Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

17.02.2020

Venezuela: Militärgroßübung

Von 15. bis 16. Februar 2020 führte das Militär Venezuelas mit verbündeten Milizen ein landesweites Großmanöver durch.

An der zweitägigen Übung beteiligten sich - neben regulären Militäreinheiten - über 2,3 Millionen Milizionäre. Präsident Niciolas Maduro ordnete das Großmanöver aufgrund des vermehrten politischen Drucks aus den USA und anderer Nationen an. Dem von den Vereinigten Staaten unterstützten Präsidentschaftskandidaten Juan Guaido droht in Venezuela die Festnahme.

-red-


17.02.2020

Russland: Neue Bomber-Generation im Test

Am 2. Februar 2020 startete die modernisierte Version des Schwenkflügel-Überschall-Bombers Tu-160M zu ihrem ersten Probeflug.

Im Unterschied zu ihrem Vorgänger verfügt die neue Generation der Tu-160M nun über ein modernes Abwehr- und Kommunikationssystem sowie neue Triebwerke. Sie wurde außerdem mit einer neuen Bewaffnung ausgestattet. Ab 2021 sollen die modernisierten Tu-160M an die russische Luftwaffe ausgeliefert werden.

-nt-


14.02.2020

Indien: Neustrukturierung des Militärs

Der indische Generalstabschef Bipin Rawat kündigte eine umfangreiche Umstrukturierung der Streitkräfte in den nächsten drei Jahren an.

Künftig soll es vereinigte Kommanden des Heeres, der Luftwaffe und der Marine geben. Die genaue Anzahl steht noch nicht fest, aber es wird damit gerechnet, dass ein West- Ost- und Nordkommando aufgebaut wird. Zusätzlich könnten eigene Kommanden für China und Pakistan sowie ein Luftwaffen- und Weltraumkommando und ein Logistik- und Ausbildungskommando geplant sein. Die Luftwaffe soll nach ersten Informationen in jedem Kommando vertreten sein. Durch die neuen Streitkräftekommanden sollen Mannschaft, Waffen, Munition und Material effizienter eingesetzt und die Schlagkraft des Militärs erhöht werden.

Auch beim Pensionsantrittsalter der Soldaten ist eine deutliche Anhebung geplant. Unteroffiziere gehen derzeit durchschnittlich mit 38 Jahren in den Ruhestand. Der Generalstabschef beabsichtigt eine Erhöhung des Unteroffiziers-Pensionsalters auf das Niveau der Offiziere, die erst mit 58 Jahren pensionsberechtigt sind. Die Pensionskosten betragen derzeit fast ein Drittel des Gesamtbudgets der Streitkräfte.

-nt-


14.02.2020

Jeder zweite Millennial rechnet mit 3. Weltkrieg

Laut einer Studie des Roten Kreuzes befürchten 47 Prozent der 20 bis 35-Jährigen in ihrem Leben einen Dritten Weltkrieg miterleben zu müssen.

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Millennials rechnet darüber hinaus mit einem Atomwaffeneinsatz innerhalb der nächsten zehn Jahre. Eine Folter feindlicher Kämpfer in Gefangenschaft befürworten 41 Prozent der jungen Erwachsenen - besonders hoch fällt die Zustimmung dafür in Israel, Nigeria und den USA aus. 46 Prozent der Millennials haben noch nie vom Genfer Abkommen gehört, das den Schutz von Kriegsgefangenen und Zivilpersonen in Kriegszeiten regelt. Für die Studie wurden insgesamt 16.000 junge Erwachsene aus 16 Ländern befragt.

-red-


12.02.2020

Israel: Neues Kommandosystem

Das israelische Verteidigungsministerium hat sich für die Einführung des Kommandosystems „Fire Weaver“ des israelischen Rüstungsherstellers Rafael entschieden.

Das System soll die eigenen Streitkräfte künftig mit „Computer Vision Technology“ (computergestützte Lösung von Aufgabenstellungen, die sich an den Fähigkeiten des menschlichen visuellen Systems orientiert; Anm.) und künstlicher Intelligenz ausstatten. Die Kommandanten erhalten damit aus verschiedenen Aufklärungsquellen (Drohnen, Sensoren, Soldaten) ein zusammengefasstes Lagebild, um ihre taktischen Entscheidungen zu treffen. Das Kommandosystem „Fire Weaver“ liefert ein digitalisiertes Kampffeld, das Streitkräften speziell beim Einsatz in urbanem Gelände große Vorteile bringen soll.

-nt-


12.02.2020

USA: Erhöhung des Militärbudgets

Der Budgetentwurf 2021 von US-Präsident Donald Trump sieht eine Steigerung der Militärausgaben um 0,3 Prozent auf rund 740 Milliarden Dollar (etwa 680 Mrd. Euro) vor.

Der Großteil des Geldes soll in die Modernisierung des US-Atomwaffenarsenals fließen. Geplant sind einerseits Programme zur Verlängerung der Lebensdauer von Sprengköpfen aber auch die Entwicklung neuer nuklearer Gefechtsköpfe. Um die Finanzierung sicherzustellen, sollen die Ausgaben für Soziales, Umwelt und Entwicklungshilfe deutlich gesenkt werden. Der Kongress muss den Plänen freilich noch zustimmen. Das US-Gesamtbudget beträgt insgesamt 4,8 Billionen US-Dollar (rund 4,4 Billionen Euro).

-red-


11.02.2020

China: Neue Gyrocopter

Das chinesische Militär hat eine Weiterentwicklung des Gyrocopters „Lieying“ für den Truppeneinsatz im Hochgebirge eingeführt.

Bei der Parade zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China war erstmals der zweisitzige „Lieying“-Gyrocopter (Tragschrauber mit Autorotation durch Fahrtwind; Anm.) zu sehen. Jetzt hat das chinesische Militär eine verbesserte dreisitzige Version in Dienst gestellt. Der Motor des Luftfahrzeuges verfügt nun über 135 PS, der Durchmesser des Rotors beträgt 8,8 Meter. Auch der Treibstofftank wurde im Vergleich zur Vorgängerversion umkonstruiert. Das Fluggerät transportiert Lasten bis zu 630 kg und erreicht eine maximale Einsatzhöhe von 4.200 Meter. Material und Soldaten können entweder direkt angelandet oder mit dem Fallschirm abgesetzt werden. Der Gyrocopter „Lieying“ wird vor allem in den gebirgigen Regionen im Südwesten Chinas eingesetzt.

-nt-


10.02.2020

Indien: Kritik an neuem Raketenabwehrsystem

Nach Angaben der indischen Luftwaffe wurde die Entwicklung und Testphase des neuen, komplett in Indien hergestellten, Raketenabwehrsystems abgeschlossen.

Die Luftwaffe will das System künftig rund um die Hauptstadt Delhi einsetzen. Indische Verteidigungsexperten äußerten jedoch Bedenken, da das System auf unrealistischen Annahmen basiere und nicht ausreichend getestet sei. So könne das Raketenabwehrsystem nur jene Flugkörper abfangen, von denen der Abschussort, die Fluggeschwindigkeit und die Flughöhe sowie alle übrigen ballistischen Parameter bekannt seien. Ein dynamischer Zielanflug einer feindlichen Rakete stelle das System jedoch vor erhebliche Probleme.

Im Vergleich mit Israel, Russland, China und den USA steckt die indische Technologie noch in den Kinderschuhen. Für Indien gestaltet sich besonders die Herstellung schwierig, da viele wichtige Systemkomponenten aus dem Ausland beschafft werden müssen und strengen internationalen Restriktionen unterworfen sind.

-nt-


07.02.2020

Indien: Umstrukturierung der Luftwaffe

Die indischen Luftstreitkräfte haben mit einer umfangreichen Reorganisation begonnen.

Künftig sollen vor allem die übergroßen Stäbe der Luftwaffe massiv verkleinert werden, um neue Staffeln aufstellen und Kampfverbände stärken zu können. Es werden insgesamt 2.000 Offiziere, Soldaten und Techniker versetzt, die das Stammpersonal der neuen Staffeln bilden sollen. In den vergangenen Monaten wurde zusätzlich der Munitionsvorrat der Luftwaffe deutlich aufgestockt. Die Reorganisation ist als Reaktion auf mehrere Fehlentwicklungen sowie durch die Lehren aus dem Luftkampf von Balakot zu sehen.

-nt-


06.02.2020

Großbritannien: Neues „Panzer-Röntgensystem“ im Test

Anfang Jänner 2020 testete die britische Armee das neue Panzersystem „Streetfighter“-II, das der Besatzung einen 360-Grad-Blick ermöglicht, ohne dafür eine Luke öffnen zu müssen.

Dafür ist eine Weiterentwicklung des Helmvisiersystems „Iron Vision X-Ray“ des israelischen Elektronikkonzerns Elbit verantwortlich. Dieses projiziert den Panzersoldaten die jeweilige Lage außerhalb des Fahrzeuges mithilfe elektrooptischer Kameras und Infrarotsensoren direkt ins Blickfeld. Das System funktioniert bei jedem Wetter und jeder Tageszeit und verfügt über ein Hightech-Display in hoher Auflösung. Durch „Streetfighter“-II erhalten die gepanzerten Kräfte elementare Vorteile im Kampf im verbauten Gebiet sowie bei der Unterstützung der eigenen Infanterie.

-nt-