Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

21.09.2019

China: Modernster Zerstörer auf Mission

Die 33. Eskortflotte der chinesischen Streitkräfte, die sich derzeit auf dem Weg in den Golf von Aden befindet, besteht aus dem Zerstörer CNS „Xining“ der 052D-Klasse, der 054A-Fregatte CNS „Weifang“ und dem Versorgungsschiff CNS „Hoh Xil Hu“.

Die Schiffe sind Teil der Nordseeflotte der Heeresgruppe Nord. An Bord befinden sich insgesamt 600 Matrosen inklusive Kommandosoldaten. Mit der CNS „Xining“ nimmt erstmals die modernste Klasse der chinesischen Zerstörer an einem internationalen Einsatz teil.

Schiffe der 052D-Klasse haben eine Verdrängung von 6.300 Tonnen und sind mit einer 130-mm-Kanone, 64 HQ-9-Flugabwehrraketen sowie YJ-18- und YJ-19-Marschflugkörpern bewaffnet.

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20.09.2019

Indien: Nuklearbedrohung durch Pakistan

Die indische Aufklärung geht davon aus, dass Pakistan im Falle einer Eskalation des Konfliktes mit Indien taktische Atomwaffen einsetzen wird, um die Überlegenheit der indischen Armee auszugleichen.

Nach Plänen der pakistanischen Armee sollen dabei taktische Kernwaffen mit einer Reichweite von 20 bis 60 Kilometern sowie einem Zerstörungsradius von drei bis fünf Kilometern zum Einsatz kommen. Pakistan will auf diese bereits in der Anfangsphase eines Konfliktes mit Indien zurückgreifen. Die Anwendung taktischer Atombomben erfolgt z. B. durch Artilleriegeschosse, Raketen oder Minen.

Sollte Pakistan Nuklearwaffen einsetzen, wird Indien nicht zögern, selbst mit Atomwaffen zu antworten, so der Generalstab der indischen Armee.

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19.09.2019

Thailand: Neues Landungsboot

Am 9. September 2019 unterzeichneten die thailändische Marine und die China Shipbuilding Industry Corporation (CSIC) einen Vertrag über die Beschaffung eines Docklandungschiffes der Klasse 071E.

Schiffe dieser Type haben eine Verdrängung von 20.000 Tonnen, Platz für 600 bis 800 Landungstruppen und verfügen über zwei Hubschrauberlandeplätze. Es können insgesamt vier Luftkissenlandungsfahrzeuge vom Typ 726, zwei Landungsboote und vier große Hubschrauber an Bord stationiert werden.

Die Kosten für das Schiff werden mit etwa 200 Millionen US-Dollar (etwa 180 Millionen Euro) beziffert, die Bauzeit wird drei Jahre betragen.

Bei der Klasse 071E handelt es sich um die Exportversion der Type 071, die bei der chinesischen Marine in Dienst steht.

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18.09.2019

China: Landemanöver vor Taiwan

Am 17. August 2019 führte die 74. Armeegruppe ein großes Landemanöver an der Küste von Guangdong unweit von Taiwan durch.

Gemeinsam mit der chinesischen Luftwaffe wurde eine Anlandung im verbundenen Kampf trainiert. Die Luftstreitkräfte bereiteten die Landung mit massiven Luftschlägen vor, während Minensucheinheiten der Marine die Landezone räumten. Nach dem Brechen des Hauptwiderstandes und der Einrichtung von geräumten Landeplätzen wurden die einzelnen Kräfte schnellstmöglich angelandet. Die anschließende Ausschaltung gegnerischer Flugplätze, Kommunikations- und Befehlszentren erfolgte mit gezielten Raketenschlägen.

Nach einer ersten Analyse zeigte sich die chinesische Armeeführung mit den Erkenntnissen und dem Verlauf der Übung zufrieden. Nach Angaben des Militärs hätte der Kampf der verbundenen Waffen große Fortschritte gemacht. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Streitkräfte funktioniere nun einwandfrei und sei perfekt aufeinander abgestimmt.

Dabei habe sich besonders das Realtime-Datasystem, mit dem sämtliche teilnehmenden Streitkräfte ausgestattet sind, bewährt, weil damit Aufklärungsergebnisse schneller erhalten und weitergeleitet werden können. Dadurch verfügte die Führung stets über ein aktuelles Lagebild.

Laut einem Sprecher des chinesischen Militärs sei die Übung als ernste Warnung an die Demonstranten in Taiwan sowie an Politiker sämtlicher Länder, die sich in die Angelegenheiten Chinas einmischen, zu verstehen.

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16.09.2019

China: Entwicklung von Jagddrohne

Die China Aerospace Science und Industry Corporation hat eine Jagddrohne entwickelt.

Der Hexacopter (Drohne mit sechs Rotoren) ist für die Jagd auf kleine Copterdrohnen vorgesehen. Im Gefecht nähert sich das Fluggerät einer feindlichen Copterdrohne an und bringt sie anschließend mit einem 16m²-Netz zum Absturz. Die Zielsteuerung erfolgt mit einem Radar oder mit der Zieleinrichtung einer Fliegerfaust.

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14.09.2019

Pakistan: Bau zweiter Korvette fertiggestellt

Am 3. September 2019 wurde in der Anlage der holländischen Werft Damen in Galati (Rumänien) die zweite 2.300 Tonnen-Korvette für die pakistanische Marine vom Stapel gelassen.

Da die von der Werft als „Hochseepatrouillenboote“ bezeichnete Korvette eine Verdrängung von rund 2.300 Tonnen aufweist, könnten die Schiffe auf dem hauseigenen OPV 2400-Design basieren. Das Modell ist 90 Meter lang, bietet Platz für eine 90-köpfige Besatzung und verfügt über ein Flugdeck und einen Hubschrauberhangar. Zu den verbauten Waffensystemen gehören eine 76-mm-Hauptwaffe und mehrere Maschinengewehre.

Das erste der beiden Schiffe verließ die Werft bereits am 17. Mai 2019 und soll ab Ende 2019 Dienst in den pakistanischen Seestreitkräften versehen.

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12.09.2019

Indien: Neues U-Boot

Am 28. September 2019 wird die INS „Khanderi“, das zweite indische U-Boot der „Scorpene“-Klasse, in Mumbai bei der Marine in Dienst gestellt.

Die Übernahme des Unterwasserbootes erfolgt nach langer Testphase und immer wieder auftretenden Problemen.

Sämtliche vorgeschriebene Abnahmefahrten und Tests wurden fertig durchgeführt und erfolgreich absolviert. Die INS „Khanderi“ wird künftig dem Marinewestkommando zugeteilt. Nach ihrer Indienststellung wird Verteidigungsminister Rajnath Singh noch am selben Tag beim Stapellauf der ersten indischen Fregatte der „Shivalik“-Klasse anwesend sein.

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11.09.2019

China: Präsentation neuer Zieldrohne

Beim Luftfahrt- und Weltraumsalon in Zhukovsky (Russland) wurde die neue chinesische Zieldrohne LJ-I erstmals der Öffentlichkeit als Modell präsentiert.

Da Staaten wie die USA, Südkorea, Japan und Australien vermehrt auf Tarnkappentechnologie setzen, suchte auch die chinesische Luftwaffe nach einer Lösung, um im Kampf mit Tarnkappen-Kampfflugzeugen zu bestehen. LJ-I fliegt im hohen Unterschallbereich und hat primär die Aufgabe feindliche Tarnkappen-Kampfflugzeuge der fünften Generation (ab 2005), wie amerikanische F-35-Jets, von bemannten chinesischen Kampfflugzeugen abzulenken.

Die Drohne ist insgesamt 4,5 Meter lang und 2,5 Meter breit. LJ-I kann entweder alleine, als Schwarm, oder als Begleiter von bemannten Kampfflugzeugen eingesetzt werden und ist zur elektronischen Kampfführung geeignet. Das Fluggerät ist äußerst manövrierfähig und in der Lage die Radarsignatur von Kampfflugzeugen der vierten und fünften Generation zu simulieren. Die Drohne kann feindliche Signale stören, beziehungsweise sich dem Gegner selbst als potentielles Ziel darstellen. Um Erfahrungen im Kampf mit Tarnkappenjets zu sammeln, wird LJ-I derzeit bei Manövern der chinesischen Luftwaffe und Marine eingesetzt.

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10.09.2019

Pakistan: Kampfjets aus Ägypten

Pakistan und Ägypten in verhandeln aktuell über den Ankauf von insgesamt 36 gebrauchten Mirage-5-Jets der ägyptischen Luftwaffe.

Die Verhandlungen sollen bereits vor dem Abschluss stehen. Bevor die Flugzeuge bei den Staffeln zum Einsatz kommen, will Pakistan die Mirage-5 grundlegend modernisieren. Das Ziel der Überholung ist unter anderem die Gewährleistung eines künftigen Einsatzes bei Nacht sowie die Ermöglichung einer Nutzung von Helmvisieren. Derzeit stehen Mirage-5-Kampfflugzeuge aufgrund ihres Alters nur mehr in Gabun (Zentralafrika) und Pakistan im Einsatz.

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09.09.2019

China: Teilnahme an russischer Militärgroßübung

China wird vom 16. bis 21. September 2019 beim Militärmanöver „Center 2019“ in Orenburg (Russland) teilnehmen.

Bei der internationalen russisch-geführten Antiterrorübung nehmen neben Russland und China auch Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Tadschikistan und Usbekistan teil. Insgesamt sind mehr als 128.000 Soldaten am Manöver beteiligt. Das chinesische Kontingent wird aus 1.600 Soldaten, 300 Fahrzeugen sowie 30 Flugzeugen und Hubschraubern bestehen.

Die Übung ist in zwei Abschnitte geteilt: Teil 1 besteht aus einem theoretischen Studium aktueller terroristischer Taktiken, Teil 2 widmet sich dem Training von Angriffsoperationen internationaler Kontingente, um Terroristengruppen gezielt auszuschalten und zu zerschlagen.

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