Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

18.07.2019

Indien: Luftwaffe benötigt dringend Trainingsflugzeuge

Die indische Luftwaffe benötigt dringend neue Trainingsflugzeuge zur Ausbildung ihrer Kampfpiloten.

Entgegen aller Versprechungen konnte der indische Hersteller Hindustan Aerospace bis dato keinen brauchbaren Jettrainer für die Luftwaffe entwickeln. Aus diesem Grund führte der Marschall der indischen Luftwaffe, Birender Singh Dhanoa, im Verlauf seines, von 9. bis 11. Juli 2019 absolvierten Russlandbesuches, einen Probeflug mit dem Jettrainer YAK-130 durch.

Derzeit stehen 310 Trainingsflugzeuge bei den indischen Schulverbänden im Dienst. Die Luftwaffe benötigt für die Sicherstellung einer modernen Ausbildung jedoch insgesamt 432 Flugzeuge, die zugleich den heutigen Anforderungen entsprechen müssen.

Die bisherigen unverhältnismäßig hohen Verluste von Pilotenleben und Gerät aufgrund immer wieder auftretender Unfälle sind letztlich nicht nur auf technische Probleme zurückzuführen, sondern auch auf eine nicht mehr zeitgemäße Pilotenausbildung.

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18.07.2019

Japan: Entwicklung von U-Boot einer neuen Generation

Die japanische Marine plant die Entwicklung eines neuen konventionellen Jagd-U-Boots.

Die Type 29-SS basiert auf der „Soryu“-Klasse und soll künftig das größte und geräuschärmste konventionelle U-Boot der Welt werden. Es wird über nahezu das gleiche Einsatzspektrum wie ein Atom-U-Boot verfügen. Der Bau erfolgt durch Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und soll zwischen 2025 und 2028 starten. Ab 2031 soll das neue Unterwasserfahrzeug schließlich einsatzbereit sein.

Die U-Boote der japanischen „Soryu“-Klasse zählen weltweit zu den fortschrittlichsten mit einem konventionellen Antrieb. Die dieselelektrischen Schiffe wiegen ungefähr 4.000 Tonnen und sind Japans größte U-Boote der Nachkriegszeit.

Experten vermuten, dass die Ingenieure der 29-SS die Rumpfform der Schiffe der „Soryu“-Klasse im Wesentlichen beibehalten, dabei aber mehrere grundlegende Änderungen an der Konstruktion vornehmen werden. So soll beispielsweise die Größe des Segels erheblich reduziert und mit dem Rumpf verbunden werden. Als Antrieb könnte, statt einem herkömmlichen Propeller, ein sogenannter „Pumpjet“ (Wasserstrahlantrieb) zum Einsatz kommen.

Ziel der Neuentwicklung ist es, den Strömungswiderstand und den Geräuschpegel der U-Boote erheblich zu minimieren.

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17.07.2019

China: Militär muss auf wirtschaftliche Unternehmungen verzichten

Auf Anordnung der chinesischen Regierung hat die Armee sämtliche wirtschaftliche Aktivitäten eingestellt.

Der Befehl erging bereits 2015 und verbietet dem Militär den Betrieb wirtschaftlicher Unternehmungen, um dortige Korruption zu verhindern. Des Weiteren solle sich die Armee künftig voll und ganz auf die militärische Verteidigung konzentrieren. Der chinesische Präsident Xi ordnete diese Entscheidung im Zuge tiefgreifender Reformen an, deren Umsetzung insgesamt drei Jahre dauerte und nun vollendet wurde.

Seit der Gründung der Chinesischen Volksbefreiungsarmee verfügte das Militär über ein weites Netz von Wirtschafts- und Transportunternehmen sowie Landwirtschaften mit dem Ziel zusätzliches Geld für das eigene Budget und die Versorgung zu lukrieren.

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16.07.2019

China: Test von neuem Transporthubschrauber

Die chinesische Marine führt derzeit Truppenversuche mit dem neuen Transporthubschrauber Z-20 durch.

Nachdem die Type Z-8 mit 13 Tonnen zu schwer und die vier Tonnen Gewicht des Z-9 zu gering waren, entwickelte das Militär einen eigenen Mehrzweckhubschrauber der Black-Hawk-Klasse. Der Z-20 verfügt nun über ein maximales Abfluggewicht von zehn Tonnen.

Derzeit werden sämtliche Einsatzmöglichkeiten des neuen Fluggerätes bei allen Wetterlagen und jeder Tageszeit von den chinesischen Seestreitkräften erprobt. Der Z-20 soll neben Transportaufgaben und Kampfaufträgen auch zur U-Boot-Jagd und Aufklärung eingesetzt werden. Der Helikopter wird zusätzlich eine wichtige Rolle auf dem modernen, digitalisierten Schlachtfeld spielen. Erste Einsätze bei der Truppe zeigen, dass die chinesische Neuentwicklung über die richtige Größe, eine hohe Manövrierfähigkeit und eine gute Reichweite verfügt.

Die Konstrukteure nahmen in großen Teilen die beiden amerikanischen „Black Hawk“ UH-60 und S-70S zum Vorbild und entwickelten daraus eine chinesische Version. Luftfahrtexperten vermuten, dass der Z-20 von einem WZ-10-Turboshafttriebwerk mit einer Leistung von 16.000 kW (etwa 21.750 PS) angetrieben wird und dadurch über einen sehr hohen Auftrieb verfügt. Die Einsatzgipfelhöhe soll bei 4.000 Meter liegen.

Neben der Marine wird der Z-20 vermutlich auch bei den Landstreitkräften eingesetzt werden.

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15.07.2019

Indien: Frankreich übergibt Rafale an Luftwaffe

Im September 2019 wird das erste Kampfflugzeug vom Typ Rafale an die indische Luftwaffe in Frankreich übergeben.

Die indischen Piloten werden bis Mai 2020 etwa 1.500 Stunden auf den Rafale-Maschinen zur Einschulung und Abnahme in Frankreich fliegen.

Die ersten vier Kampfflugzeuge sollen im Mai 2020 in Indien in Dienst gestellt werden. Die 17. Staffel in Anbala an der Grenze zu Pakistan wird die erste Einheit sein, die Rafale Kampfflugzeuge erhält.

Beim gemeinsamen Luftmanöver der französischen und indischen Marine in der arabischen See im Mai 2019 konnte Frankreich die Vorteile der Rafale im Vergleich zur indischen SU-30 MKI deutlich demonstrieren. Besonders beeindruckt zeigten sich die indischen Offiziere von den Einsatzmöglichkeiten des METEOR-Raketensystems. Seine Reichweite übertrifft sämtliche verfügbare Waffen der pakistanischen Luftwaffe.

Mit diesem System wäre Indien künftig in der Lage den gesamten Luftraum Pakistans zu bedrohen.

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13.07.2019

Pakistan: JF-17 erhalten Targeting-Pots

Die pakistanische Luftwaffe bestellt beim türkischen Rüstungskonzern Aselsan insgesamt 50 ASELPOD-Targeting-Pods für ihre JF-17-Jets.

Die Entscheidung fiel aufgrund positiver Erfahrungen des pakistanischen Militärs mit acht Targeting-Pods, die 2016 erstmals in JF-17-Kampfflugzeuge eingebaut und bis 2018 getestet wurden.

Bei Targeting-Pods handelt es sich um Zielbestimmungswerkzeuge zum Führen von Präzisionswaffen wie lasergesteuerte Bomben.

Damit ist Pakistan künftig in der Lage mit JF-17-Flugzeugen Luft- sowie Bodeneinsätze zu fliegen. Die eingesetzten Waffen können dabei aus einer Entfernung von 60 bis 100 km auf bewegliche und stationäre Ziele abgeschossen werden.

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12.07.2019

Indien: Bremse für Verteidigungsausgaben

Das indische Verteidigungsbudget für 2020 wird wegen der angespannten Budgetsituation des Landes nur um 6,6 Prozent auf insgesamt 63 Milliarden US-Dollar (etwa 56 Milliarden Euro) gegenüber 2019 steigen.

Indische Verteidigungsexperten sehen den Budgetvorschlag als viel zu gering an, da der Großteil des Geldes für Fixkosten und Pensionen benötigt werde. Für die dringenden Neuanschaffungen des indischen Militärs bleibe damit zu wenig Geld, um die Modernisierung der Streitkräfte rasch voranzutreiben.

Das indische Finanzministerium will trotz Kritik am geplanten Verteidigungsbudget für 2020 festhalten.

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11.07.2019

Israel: „Smart Jamming“-Attacke in Tel-Aviv

In Folge mehrerer Pilotenmeldungen über Probleme mit dem GPS-Empfang im Großraum Tel-Aviv nannte die israelische Armee ein von Russland ausgehendes „Smart Jamming“ (Störung und Manipulation von GPS-Signalen) als Ursache dieser Ausfälle.

Israel geht jedoch nicht von einem gezielten Angriff aus. Die Regierung vermutet dahinter eine Folge und Nebenwirkung der elektronischen Kriegsführung Russlands in Syrien.

Militär- und Luftfahrtexperten zeigen sich aufgrund der starken Störung und Manipulation der GPS-Navigation zunehmend besorgt über die Flugsicherheit. Aber auch die überraschend hohe Effektivität der „Smart Jamming“-Methode stößt in Israel auf Unbehagen.

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10.07.2019

Deutschland: Gemeinsame Sanitätsübung mit China

Vom 3. bis 17. Juli findet in München die „Combined Aid 2019“, eine gemeinsame Sanitätsübung deutscher und chinesischer Soldaten statt.

Insgesamt nehmen 91 chinesische Sanitätskräfte an der Übung in Niederbayern teil. Im Mittelpunkt steht vor allem das Training internationaler humanitärer Einsätze nach Naturkatastrophen wie Überflutungen oder Erdbeben. Dabei wird der Fokus auf Stabsarbeit, Suche und Rettung, Erstversorgung, die Einrichtung von Sanitätsversorgungsplätzen und den Nachschub gelegt.

Für die Deutsche Bundeswehr sind die umfangreichen Erfahrungen Chinas mit starken Erdbeben und großangelegten Fluteinsätzen von besonderem Interesse.

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09.07.2019

Australien: US-Tiefwasserhafen geplant

Am 23. Juni 2019 gab die US-Regierung bekannt, dass bei Darwin ein Tiefwasserhafen für das US-Marinekorps geplant wird.

Der neue Stützpunkt wird 40 km nordwestlich von Darwin errichtet und soll mehr als 2.000 Marineinfanteristen samt Ausrüstung und Schiffen Platz bieten. Da der Stützpunkt künftig abseits von jeglichen Verkehrswegen liegt, ist damit zu rechnen, dass von dort aus in Zukunft eine Reihe geheimer Unternehmungen in das Gebiet der Südchinesischen See gestartet wird.

Bis zur Fertigstellung des neuen Tiefwasserstützpunktes werden die Schiffe der US-Marine weiter den Hafen von Darwin benutzen.

Gegen den Bau beginnt sich derzeit lokaler Widerstand zu organisieren.

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