Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

07.10.2019

China: Amphibisches Angriffsschiff

Am 24. September 2019 wurde in der „Hudong-Zhonghua“-Werft in Shanghai das erste amphibische Angriffsschiff der Klasse 075 vom Stapel gelassen.

Das Schiff hat eine Verdrängung von 40.000 Tonnen und eine Länge von 250 Metern. Es bietet Platz für insgesamt 30 Hubschrauber.

In den nächsten Monaten wird die Type 075 fertig ausgerüstet. Danach beginnen erste Funktionstests im Hafen und anschließend die Testfahrten auf hoher See.

Mit der Klasse 075 wird bei der chinesischen Marine ein komplett neuer Schiffstyp eingeführt.

-nt-


05.10.2019

Indien/Saudi Arabien: US-Luftabwehrsystem funktionierte nicht

Nach Analysen der indischen Aufklärung funktionierte das US-amerikanische Luftabwehrsystem „Patriot“ PAC-2 beim Terrorangriff auf saudische Ölraffinerien nicht ausreichend.

Zwar konnten anfliegende Objekte festgestellt, jedoch nicht abgeschossen werden. Zwischen dem Erfassen der Drohnen und einer Feuereröffnung fehlte dem System die Zeit, um zu reagieren. Hinzu kam, dass auch das Lagebild für einen Feuerbefehl unklar war.

Mit seiner kurzen Reichweite und seiner langen Reaktionszeit scheint das „Patriot“-Luftabwehrsystem bei einfachen Drohnenangriffen überfordert zu sein. Auch das saudische Militär und die politische Führung zweifeln zunehmend an der Verlässlichkeit des amerikanischen Systems.

-nt-


04.10.2019

Pakistan: Neue Luftwaffenstützpunkte

Die Regierung von Pakistan hat den Bau von neuen Luftwaffenbasen sowie die Renovierung von bestehenden Luftwaffenstützpunkten beschlossen.

Eine neue Luftwaffenbasis soll in Muzaffarabad in Kaschmir gebaut werden. Die Entfernung in die indische Stadt Srinagar beträgt 150 km, ins indische Jammu 235 km.

Ein weiterer Luftwaffenstützpunkt wird in Jacobabad (Provinz Sindh) gebaut. Die Basis in Mianwali soll mit neuem Radar ausgestattet werden.

-nt-


03.10.2019

Russland: Übung „Indra 2019“

Russland plant für Dezember 2019 die Entsendung von 40 Flugzeugen und Hubschraubern zum Manöver „Indra 2019“ nach Indien.

Das russische Luftwaffenkontingent soll aus 20 Transportflugzeugen, 15 Kampfflugzeugen und fünf Hubschraubern bestehen. Die russische Marine wird sich an dem Manöver mit zwei Kriegsschiffen, einem Flottentanker und drei Motorbooten beteiligen. Insgesamt will Russland 300 Soldaten entsenden.

-nt-


02.10.2019

Marokko: US-Waffenlieferung für F-16

Die marokkanische Luftwaffe wird aus den USA 8.500 Bomben und Raketen im Wert von einer Milliarde US-Dollar (etwa 900 Millionen Euro) für seine F-16-Kampfflugzeugflotte kaufen.

Die Anschaffung umfasst 5.810 MK82- und 300 MK84-4-Bomben, 2.401 TOW-2A- und 400 M220A2 TOW-Raketen, Leuchtgeschosse, Erhaltungsteile sowie zusätzliche Waffenkomponenten.

Über den Kauf von 25 F-16 C/D Block 72 einigten sich die USA und Marokko im März 2019.

-nt-


01.10.2019

China: Große Militärparade

An der heutigen 80-minütigen Parade zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China am 1. Oktober 2019 werden insgesamt 15.000 Soldaten, 580 Fahrzeuge und 160 Luftfahrzeuge teilnehmen.

Unter den gezeigten Waffen sind neben bewährten Systemen der chinesischen Armee auch eine Reihe neuer Waffen zu sehen. Einen großen Teil der Parade werden unbemannte Waffensysteme einnehmen, um die technologische Fortschritt des Militärs zu demonstrieren. Die neue Interkontinentalrakete DF-21 wird eines der Highlights der Parade darstellen.

Die teilnehmenden Soldaten wurden auf den heutigen Tag durch monatelanges Exerziertraining vorbereitet. Bei jedem Wetter musste täglich acht Stunden für die Parade trainiert werden, um präzise Marschbewegungen und eine perfekte Ausrichtung der Einheiten zu gewährleisten.

Aufgrund des harten Trainings haben die Soldaten im Durchschnitt etwa fünf Kilogramm an Körpergewicht verloren. Schuhe, Stiefel und Uniformen mussten wegen des Gewichtsverlustes bereits ausgetauscht werden.

-nt-


30.09.2019

Australien: Neue Schützenpanzer

Die Rüstungskonzerne Hanwha und Rheinmetall stehen in der Endauswahl für den Auftrag zur Lieferung eines Schützenpanzers für das australische Militär.

Hanwha bietet mit dem AS21 „Redback“ eine Weiterentwicklung des Panzers IFV K-21, der bei der südkoreanischen Armee in Dienst steht. Rheinmetall schickt den „Lynx“-Schützenpanzer ins Rennen um den Zuschlag.

Die australische Armee plant die Beschaffung von insgesamt 450 Schützenpanzern, um die veralteten M113-AS4 abzulösen. Der Wert des Auftrages wird über zehn Milliarden US-Dollar (etwa 9,4 Milliarden Euro) betragen. Die Panzer sollen in Australien gebaut werden.

Derzeit beliefert Rheinmetall das australische Militär mit 211 „Boxer“-Radpanzern, die zum Großteil in Australien gefertigt werden.

Rheinmetall und Hanwha stehen zusätzlich im Wettbewerb für die Lieferung neuer Panzerhaubitzen an Australien. Hanwha bietet hier die K9-„Thunder“ mit 155 mm, Rheinmetall die Panzerhaubitze 2000 an.

-nt-


30.09.2019

Indien: Entwicklung von „Exo-Suits“

Die indische Armee arbeitet an der Entwicklung von „Exo-Suits“ für ihre Infanteriesoldaten.

Diese „Roboteranzüge“ sollen über eine Klimafunktion verfügen, um Soldaten auch bei extremen Temperaturen in Hoch- und Wüstengebieten sowie in den Tropen einsetzen zu können.

„Exo-Suits“ eignen sich primär zur Unterstützung der Situationserkennung, zur Beschusssicherung und zur Leistungsunterstützung.

-nt-


28.09.2019

Japan: Aufbau von Weltraumeinheit

Der japanische Premierminister Abe erklärte am 17. September 2019 in einer Rede, dass Japans Luftwaffe künftig eine Weltraumeinheit aufstellen müsse.

Dieser Schritt sei notwendig, um mit den USA, Russland und China im Weltraum mithalten zu können. Die erste Mission der neuen Weltraumstreitkräfte solle die Betrachtung des Orbits und der Schutz japanischer Satelliten sein. Vorerst sei eine Grundeinheit mit 70 Soldaten geplant aus der sich dann die japanischen Weltraumstreitkräfte entwickeln sollen.

-nt-


28.09.2019

China: Absicherung gegen Drohnenangriffe

Aufgrund des erfolgreichen Drohnenangriffes auf zwei Ölraffinerien in Saudi Arabien prüfen Chinas Sicherheitsbehörden derzeit die eigene Absicherung wichtiger strategischer Ziele gegen Drohnen.

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Abwehrmöglichkeiten gegen Drohnen in China entwickelt und bei der Polizei sowie dem Militär eingeführt.

Die Abwehr von Kleinstdrohnen stellt die traditionelle Luftabwehr vor große Probleme. Dafür werden hochauflösende, mobile Radarstationen sowie eine Infrarot- und Funküberwachung benötigt. Sind anfliegende Drohnen erkannt, müssen sie durch Raketenabwehrsysteme, Scharfschützengewehre, Jagddrohnen oder Netze zum Absturz gebracht werden.

Derzeit wird in China eine Waffe, die Steuersignale angreifender Drohnen blockiert bzw. die Steuerung übernimmt, getestet. Auch Laserwaffen werden als Abfangmittel erprobt.

-nt-