Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

05.07.2019

China: Entwicklung eines Drohnen-Transportflugverfahrens

Die National Defense University der chinesischen Armee und die China Aerospace Science and Technology Corporation sind derzeit mit der Entwicklung eines Verfahrens für unbemannte militärische Transportflüge in Kampfzonen beschäftigt.

Mit einer „Yunshuji“-5, der chinesischen Version der „Antonow“-2, wurden, im Rahmen eines Tests, ferngesteuerte sowie vollautomatische Versorgungsflüge in Kampfzonen durchgeführt. Dabei konnten insgesamt 500 Kilogramm Versorgungsgüter über eine Distanz von 500 Kilometer in ein vorab bestimmtes Zielgebiet eingeflogen und per Fallschirm abgeworfen werden.

Die Abteilung für Logistik der Zentralen Militärkommission fordert schon seit langem eine Möglichkeit um Nachschub in Kampfzonen zu befördern, ohne dabei Leben zu riskieren.

-nt-


04.07.2019

Indien: Beschaffung russischer S-400 nicht gestoppt

Indien wird von der geplanten Beschaffung russischer S-400 Luftabwehrraketen nicht abrücken und zugleich auch nicht auf künftige Waffenkäufe sowie sonstige Handelsbeziehungen mit Russland verzichten.

Dies betonten der indische Premier- und Außenminister während des Besuches ihres amerikanischen Amtskollegen in Indien. Das Land werde auch in Zukunft ausschließlich im Sinne seiner nationalen und historischen Interessen handeln.

Die Bezahlung der bestellten S-400-Raketen wird Indien vermutlich in Euro abwickeln, um etwaige amerikanische Sanktionen zu vermeiden.

-red-


03.07.2019

China: Kampfflugzeugverlegung in Südchinesische See

Die Heeresgruppe Süd hat insgesamt vier Kampfflugzeuge vom Typ J-10 in die Südchinesische See auf die Insel Yongxing verlegt.

In Folge immer wieder auftretender Zwischenfälle und Provokationen im vor Ort stattfindenden Territorialstreit will die chinesische Militärführung nun ausreichend Kräfte in die Region verlegen.

Militärexperten vermuten, dass es sich dabei lediglich um eine Vorhut handelt. In nächster Zukunft müsse damit gerechnet werden, dass mindestens eine ganze Staffel von J-10-Jets zum Stützpunkt auf Yongxing verlegt werden würde.

-nt-


02.07.2019

Indien: Rascher Ankauf neuer Raketen nach Luftkämpfen mit Pakistan

Nach umfangreichen Analysen der Luftkämpfe vom 26. Februar 2019 mit Pakistan entschied die indische Militärführung umgehend zusätzliche Luft-Luft-Raketen zu beschaffen.

Insgesamt werden 300 russische Kurzstreckenraketen vom Typ R-77 sowie 400 Mittelstreckenraketen vom Typ R-77 bestellt.

Ergebnisse der Analyse zeigten, dass die pakistanische Luftwaffe ihre amerikanischen AIM-120-Flugkörper selbst bei großen Distanzen erfolgreich einsetzen konnte.

Über den eigentlichen Ablauf des Luftkampfes vom 26. Februar hält sich die indische Luftwaffe weiterhin bedeckt. Unbestritten dürfte jedoch sein, dass das indische Radar die pakistanische Angriffsformation, bestehend aus acht F-16, vier „Mirage“-3 sowie vier JF-17, erst zehn Kilometer vor der Waffenstillstandslinie entdeckte. Ein Teil der Angriffsformation drang auf indisches Territorium vor, wo dieser anschließend von vier SU-30, zwei Mirage-2000 und zwei MiG-21 der indischen Luftwaffe abgefangen wurde. Bei dem sich entwickelnden Luftkampf schossen die pakistanischen Flugzeuge aus großer Entfernung, während die indischen Flugzeuge auf Nahkampfdistanz kommen wollten.

Die Anzahl der abgeschossenen Jets bleibt weiterhin unklar. Bislang wurde lediglich der Abschuss einer indischen MiG-21, bei dem der Pilot in pakistanische Gefangenschaft geriet, bestätigt.

Beobachter gehen aufgrund der schnellen Analyse- und Beschaffungsreaktion Indiens davon aus, dass die indische Luftwaffe bei den Kämpfen nicht erfolgreich und unterlegen war.

-nt-


01.07.2019

Indien: Militär stellt drei Integrated Battle Groups an Grenze auf

Nach umfangreichen Übungen mit Integrated Battle Groups (IBG) wird Indien insgesamt drei IBG entlang den Grenzen zu Pakistan und China aufstellen.

Bis November 2019 sollen zwei IBG im Gebiet von Jammu, Punjab und Rajasthan, entlang der Grenze zu Pakistan aufgestellt werden. Ab Jahresende wird zusätzlich eine gebirgstaugliche IBG in Pannagarh (Westbengalen) an der Grenze zu China stationiert.

IBG werden um T-90 Panzereinheiten gebildet und bestehen aus Infanterie-, Artillerie-, Luftabwehr-, Pionier-, Fernmelde- und Kampfhubschraubereinheiten. Sie sind schnell beweglich, können tief in gegnerisches Gebiet vordringen und reagieren durch ihre Zusammenstellung rasch auf unterschiedliche Situationen. Eine IBG verfügt über eine Mannschaftsstärke von 5.000 Soldaten und operiert als „Türöffner” für klassische Divisionen oder Korps. Im Einsatzfall muss sie schnell verfügbar sein und selbstständig arbeiten können. Hauptaufgabe einer Integrated Battle Group ist es, schnell durch die feindlichen Linien durchzubrechen und den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen.

-nt-


01.07.2019

China: Mögliche Einführung neuer VTOL-Jets

In der chinesischen Marine wird neben der Aufstellung von Flugzeugträgerkampfgruppen über die Einführung neuer VTOL-Kampfflugzeuge (Senkrechtstarter) zur schnellen Unterstützung von amphibischen Kampfgruppen und für eine flexible Verteidigung von Inseln nachgedacht.

Das Militär untersucht nun, ob Jets der Type J-31 zu VTOL-Kampfflugzeugen umgebaut werden können oder eine komplette Neuentwicklung gestartet werden muss.

Derzeit wird für die Marine ein modernes amphibisches Landungsschiff der Klasse 075, die mit der WASP- und America-Klasse vergleichbar ist, entwickelt.

-nt-


28.06.2019

China: Neues Kommandofahrzeug

Der Hersteller Xiaolong Auto entwickelte speziell für die Luftlandetruppen des chinesischen Militärs sowie für den Export ein neues Kommandofahrzeug.

XLW 2040I erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 135 km/h, kann Gräben bis zu einer Breite von 75 Zentimeter überwinden und Steigungen bis zu 45 Grad bewältigen. Das Fahrzeug ermöglicht eine Bestückung mit verschiedenen Waffen, wie beispielsweise einem 25mm Zwillingsgeschütz, einem 35mm Granatwerfer oder einer Antitankrakete. Mit dem Zwillingsgeschütz oder mit einer Antiluftrakete lassen sich damit auch Flugziele bekämpfen.

Das Auto hat seinen ersten Truppenversuch bei den Luftlandetruppen bereits erfolgreich absolviert. Dabei wurden auch Anlandungen per Fallschirm getestet.

Demnächst soll das Kommandofahrzeug XLW 2040I bei der Truppe eingeführt werden.

Für den Export ist besonders der Nahe Osten und Afrika vorgesehen.

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28.06.2019

China: Außenministerium dementiert Lasereinsatz gegen US-Piloten

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lu Kang wies am 17. Juni 2019 bei einer Pressekonferenz mehrere US-Medienberichte zurück, wonach China versuche den Luftraum über seiner Versorgungsbasis in Dschibuti für fremde Flugzeuge mittels Laserlicht zu schließen.

Amerikanische Militärpiloten hatten gemeldet, dass sie durch Laserstrahlen aus der chinesischen Versorgungsbasis geblendet wurden.

Der Sprecher dementierte die Behauptungen und betonte, China würde sich prinzipiell an Gesetze des Gastlandes und an internationales Recht halten.

-nt-


27.06.2019

Japan: „Talisman“-Manöver in Australien

Am 17. Juni 2019 trafen der japanische Hubschrauberträger JNS „Ise“ sowie das amphibische Landungsschiff JNS „Kunisaki“ in Brisbane (Australien) zum diesjährigen „Talisman“-Manöver ein.

An der gemeinsamen Übung nahm, neben australischen Seestreitkräften und der US-Marine, erstmals die neu aufgestellte japanische Marineinfanteriebrigade, zusammen mit einer Hubschrauberbrigade teil.

Es handelt sich dabei um die bisher größte japanische Beteiligung am „Talisman“-Manöver. Bisher war Japan lediglich mit 40 bis 50 Soldaten vertreten.

Die JNS „Kunisaki“ verfügt über Platz für insgesamt 330 Marineinfanteristen.

Heuer werden insgesamt 25.000 Soldaten aus Australien, den USA und Japan an der Übung teilnehmen.

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27.06.2019

Indien: USA wollen Kauf von S-400-Raketen verhindern

Die Vereinigten Staaten versuchen, mit wirtschaftlichem und politischem Druck, die indische Regierung dazu zu bewegen, von ihrem geplanten Kauf russischer S-400-Raketen abzurücken.

Bei einem Verzicht auf die Raketen bieten die USA Indien F-35-Kampfflugzeuge an.

Dieses Angebot wird derzeit von indischen Medien und Luftwaffenoffizieren intensiv diskutiert. Außer Frage steht, dass Indien seine veralteten MiG-21 und MiG-27 künftig ersetzen muss. Das Land hat jedoch mit amerikanischen Waffen wenig bis keine Erfahrung und Experten fürchten eine mögliche Abhängigkeit von den USA. Aber auch die schlechten Einsatzerfahrungen der amerikanischen Streitkräfte sowie die schwierige Ersatzteilbeschaffung der F-35 werden kritisch gesehen. Aufgrund immer wieder auftretender Fehler im Betrieb lassen sich derzeit lediglich 52 Prozent der Einsätze ohne Abbruch fliegen. Außerdem sind die indischen Luftwaffenoffiziere der Ansicht, dass die F-35 mit einer Maximalgeschwindigkeit von Mach 1,6 nicht schnell genug wäre und zusätzlich wenig Beweglichkeit im Luftkampf aufweisen würde.

-nt-