen Kragen kann Wasser und Staub abgehalten werden. In den Kampfbefehlen wird in Zukunft auch die entsprechende Adjustierung vermerkt sein. Die Uniformen sollen künftig im In- und Ausland getragen werden. Durch die Standardisierung des Kampfanzuges wird der Logistikaufwand erheblich gesenkt.

-nt-


18.11.2019

Indien: Drohneneinsatz an Grenze

In den vergangenen Wochen begannen indische Truppen an der Grenze zu Bangladesch damit Drohnen zur Überwachung des schwer zugänglichen Grenzgebietes einzusetzen.

Die aus Israel beschafften Drohnen sind mit Tag- und Nachtkameras sowie modernen Sensoren ausgerüstet. Die Überwachungsflüge der Drohnen finden in einer Höhe von 150 Metern statt. Die Grenztruppen versprechen sich durch den Drohneneinsatz eine wesentliche Erleichterung im Kampf gegen Schmuggler. Besonders Rinder werden von Bangladesch illegal nach Indien geschafft.

-nt-


16.11.2019

Südkorea: Rekrutierungsprobleme

Aufgrund starker Geburtenrückgänge in den vergangenen Jahren sind die südkoreanischen Streitkräfte mittlerweile nicht mehr in der Lage die jährlichen Rekrutierungskontingente zu erfüllen.

Im Jahr 2016 umfasste das Rekrutierungspotential insgesamt 360.000 junge Männer, 2025 wird die Zahl auf 225.000 und bis 2038 auf 161.000 Mann sinken. Dadurch muss das südkoreanische Militär seine Mannschaftsstärke in den nächsten zwei Jahren um 80.000 Soldaten auf 500.000 Mann reduzieren.

Dem Rekrutierungsrückgang versucht die Armee nun durch die Erhöhung des Frauenanteiles entgegenzuwirken. Außerdem untersucht das Militär Möglichkeiten um eingebürgerte Personen künftig zum Dienst zu verpflichten. Zusätzlich ist ein verstärkter Einsatz von Elektronik, künstlicher Intelligenz und Drohnen bei den Truppen geplant.

-nt-


15.11.2019

Indonesien: F-16-Ankauf geplant

Am 28. Oktober 2019 gab der indonesische Luftmarschall Yuyu Sutisna bei einer Pressekonferenz bekannt, dass im Januar 2020 ein Ankauf neuer F-16 „Block 72“-Jets für zwei Fliegerstaffeln geplant sei.

Über die genaue Anzahl der Flugzeuge die beschafft werden sollen wurden bislang keine Angaben gemacht. Aus Regierungskreisen war jedoch zu hören, dass Indonesien bereits 7,7 Milliarden US-Dollar (7 Milliarden Euro) für den Ankauf bereitgestellt habe. Gleichzeitig will Indonesien an der Beschaffung von elf russischen Su-35-Mehrzweckkampfflugzeugen festhalten. Die indonesische Luftwaffe besitzt derzeit 31 F-16-Jets.

-nt-


13.11.2019

Japan: F-15-Modernisierung

Das U.S. State Department hat dem Wunsch des japanischen Militärs nach einer Modernisierung seiner F-15J-Kampfflugzeugflotte zugestimmt.

Die Kosten für die Generalüberholung werden etwa 4,5 Milliarden US-Dollar (etwa 4 Milliarden Euro) betragen. Die F-15J sollen dabei mit einem APG-82-Multimode-Radar ausgestattet werden, das derzeit bei F-15E-Jets der U.S. Air Force eingesetzt wird. Zusätzlich werden 116 Honeywell-Computersysteme und 101 elektronische Kriegssysteme vom Typ BAE Systems sowie „Anti-Spoofing“-GPS-Ausrüstungen beschafft. Die neue Bewaffnung besteht wahlweise aus Luft-Boden-Marschflugkörpern vom Typ AGM-158 oder der Langstreckenvariante AGM-158 JASSM.

Das Modernisierungsprogramm betrifft insgesamt 98 von 200 japanischen F-15J-Kampfflugzeugen. Sie stammen aus den 1980er-Jahren und wurden bereits mehrmals modernisiert. Bis dato hatten die japanischen F-15J keine Luft-Boden-Angriffsmöglichkeiten und kamen somit nur beim Luftkampf zum Einsatz.

-nt-


09.11.2019

China: Neues Sturmgewehr

Das chinesische Militär führt ein neues Sturmgewehr ein, das die seit 25 Jahren eingesetzten QBZ-95-Gewehre ablösen soll.

Die Neuanschaffung trägt bislang noch keine offizielle Typenbezeichnung. Laut Militärexperten verfügt das neue Sturmgewehr über eine hohe Verlässlichkeit, eine einfache Handhabung, hohe Zielgenauigkeit und einem geringen Rückstoß. Mit seiner modernen elektronischen Zieloptik ist es dem Schützen damit zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter möglich sein Ziel zu erfassen. Das Gewehr wurde bereits erfolgreich in unterschiedlichen Vegetationen und Klimabereichen getestet.

Die Waffe hat das Kaliber 5,8 x 42 mm und einen etwa 35 cm langen Lauf, der für Scharfschützen und Spezialkräfte zusätzlich verlängert werden kann. Das Sturmgewehr lässt sich semi- oder vollautomatisch schießen und verfügt über eine Feuergeschwindigkeit von bis zu 750 Schuss pro Minute. Die Einsatzreichweite beträgt 300 Meter, in der Scharfschützenversion bis zu 400 Meter.

-nt-