Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

21.04.2020

Indien: Desinfektion durch Quadrocopter und Ultraviolett-Gerät

Das indische Militär testet aktuell die großflächige Desinfektion von Gebieten durch Quadrocopter und Ultraviolett-Geräte.

Die Drohnen sollen mit fünf Litern Desinfektionsmittel bestückt werden und dann rasch große Gebiete damit besprühen können. Sie fliegen in einer Höhe von zehn Metern und können innerhalb von fünf Minuten eine Fläche in der Größe eines Fußballfeldes desinfizieren. Auch eine Desinfektion durch ein Ultraviolett-Gerät (UV-C) wird getestet. Die kurze ultraviolette Wellenlänge soll die Hülle von Bakterien und Viren angreifen und dadurch zerstören. Die Oberflächen werden bei dem Versuch aus einer Höhe von 15 cm bestrahlt und innerhalb von 20 Sekunden desinfiziert.

-nt-


21.04.2020

China: Brand auf Landungsschiff

Auf dem amphibischen Landungsschiff der Klasse 075, das sich derzeit in der Werft Hudong-Zhonghua in Shanghai befindet, ist im Hangarbereich ein Brand ausgebrochen.

Das Feuer konnte schnell gelöscht werden und das Schiff dabei keine strukturellen Schäden davongetragen. Das chinesische Landungsschiff wurde am 25. September 2019 zu Wasser gelassen und wird aktuell für geplante Hochseetests ausgerüstet. Durch den Brand dürfte es keine Verzögerung der Tests geben. Das Schwesterschiff befindet sich noch in der Bauphase im Trockendock.

-nt-


20.04.2020

Russland: Anti-Satelliten-Rakete getestet

Nach Angaben des US-Militärs führte Russland am 15. April 2020 Tests an einer Anti-Satelliten-Rakete durch.

Bei dem Test soll das neue russische Raketensystem „Nudol“ erprobt worden sein. Gestartet wurde das System laut US-Behörden vom Kosmodrom Plessezk, etwa 800 Kilometer nördlich von Moskau. Die USA befürchten, dass nun Satelliten im, von den USA und ihren Verbündeten kontrollierten, Weltraum bedroht sein könnten. Die USA selbst haben bereits ähnliche Waffensysteme getestet.

-red-


20.04.2020

USA/Iran: Provokation im Persischen Golf

Am 15. April 2020 haben sich elf Boote der iranischen Revolutionsgarde sechs amerikanischen Kriegsschiffen im Persischen Golf genähert.

Das US-Militär bezeichnet den Zwischenfall als „gefährlich“ und „provozierend“. Die US-amerikanischen Schiffe hätten einer Kollision nur durch Ausweichmanöver entgehen können, da die iranischen Schiffe weder auf Funk- noch auf akustische Warnsignale reagiert hätten. Erst nach einer Stunde entfernten sich die Boote wieder.

-red-


17.04.2020

USA: Investitionen bei Indo-Pacific Command

Das U.S.-Indo-Pacific Command hat für die geplante strategische Neuausrichtung eine Investitionsliste erstellt.

Auf der Liste werden Investitionen in einer Höhe von über 20 Milliarden USD angeführt, die aus dem kommenden Verteidigungsbudget kommen sollen. 1,6 Milliarden USD sollen in die Modernisierung der Insel Guam fließen. Besonderes Augenmerk soll auf der Luftabwehr und bei modernen Fernkampfwaffen sowie Drohnen liegen. Auch die Alliierten in der Region sollen mit 38 Millionen USD unterstützt werden, um gemeinsam mit den USA für einen Konflikt gerüstet zu sein. 5,85 Milliarden USD sollen in die Modernisierung der Infrastruktur der Stützpunkte fließen. Der Übungsbetrieb, die Logistik und die Bereitstellung von Kampfausrüstungen und Treibstoff sollen ebenfalls finanziell aufgestockt werden.

-nt-


16.04.2020

China: Panne bei Raketen-Test

Am 9. März 2020 wurde in China ein Test der Rakete „Langer Marsch 3B“ durchgeführt, wobei es zu einer Panne kam.

Es wurde der Versuch unternommen, den bei Raketenstarts produzierten Weltraummüll zu minimieren und den verbleibenden sicher zur Erde zu bringen. Der Start wurde um 19:46 Uhr durchgeführt, wobei die dritte Stufe der Rakete zurück auf die Erde fiel, womit der Start gescheitert war. Geplant war, dass nach der Absprengung der Boosters durch einen Fallschirm wieder auf der Erde landet. Dieser sendet Positionssignale aus, mit denen er innerhalb von 25 Minuten lokalisiert werden kann. Bisher dauert es Stunden bis Tag, die Raketenteile zu finden. China führt jedes Jahr etwa 30 Raketenstarts durch und bemüht sich nun den dabei entstehenden Weltraummüll zu reduzieren. Durch die kontrollierte Landung von Raketenteilen kann zudem die Aufschlagzone um 85% verkleinert werden.

-nt-


15.04.2020

China: Panzertransport per Luft

Das Luftwaffentransportkommando Chinas hat Tests zur Verlegung von Panzern mit dem Transportflugzeug Xian Y20 durchgeführt.

Die Y20 kann zwei VT5-Panzer, mit einem Gesicht von je 30 Tonnen über eine Reichweite von 7.800 km transportieren. Der schwere Type-99A-Panzer kann über die gleiche Distanz befördert werden. Da sein Gewicht bei 60 Tonnen liegt, kann jedoch nur ein Stück transportiert werden. Die VT5-Panzer wurden speziell für den Kampf in schwierigem Terrain, wie Dschungel, Hochgebirge oder Reisfelder, entwickelt.

-nt-


14.04.2020

Myanmar: U-Boot-Modernisierung abgeschlossen

Das ehemals indische U-Boot INS Sindhuvir, der Kiloklasse Project 877, wurde technisch auf den neuesten Stand gebracht und ist nun bereit zur Übergabe an die Marine von Myanmar.

Bevor das U-Boot an die Marine übergeben wird, muss noch die Besatzung ausgebildet werden. Noch ist nicht bekannt, ob Myanmar das U-Boot von Indien gekauft oder gemietet hat.

-nt-


14.04.2020

Russland: Haubitze modernisiert

Die Modernisierung der russischen Haubitze „Malka“ wurde abgeschlossen.

Die Haubitze 2S7M „Malka“ erhielt ein neues Getriebe und wurde mit Steuerungsmechanismen, Energieversorgungsaggregaten und Überwachungs-, Kommunikations- sowie Rundfunkgeräten versehen. Zudem wurden Importbestandteile durch inländische Produkte ersetzt.

Die „Malka“ basiert auf der Haubitze „Pion“. Diese wurde bereits 1975, damals noch bei der Sowjetarmee, in Dienst gestellt. Mit einem Gewicht von 46 Tonnen und einem Kaliber von 203 Millimetern zählte die „Pion“ zu einem der stärksten Artilleriegeschütze der Welt.

-red-


10.04.2020

Frankreich: Matrosen unter Quarantäne

Am 8. April 2020 hat das französische Verteidigungsministerium bekanntgegeben, dass auf dem Flugzeugträger „Charles des Gaulle“ 40 Matrosen wegen Verdacht auf COVID-19 unter Quarantäne stehen.

Der Flugzeugträger operiert sonst vor der Küste Dänemarks und hat nun den Befehl erhalten, seinen Heimatstützpunkt anzulaufen. Er war an einer europäischen Übung in der Ostsee mit mehreren Marinen beteiligt und sollte am 23. April nach Toulon zurückkehren. Medizinische Spezialisten wurden auf den Flugzeugträger geflogen.

-nt-