Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

10.01.2019

Japan: Umbau zu Flugzeugträgern

Am 18. Dezember 2018 beschloss die japanische Regierung offiziell die zwei Hubschrauberträger der Kaiserlichen Marine zu Flugzeugträgern umzubauen.

Mit diesem Schritt wird Japan erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder über Flugzeugträger verfügen. Die zwei Kriegsschiffe der „Izumo“-Klasse (27.000 BRT) sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre umgebaut werden. Im gleichen Zeitraum werden die von den USA gekauften F-35-Kampfflugzeuge ausgeliefert. Diese sollen zukünftig auf diesen Trägern ohne Katapult starten und landen können. Japan reagiert mit seinem neuen Verteidigungskonzept auf die zunehmende maritime Präsenz Chinas und die Bedrohung durch Nordkorea.

-red-


09.01.2019

Russland: Neue Kampfflugzeuge

Für das Jahr 2019 plant das russische Verteidigungsministerium die Beschaffung von 100 neuen Kampfflugzeugen.

Bereits 2018 wurde dieselbe Anzahl beschafft. Unter anderem bekamen die Streitkräfte Su-35S- und Su-30SM-Mehrzweckjäger, Su-34-Bomber, Ka-52-Kampfhubschrauber und Mi-8-Transporthubschauber. Welche Flugzeugtypen 2019 besorgt werden, ist noch unbekannt.

Zwei Drittel der 3.600 Flugzeuge der russischen Armee gelten nach diesen Zukäufen als „modern“, gab das Verteidigungsministerium bekannt. Außerdem hofft der Kreml, dass 2019 eine erste Staffel mit dem neuen Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug Su-57 aufgestellt werden kann.

-red-


08.01.2019

Indien: Offiziersmangel

Die indische Armee und Marine haben einen steigenden Offiziersmangel. Anstatt den benötigten 74.000 stehen gegenwärtig 65.000 Offiziere im Dienst, was ein Fehl von 9.000 bedeutet.

Neben dem mäßigen Gehalt und den schwierigen Aufstiegschancen sind - speziell beim Heer - die gefährlichen Einsätze entlang der indischen Grenze und der Kampf gegen Terroristen ein wesentlicher Grund, warum viele Jugendliche diesen Beruf nicht ergreifen wollen.

Das Heer hat gegenwärtig einen Mangel von 14,57 Prozent unter dem Sollstand. Lag der Personalstand im März 2018 noch bei 50.028 Offizieren, sank die Zahl im Juli auf 42.734. Der Abgang resultiert aus Pensionierungen, Krankheiten und dem Wechsel in die Privatwirtschaft. Auch bei der indischen Marine fehlen Offiziere. Bei dieser Teilstreitkraft gab es im Oktober 2018 einen Aktivstand von 9.925 besetzten Stellen gegenüber 11.415 Planstellen.

Lediglich die Luftwaffe hat keine Nachwuchssorgen. Mit Stand Juli 2018 waren 12.392 Offiziere im Dienst. Es fehlen lediglich 192 zum geforderten Sollstand. Die verschiedenen neuen Werbekampagnen der indischen Streitkräfte haben bis dato noch nicht gegriffen. In Zukunft werden die indischen Streitkräfte neue Wege zur Rekrutierung von Offizieren gehen müssen.

-nt-


31.12.2018

China: Smart Watches für Volksbefreiungsarmee

Die Chinesische Volksbefreiungsarmee begann damit an Soldaten Smart Watches auszugeben, die von der Marine entwickelt wurden.

Die intelligenten Uhren verfügen über einen Kompass, einen Empfänger und Sender für das „BeiDou“-Navigationssytem. Die Soldaten können mit der Uhr Sprachnachrichten versenden, taktische Informationen empfangen und durch das Ortungssystem im Notfall von Kameraden schnell gefunden werden.

-nt-


29.12.2018

Indien: Luftwaffe testet Biotreibstoff

Die indische Luftwaffe testet die Verwendung von Biotreibstoff in ihren Flugzeugen.

Bei den Flugtests, die am 17. Dezember 2018 begannen, wird ein Frachtflugzeug Antonow An-32 verwendet. Die indische Luftwaffe plant in Zukunft Biotreibstoff nicht nur bei der Transportflotte, sondern auch bei den Kampfflugzeugen zu verwenden. Dadurch will die Armee 10% der Treibstoffkosten einsparen.

-nt-


28.12.2018

Russland: Arktisdurchquerung nur nach Anmeldung für ausländische Kriegsschiffe

Ab 2019 müssen sich alle ausländischen Kriegsschiffe anmelden, die durch die russische arktische See fahren wollen.

Im Oktober 2018 wurde das erste russische Flugabwehrraketenbataillon in der Arktis stationiert. Das Bataillon ist mit Tor-M2DT-Raketen, die extra für den Einsatz bei tiefen Temperaturen entwickelt wurden, ausgerüstet. Russland geht davon aus, dass das Gebiet der Arktis durch die Klimaerwärmung zunehmend strategische Bedeutung bekommen wird und sich zu einem möglichen Gefechtsgebiet entwickeln könnte.

In der Arktis wurden Ölfelder von etwa 90 Milliarden Barrels und 1,669 Trillionen Kubikmeter Gas festgestellt. Durch die Klimaerwärmung wird der neue eisfreie Seeweg durch die Zeit- und Treibstoffersparnis für den Welthandel von großer Bedeutung sein.

Russland bereitet sich auf diese neuen strategischen Realitäten vor und errichtet dort neue Garnisonen und lässt Kriegsschiffe und Atom-U-Boote auf dem neuen Wasserweg patrouillieren. Russland geht davon aus, dass die arktischen Anrainerstaaten, besonders Kanada und die USA, das Gebiet militarisieren werden. Weiters geht Russland davon aus, dass die EU, Japan und Südkorea der Arktis zunehmend Bedeutung zumessen werden und dort ebenfalls verstärkt in Erscheinung treten werden.

-nt-


22.12.2018

Japan: Multidimensionale Streitmacht

Die japanischen Selbstverteidigungskräfte sollen sich nach dem Willen der Regierung zu einer „Multidimensionalen Streitmacht“ entwickeln.

Die Streitkräfte Japans sollen in Zukunft in der Lage sein, flexibel auf dynamische strategische Herausforderungen zu reagieren. Die multidimensionale Streitmacht soll das gegenwärtige Konzept der „Dynamic Joint Defence Force“ ersetzen. Laut Premierminister Abe müssen sich die Selbstverteidigungskräfte von dem traditionellen Konzept dreier Streitkräfte lösen. Das Verteidigungsbudget für 2019 wird mit circa 43 Milliarden Euro veranschlagt.

-nt-


17.12.2018

Japan: Erstmals Frauen als U-Boot-Besatzung

Die Maritimen Selbstverteidigungskräfte Japans wollen erstmals Frauen als Mitglieder von U-Boot-Besatzungen zulassen.

Der Frauenanteil bei den japanischen Seestreitkräften ist sehr gering. Bis vor Kurzem durften nur Männer Teil von U-Boot-Besatzungen sein. Ein Personalmangel in allen Bereichen der japanischen Streitkräfte dürfte nun ein Umdenken eingeleitet haben. 2018 haben die Maritimen Selbstverteidigungskräfte nur 80 Prozent der nötigten Rekruten anwerben können. Grund hierfür ist unter anderem die sinkende Geburtenrate in Japan.

Ein Problem bei der Werbung für den Dienst in U-Booten ist die geringe Größe, die kaum Privatsphäre zulässt. Drei Boote sollen nun umgerüstet werden und eigene Abteilungen für Frauen erhalten. Bis 2023 will Japan einen Anteil von mindestens sechs Frauen (knapp 10% der Besatzung) an Bord von Unterseebooten haben.

-red-


14.12.2018

Großbritannien: Investitionen in U-Boot-Programm

Die British Royal Navy investiert rund 450 Millionen Euro in das „Dreadnought“-U-Boot-Programm und eröffnet eine dazugehörige Akademie.

Mit dem Geld werden Arbeitsstellen im atomaren U-Boot-Programm für die nächsten 20 Jahre gesichert. Die Akademie ist speziell für die U-Boot-Programme „Dreadnought“ und „Astute“ zugeschnitten. In ihr sollen Fähigkeiten und Wissen an rund 2.500 Mitarbeiter des U-Boot-Programmes pro Monat vermittelt werden. Außerdem gab der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson bekannt, dass das nächste atomare U-Boot der „Dreadnought“-Klasse den Namen HMS „Valiant“ erhält. Großbritannien will vier Stück des Atom-U-Bootes mit ballistischen Raketen bauen. Sie sollen ab 2028 die U-Boote der „Vanguard“-Klasse ersetzen.

-red-


14.12.2018

Deutschland: Rüstungsprojekte der Bundeswehr mit Verspätung

Die großen Rüstungsvorhaben der Deutschen Bundeswehr haben lange Verzögerungen und höhere Kosten als angenommen.

Aus dem neuen Rüstungsbericht (Dezember 2018) des Deutschen Verteidigungsministeriums geht hervor, dass die 19 wichtigsten Rüstungsprojekte der Bundeswehr durchschnittlich mehr als fünf Jahre später fertig werden und zusammen 13,4 Milliarden Euro teurer als ursprünglich geplant sind. Durchschnittlich 62 Monate sind die Vorhaben verspätet.

Ein Problemfall ist das Transportflugzeug A400: Ab 2021 wird es elf Jahre und sieben Monate in Verzug sein, beim Kampfflugzeug Eurofighter sollen es sogar zwölf Jahre und neun Monate sein. Die Verzögerungen beziehen sich unter anderem auf die Entwicklung, Ausstattung und Auslieferung der Fahrzeuge. Eine Ursache für die erhöhten Kosten sind Nachbesserungswünsche der Bundeswehr sowie durch die Hersteller verursachte Mehrkosten.

-red-