Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

15.05.2019

Ghana: Humanitarian Assistance Course 2019

Von 5. bis 10. Mai 2019 fanden am Kofi Annan International Peace Keeping Training Center (KAIPTC) in Ghana Workshops im Rahmen des Humanitarian Assistance Course für Westafrika statt.

Diese Fortbildung wird seit über fünf Jahren als Gemeinschaftsprojekt der österreichischen Entwicklungshilfe, dem Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung und dem BMLV angeboten. Dabei werden Militärs, Polizisten und Zivilpersonen im Bereich der humanitären Hilfe geschult und ausgebildet.

In der dritten Schulungsphase wurde der Fokus des Kurses noch mehr als bisher auf die Praxis gelegt. Zusätzlich konnte die „Train of Trainers“-Ausbildung in diesem Jahr wieder neu angeboten werden. Heuer fanden erstmals auch eigene „Mentoring“-Schulungen statt. Diese hatten das Ziel, die Teilnehmer dabei zu unterstützen das Erlernte im eigenen Land anzuwenden. Damit kann das vermittelte Wissen in die betroffenen Regionen transportiert und eine professionelle humanitäre Hilfe vor Ort auf- oder ausgebaut werden.

-red-


15.05.2019

China: US-Zerstörer bei den Spratly-Inseln

Am 6. Mai 2019 wurden die beiden US-Zerstörer USS „Preble“ und USS „Chung Hoon“ innerhalb der 12-Meilen-Zone der Spratly-Inseln, im Gebiet des Nancun- und Chigua-Riffs, von der chinesischen Marine gesichtet und zum sofortigen Verlassen des Seegebietes aufgefordert.

Die U.S. Navy hat verstärkte Patrouillen in der Region angeordnet. China sieht dies als erneute Provokation der Amerikaner und protestierte in Folge dagegen. Die USA würden damit eine Politik führen, die zur Störung der Stabilität in der Region beitrage.

Zu den Spatry-Inseln zählen über 100 Riffe, Atolle und kleine Inseln im Südchinesischen Meer. Die Region stellt einen hohen politischen Unsicherheitsfaktor für Südostasien dar, denn China, Taiwan und Vietnam erheben jeweils für sich Anspruch auf die gesamte Inselgruppe.

-nt-


14.05.2019

Lybien: „Mirage F1“ abgeschossen

Am 7. Mai 2019 schossen Streitkräfte von General Haftar eine „Mirage F1“ in Al Hira, etwa 70 Kilometer südlich von Tripolis, ab.

Der 28-jährige Pilot wurde dabei gefangen genommen. Im Verhör gab der Mann an Portugiese und Zivilist zu sein. Da die portugiesische Luftwaffe keine „Mirage F1" besitzt und nicht in Lybien operiert, gehen Beobachter davon aus, dass es sich bei dem Mann um einen Söldner handelt. Es wird vermutet, dass er den Auftrag hatte, Nachschubwege der Haftar-Armee zu bombardieren.

Die Kräfte General Haftars kämpfen derzeit immer noch in den Vororten von Tripolis und konnten bis dato nicht in das Zentrum der Stadt vorrücken.

-nt-


14.05.2019

China: Marinemanöver mit Thailand

In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2019 wurde das thailändisch-chinesische Marinemanöver „Blue Commando 2019“ mit einer Nachtgefechtsübung beendet.

Ausgangspunkt der am 5. Mai gestarteten Aktion war der Militärhafen von Zhanjiang in der Provinz Guangdong.

Am Manöver nahmen auf Seiten Chinas folgende Schiffe teil: Das Landungsdockschiff CNS „Wushistan“, die Fregatten CNS „Yueyang“ und CNS „Guangyuan“ sowie ein unbenanntes U-Boot. Die thailändische Marine schickte die Fregatten HTMS „Naresuan“ und HTMS „Bangpakong“.

Die Übungsannahme stellte ein Feindgefecht bei Nacht dar. Am 7. Mai 2019 um 20:00 Uhr lokaler Zeit wurde von Schiffen der königlichen thailändischen Marine und der Chinesischen Volksbefreiungsarmee ein Feindkontakt festgestellt. Daraufhin bezogen die Besatzungen Gefechtsbereitschaft, um den Gegner abzuwehren und den Verband zu verteidigen. Die Übungsleitung schickte dabei Signale aus, die einen intensiven Feindkontakt mit wechselnden Bedrohungsszenarien simulierte. Der Übungsabschnitt dauerte zehn Stunden, bei dem der alliierte Verband auf unterschiedliche Gefährdungen mit Formationsänderungen reagieren musste.

Am 8. Mai wurde die Übung „Blue Commando 2019” beendet.

-nt-


13.05.2019

Nordkorea: Taktisches Raketenschießen

Am 4. Mai 2019 führte die nordkoreanische Armee, unter Aufsicht von Oberbefehlshaber Kim Jong-un, an der Ostküste des Landes ein taktisches Raketenschießen durch.

Anhand der veröffentlichten Bildern ist zu erkennen, dass dabei Raketen des Typs „Iskander“ verwendet wurden.

Der Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums bezeichnete die Aktion als „Routineübung“. Die Volksrepublik Korea behalte sich das Recht vor, wie auch Südkorea und die USA, für seine Verteidigung zu trainieren, so die Stellungnahme weiter.

-nt-


13.05.2019

USA: Laserwaffentest zur Raketenabwehr

Am 23. April 2019 führte die U.S. Air Force in New Mexico einen Test des neuen Laserabwehrsystems „Shield“ (Self-Protect High Energy Laser Demonstrator) durch.

Bei der Erprobung konnte „Shield“ mehrere Raketen erfolgreich abfangen. Das von Lockheed-Martin entwickelte System könnte die Abwehr von Luft-Luft- sowie Boden-Luft-Raketen revolutionieren. Es ermöglicht Ziele mit Lichtgeschwindigkeit und ohne zeitintensives Nachladen zu treffen.

Die Entwicklung des Laserabwehrsystems wird jedoch noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die Waffe ist derzeit eine meterhohe, tonnenschwere Kuppel, die vom Hersteller künftig deutlich verkleinert werden muss. Ein weiteres Problem ist außerdem die hohe Störanfälligkeit des Gerätes bei Schlechtwetter.

-red-


11.05.2019

China: Hitzeresistentes Material für Hyperschallraketen

Chinesische Wissenschaftler haben ein neues, hitzeresistentes Material für Flugkörper im Hyperschallbereich (Mach 5 bis Mach 20) entwickelt.

Die Legierung besteht aus Keramik und hochschmelzenden, widerstandsfähigen Refraktärmetallen. Die Mischung kann mehrere Stunden lang Temperaturen über 3.000 °C standhalten ohne zu schmelzen oder seine Form zu verändern.

Bisherige Materialien, die aus Refraktärmetallen und Verbundwerkstoffen bestehen, verlieren ihre Stabilität schon ab 1.500 °C.

Das neue Material wurde bereits 2012 entwickelt und wird zurzeit praktisch getestet.

Die leitende Forscherin, Professor Fang Jinglian von der Central South University in Hunan, sagte, dass mit der Entwicklung dieses Materiales nicht nur das Stabilitätsproblem von Hyperschallflugkörpern gelöst wurde. Auch für Raumfahrt, Maschinentechnik, Atomreaktoren und Luftfahrt bedeute die neue Legierung einen großen Fortschritt.

Experten vermuten, dass das neue Material schon bei Testflügen der chinesischen Hyperschallflugzeuge „Xingkong-2“ im Jahr 2018 und „Jiageng-1“ am 23. April 2019 zum Einsatz kam.

-nt-


10.05.2019

Pakistan: Ankauf von neuem Luftabwehrsystem

In Folge der Erfahrungen bei Luftkämpfen im Gebiet von Balakot hat sich der pakistanische Generalstab für die Beschaffung des Luftabwehrsystems „Pantsir“ entschieden.

Die russische Entwicklung soll den pakistanischen Streitkräften künftig eine bessere taktische Luftabwehr ermöglichen, um noch massiver auf einen eventuellen Angriff Indiens reagieren zu können.

Ausführliche Verhandlungen bezüglich der Kaufdetails mit Russland beginnen demnächst.

-nt-


09.05.2019

China: Bau von eigenem Flugzeugträger

Auf Satellitenbildern vom 17. April 2019 ist bereits der Rumpf und der Bug von Chinas erstem selbstentworfenen Flugzeugträger zu erkennen.

Der Bug von „Typ 002“ verfügt über eine eigene Startrampe und ist 30 Meter breit. Insgesamt wird das Schiff kleiner als US-Flugzeugträger werden, die eine Verdrängung von zirka 100.000 Tonnen haben.

Die chinesische Eigenentwicklung wird, entgegen der bisherigen Träger russischen Vorbilds, mehr als 25 Jets transportieren können. Darauf lässt die Bugform des Schiffes schließen, das mit einem Katapult ausgestattet werden dürfte. Dieses soll zusätzlichen Platz für Flugzeuge, Waffen und Treibstoff freigeben.

Ob das Katapult mittels Dampf oder elektromagnetischer Energie betrieben wird und ob der Antrieb des „Typ 002“ nuklear erfolgt, bleibt indes unklar.

-red-


09.05.2019

Indien: Neue U-Boot-Jagdschiffe für Marine

Die indische Marine beschafft 16 Stück der Flachwasser-U-Boot-Jagdschiffe (ASW-SWC) von Garden Reach Shipbuilders & Engineers Limited (GRSE) in Cochin.

Am 29. April 2019 wurde der entsprechende Vertrag unterzeichnet. Innerhalb der nächsten 42 Monate soll das erste Schiff an die Marine ausgeliefert werden. Ab diesem Zeitpunkt sollen pro Monat zwei Einheiten hergestellt werden. Nach fast sieben Jahren sollen dann alle Schiffe fertiggestellt worden sein.

Die U-Boot-Jagdschiffe werden künftig im Küstenbereich Indiens und in der Arabischen See zum Einsatz kommen.

-nt-