Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

06.12.2018

Serbien: Lieferung von Mehrzweckhubschraubern

Die serbische Luftwaffe bekommt im Dezember 2018 die ersten Mehrzweckhubschrauber vom Typ Airbus H145M.

Bei einem Besuch der Airbus-Werke in Donauwörth (Deutschland) hat der serbische Verteidigungsminister Aleksandar Vulin im November 2018 die ersten zwei Mehrzweckhubschrauber in Empfang genommen. Im Dezember 2018 sollen sie an Serbien geliefert werden. Insgesamt hat das Balkanland neun H145M gekauft, vier davon mit dem „HForce“-Waffensystem. Dieses erlaubt eine kostengünstige, individuelle Bewaffnung der Hubschrauber, etwa mit Kanonen- und Raketenbehältern.

Die serbischen Hubschrauber sollen unter anderem mit einem Fast-Roping-System, Hochleistungskameras, Feuerunterstützungssystemen, ballistischem Schutz sowie einem elektronischen Gegenschutzmaßnahmensystem ausgestattet werden. Der Airbus H145M kann für eine Reihe von Einsatzarten verwendet werden, wie etwa den Truppentransport, Überwachung, bewaffnete Aufklärung und medizinisch begleitete Evakuierung.  

-red-


05.12.2018

Slowakei: Kauf von F-16-Kampfflugzeugen

Am 30. November 2018 hat die slowakische Regierung einen Kaufvertrag über 14 amerikanische F-16-Kampfflugzeuge abgeschlossen.

Die Beschaffung kostet ungefähr 1,6 Milliarden Euro. Damit hat sich die Slowakei gegen schwedische Saab JAS-39 „Gripen“-Kampfflugzeuge entschieden. Als Grund wurde der Preis genannt. Die F-16-Jets sollen bis Ende 2023 die russischen MiG-29 ersetzen. Die Slowakei ist seit 2004 bei der NATO, die Armee nutzt jedoch noch viel veraltetes, aus der Zeit der Sowjetunion stammendes, Gerät. In den vergangenen Jahren hat die Slowakei das größte Aufrüstungsprogramm seit der Unabhängigkeit des Landes (1993) gestartet. So werden derzeit unter anderem Panzerhaubitzen, gepanzerte Transportfahrzeuge, Hubschrauber und Transportflugzeuge beschafft.

-red-


05.12.2018

Slowenien: Neue tragbare Panzerabwehrwaffen

Die slowenischen Streitkräfte kaufen reaktive Panzerbüchsen vom Typ „Carl Gustaf“ M4, die zwischen 2018 und 2020 ausgeliefert werden sollen.

Slowenien ist das neunte Land, dass die M4-Version der Panzerabwehrwaffe nutzt. Seit 2014 verkauft der schwedische Hersteller Saab diese neue Ausführung der Waffe. Sie zeichnet sich durch niedriges Gewicht (unter sieben Kilogramm), der kurzen Länge (unter einen Meter) und der damit bedingten hohen Mobilität beim Tragen aus. Außerdem ist die Munition von früheren Ausführungen der Waffe mit der neuen Version kompatibel.

Beim Österreichischen Bundesheer ist das „Carl Gustaf“ unter der Bezeichnung „8,4-cm-PAR 66/79“ in Verwendung. Zum Vergleich: Die österreichische Ausführung wiegt circa 16 Kilogramm ohne Zubehör. Kleine Truppenteile des Bundesheeres, unter anderem das Jägerbataillon 25 und das Jagdkommando, verwenden auch die M3-Version, die lediglich elf Kilogramm wiegt.

-red-


04.12.2018

Deutschland: Bilanz Auslandseinsätze

Seit den 1990er-Jahren hat die Deutsche Bundeswehr 53 Einsätze im Ausland absolviert, die schätzungsweise 21,6 Milliarden Euro gekostet haben.

Die erstmalige Auflistung dieser Kosten wurde nach einer Anfrage eines Abgeordneten im Deutschen Bundestag ermittelt. Fast die Hälfte (knapp 10,2 Milliarden Euro) wurde für die NATO-Missionen ISAF und „Resolute Support“ in Afghanistan ausgegeben, wo die Bundeswehr seit 17 Jahren stationiert ist. Die Balkan-Einsätze im Kosovo kosteten 3,5 Milliarden Euro, die in Bosnien und Herzegowina und Kroatien 1,2 Milliarden Euro und die Anti-Terror-Mission „Enduring Freedom“ 1,1 Milliarden Euro. Letztgenannter Einsatz wurde aufgrund der Terror-Anschläge in den USA vom 11. September 2001 durchgeführt. Zurzeit befinden sich 3.500 Bundeswehr-Soldaten in 13 Auslandseinsätzen, die meisten davon in Afghanistan und in Mali.

-red-


03.12.2018

China: Neue Einsatzgrundsätze für Artillerie

Die Panzerhaubitzen-Regimenter der Chinesischen Volksbefreiungsarmee werden gegenwärtig mit neuen Einsatzgrundsätzen vertraut gemacht.

Bis 2018 wurde hauptsächlich auf präzises Schießen Wert gelegt, ohne besonders auf den Eigenschutz zu achten. Nach Auswertung internationaler Erfahrungen und Erkenntnissen bei eigenen Übungen, die nach dem „Spiel der freien Kräfte“ abgelaufen sind, kam die Führung der Volksbefreiungsarmee zu dem Schluss, dass die aktuellen Einsatzgrundsätze an moderne Gefechtserfordernisse angepasst werden müssen.

Ab Winter 2018 werden alle Regimenter auf hohe Manövrierfähigkeit beim Feuergefecht, schnelles Einfahren in die Feuerstellung, Zielaufklärung durch Drohnen, schnelles Schießen und schnellen Stellungswechsel geschult. Außerdem wird die gezogene Artillerie schrittweise durch ungepanzerte, selbstfahrende Haubitzen ersetzt.

-nt-


30.11.2018

Indien/Vietnam: Verstärkte Zusammenarbeit

Indien und Vietnam wollen in Zukunft die Zusammenarbeit auf militärischer Ebene, im Energiesektor (Atomenergie, Förderung von Öl und Gas) sowie in der Weltraum-Industrie intensivieren.

Diese Übereinkunft wurde bei einem Staatsbesuch des indischen Präsidenten, Ram Nath Kovind, in Hanoi/Vietnam am 20. November 2018 beschlossen. Indien will insbesondere mit der Marine von Vietnam im Südchinesischen Meer und im Golf von Bengalen zusammenarbeiten. Beide Seiten haben ein Interesse daran, die chinesischen Aktivitäten im Südchinesischen Meer und im Golf von Bengalen einzuschränken. In den Gesprächen kam man auch überein, dass man bei der Bekämpfung des Klimawandels zusammenarbeiten will.

-nt-


29.11.2018

Litauen: Geschützte Mehrzweckfahrzeuge für Streitkräfte

Die litauische Armee verstärkt sich mit geschützten Mehrzweckfahrzeugen vom Typ L-ATV der Firma Oshkosh aus den USA.

Der Kaufvertrag soll laut dem litauischen Verteidigungsminister Raimundas Karoblis 2020 unterschrieben werden. Für die gewünschte Menge von 200 Fahrzeugen werden rund 100 Millionen Euro veranschlagt. Das Oshkosh Light Combat Tactical All-Terrain Vehicle ist ein leichtes Mehrzweckfahrzeug. Es ist geländegängig, gepanzert und ein Minen widerstehendes und Hinterhalt-geschütztes Fahrzeug. Zur Hauptbewaffnung zählt in der in der „Close-Combat-Weapons-Carrier“-Version ein Turm mit einem 12,7-mm-Maschinengewehr. Das L-ATV kann auch mit der Panzerabwehrrakete BGM-71 TOW bestückt werden. Außerdem verfügt es über eine Nebelwurfanlage. Der V8-Turbo-Dieselmotor mit 305 PS erlaubt eine Spitzengeschwindigkeit von 112 km/h auf der Straße.

-red-


27.11.2018

China/Vietnam: Minenräumung an Grenze

Am 16. November 2018 wurde das Gebiet in den Bergen von Fakashan in der Provinz Guangxi, entlang der Grenze zu Vietnam, für minenfrei erklärt.

Pioniere der Chinesischen Volksbefreiungsarmee haben 40 Minenfelder geräumt und dabei 2.300 Minen entschärft. Das entminte Gebiet wurde anschließend an die Bevölkerung zum Bewirtschaften zurückgegeben. Seit 2013 werden die weitreichenden Minenfelder entlang der Grenze zu Vietnam, die oftmals wegen des schwierigen Dschungelgebietes mühsam zu räumen sind, immer in der Trockenzeit entmint. Ein Großteil der Minenfelder konnte so bereits beseitigt werden.

-nt-


27.11.2018

Großbritannien: Doppelt so viele F-35

Die Royal Air Force beschafft sich neue F-35B und verdoppelt somit die Zahl ihrer F-35-Kampfflugzeuge.

Das britische Verteidigungsministerium hat 17 weitere Jets um 5,26 Milliarden Euro gekauft. Diese sollen bis 2022 ausgeliefert werden und die derzeitige Flotte von 16 F-35 ergänzen. Insgesamt will Großbritannien 138 Stück des Kampfflugzeuges über die Dauer des F-35-Programmes beschaffen. Das Land hat dann die größte F-35-Flotte nach den Vereinigten Staaten.

-red-


26.11.2018

China: Kampfjet mit Schubvektortriebwerk vorgestellt

Auf der Luftschau von Zuhai wurde im November 2018 ein Chengdu J-10B-Kampfflugzeug vorgeführt, das mit einem Schubvektortriebwerk ausgerüstet ist.

Die neue J-10-Version zeichnet sich durch ihre große Manövrierfähigkeit bedingt durch die neue Schubvektorsteuerung aus. Mit diesem Kampfflugzeug sammelt China Erfahrungen für die neuen Triebwerke der Chengdu J-20, einem Kampfjet der fünften Generation mit Tarnkappeneigenschaften. Es ging dabei nicht nur um die Meisterung der Triebwerktechnologie, sondern auch um deren Steuerung.

Die J-10B hat in Einsatzverbänden bereits demonstriert, dass China die Technologie zu beherrschen scheint. Die Schubvektorentriebwerke für die J-20 müssen jedoch überarbeitet und angepasst werden. Es gibt Gerüchte, wonach schon einige J-20 mit Schubvektorentriebwerken getestet werden. Offiziell wird das nicht dementiert. Die J-20 wurde nun für die Luftbetankung zertifiziert. Damit hat die Maschine ihre Einsatzbereitschaft über große Distanzen erreicht.

-nt-