Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

20.03.2019

China: Neue Versionen der Y-20

Die Chinesische Volksbefreiungsarmee wird 2019 die ersten neuen Versionen des Transportflugzeuges Y-20 präsentieren.

Voraussichtlich wird es eine Tanker- und eine AWACS-Version geben. Das gab der Chefingenieur des Transportflugzeuges in einem Gespräch am Rande des derzeit stattfindenden Volkskongresses bekannt. Bei den Triebwerken sollen die chinesischen WS-20 die russischen Triebwerke ablösen. Die Serienherstellung der Transportversion ist seit einigen Monaten im Gange und die Chinesische Volksbefreiungsarmee treibt die Ausbildungen der Besatzungen und Techniker intensiv voran.

Die Y-20 absolvierte 2013 ihren Erstflug. Das schwere Langstreckentransportflugzeug wird aufgrund seiner Form auch „dickes Mädchen“ genannt. Vier Turbofan-Triebwerke beschleunigen das Flugzeug auf bis zu 917 km/h. Die Nutzlast beträgt 66 Tonnen.

-nt-


19.03.2019

USA: Marine Corps übernimmt erstes JLTV-Fahrzeug

Das U.S. Marine Corps übernahm Ende Februar 2019 offiziell das erste Joint Light Tactical Vehicle (JLTV).

Bis 2040 wird das Marine Corps 5.500 Stück JLTV für ihren Fahrzeugpool beschaffen. Sie sollen in Zukunft die meisten der derzeit verwendeten „Humvee“ ersetzen. Die gegen Minen und Hinterhalt geschützten Fahrzeuge werden vom Unternehmen Oshkosh Defense gebaut und bieten Platz für zwei bis vier Mann Besatzung (plus ein Bordschütze). Das Fahrzeug erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 110 km/h auf der Straße. Das JLTV gibt es in vier unterschiedlichen Varianten (Utility, General Purpose, Transport, Close Combat Weapons Carrier). Zur Bewaffnung zählen Maschinengranatwerfer, schwere Maschinengewehre und Panzerabwehrlenkwaffen.

-red-


18.03.2019

USA: Erster Testflug der „Valkyrie“-Kampfdrohne

Die U. S. Air Force testete am 5. März 2019 zum ersten Mal die neue Kampfdrohne XQ-58A „Valkyrie“.

Der 76-minütige Erstflug auf dem Yuma Proving Grounds in Arizona erfüllte die Erwartungen der Air Force. Die XQ-58A zeichnet sich durch niedrige Beschaffungs- und Betriebskosten aus. Sie soll über eine Reichweite von mehr als 3.000 Kilometern verfügen. Die „Valkyrie“ kann sowohl für Überwachungs- als auch für Kampfeinsätze verwendet werden, da sie ein UCAV (unmanned combat aerial vehicle) ist und Präzisionswaffen mitführt.

Die „Valkyrie“ wurde erst vor zweieinhalb Jahren im „Low Cost Attritable Aircraft Technology“-Programm konzeptioniert. Ziel ist die schnelle und kostengünstige Entwicklung von neuen Flugzeugen. Der Preis einer Kampfdrohne wird auf 1,7 bis 2,6 Millionen Euro geschätzt.

-red-

Weiterführende Informationen:

Video vom Erstflug 


14.03.2019

Myanmar: Bau einer ukrainischen Panzerfabrik

Das staatliche ukrainische Waffenhandelsunternehmen Ukrspetexport baut eine Panzerfabrik im Zuge einer Unternehmenskooperation in Myanmar (Südostasien).

Beide Seiten unterschrieben das Joint-Venture-Agreement im März 2019. Die Ukrainer begannen bereits mit der Auslieferung von Maschinen. Der Bau der Fabrik soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein, ab dann soll die Produktion anlaufen. Es wird erwartet, dass im neuen Panzerwerk BTR-4U-Schützenpanzer und 2S1U-Panzerhaubitzen produziert werden.

-red-


13.03.2019

Russland: Toiletten für „Armata“-Panzer

„Erleichterung“ für russische Panzersoldaten: Die nächste Baureihe des russischen T-14 „Armata“-Kampfpanzers wird mit Toiletten an Bord ausgestattet.

Dadurch bleiben die Soldaten während der „Verrichtung ihres Geschäftes“ geschützt und müssen sich nicht ins Freie begeben. Im T-14 befinden sich auch Wasser- und Essensrationen, da mit dem neuen russischen Kampfpanzer längere Kampfeinsätze möglich sind. Der „Armata“ ist der neueste russische Kampfpanzer. Er verfügt über einen unbemannten Turm und drei Mann Besatzung. Die Hauptbewaffnung ist eine 125-Millimeter-Glattrohrkanone.

-red-


12.03.2019

Türkei: Waffendeal mit Russland trotz Warnungen der USA

Noch im Sommer 2019 will die Türkei das russische Boden-Luft-Raketen-System S-400 einführen - trotz Warnungen aus den USA.

Die USA kritisieren den Waffendeal. Die Türkei beschafft ein System, das mit der Ausrüstung der NATO-Verbündeten nicht kompatibel sei, heißt es seitens der Amerikaner. Die Vereinigten Staaten drohen nun sogar den geplanten Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei abzusagen. Der türkische Präsident will trotz dieser Drohung am Deal festhalten: Im Juli 2019 sollen die ersten S-400-Raketen geliefert werden. Auch ein Umstieg auf das amerikanische „Patriot“-Flugabwehrsystem ist noch möglich. Jedoch müssten hierfür die Bedingungen und der Preis passen, meinte Erdogan.

-red-


11.03.2019

Frankreich: Flugzeugträger wieder auf Einsatzfahrt

Der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ brach am Dienstag, dem 5. März 2019, zu seiner ersten Einsatzfahrt seit Dezember 2016 auf.

Die mehrmonatige Einsatzfahrt mit dem Namen „Clemenceau“ führt ins östliche Mittelmeer und ins Rote Meer, wo das Schiff eine gemeinsame Übung mit ägyptischen Einheiten absolvieren wird. Eine weitere Übung ist mit Indien im Indischen Ozean geplant. An Bord der „Charles de Gaulle“ sind 2.000 Mann, 20 „Rafale“-Kampfjets, zwei E-2C „Hawkeye“-Frühwarnflugzeuge, zwei Eurocopter „Dauphin“ sowie ein „Caiman Marine“-Mehrzweckhubschrauber stationiert.

Das Schiff wird in einer Trägergruppe, die verschiedene Fregatten, Versorgungsschiffe und U-Boote umfasst, verschiedene multinationale Übungen, unter anderem gemeinsam mit den Seestreitkräften Portugals, Dänemarks, des Vereinigten Königreichs und der USA, absolvieren. Ein Ziel ist die Stärkung der Interoperabilität zwischen den verschiedenen Marinestreitkräften. Es ist die erste Einsatzfahrt für die „Charles de Gaulle“ nach über zwei Jahren, da das Schiff in Toulon grundüberholt wurde. Bei dieser Grundüberholung leisteten die Werftarbeiter mehr als vier Millionen Arbeitsstunden.

-red-


08.03.2019

Russland: Neue Flugabwehrsysteme ab 2020

Die russische Armee will die Flugabwehrsysteme S-500 und S-350 voraussichtlich ab 2020 in den Dienst stellen. 

Eine erste Gruppe von Offizieren nahm 2019 an einem Kurs zur Gebrauchsweise des S-500-Systems teil. Außerdem erwartet die russische Armee Ende 2019 die erste Lieferung von S-350 „Witjas“-Luftabwehrsystemen. Das S-350 „Witjas“ ist ein mobiles Boden-Luft-Raketensystem mit einer Reichweite von 120 km im Radius bei einer Höhe von bis zu 30 km. Es ist zum Bekämpfen von Kampfflugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen konzipiert.

Ab 2020 sollen die ersten S-500 „Prometei“-Systeme folgen. Die Einsatzreichweite des Raketenabwehrsystems beträgt 640 km im Radius bei einer Höhe von bis zu 200 km. „Prometei“ soll im Stande sein, gleichzeitig zehn Interkontinentalraketen und deren Sprengköpfe, die sich mit Hyperschallgeschwindigkeit bewegen, zu zerstören.

-red-


06.03.2019

Mali: Chinesisches Kontingent erhöht Sicherheitsmaßnahmen

Das chinesische Kontingent des Sector East der UN-Stabilisierungsmission in Mali (MINUSMA) erhöhte in den vergangenen Wochen die Sicherheitsmaßnahmen seines Camps in Gao.

Besonders die Sicherheit am Westausgang des Camps, das für den Verkehr gesperrt war, wurde wesentlich verbessert. Der Westausgang ist in unmittelbarer Nähe der verkehrsreichen R-17-Straße, von wo die Bedrohung durch Beschuss und Autobomben besonders groß ist. Die Verteidigungsanlagen des Camps wurden durch neue Bunker, Beobachtungstürme, T-förmige-Wände zum Abfangen von Explosionen und Annäherungshindernissen, wie Spanische Reiter etc., verstärkt. Die Zufahrt am Westeingang wurde in vier Zonen geteilt: 1. Wartezone, 2. Inspektionszone, 3. Pufferzone und 4. Einfahrtzone. Um für etwaige Angriffe gerüstet zu sein, wird das Beziehen der Gefechts- und Alarmpositionen regelmäßig geübt.

In jüngerer Zeit gab es vier Anschläge auf das Camp. Die Offiziere des chinesischen UN-Kontingent gehen davon aus, dass sich die Sicherheitslage in und um Gao verschlechtern könnte und laufend mit Gefechten und Anschlägen gerechnet werden muss.

-nt-


05.03.2019

Serbien: Vier neue MiG-29-Kampfflugzeuge

Die serbischen Luftstreitkräfte erhielten am 25. Februar 2019 vier neue MiG-29-Kampfflugzeuge aus Weißrussland.

Damit wächst die MiG-29-Flotte Serbiens weiter an: Bereits im Dezember 2016 kaufte der südosteuropäische Staat sechs MiG-29-Jets von der Russischen Föderation. Dieser Deal beinhaltet auch die Lieferung von 60 gepanzerten Fahrzeugen, Flugabwehrsystemen sowie Kampf- und Transporthubschraubern.

-red-