Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

22.05.2018

Indien: Günstiger Flugzeugneubau

Die Firma Hindustan Aeronautics Limited (HAL) hat der indischen Luftwaffe angeboten, 40 Su-30 MKI-Kampfflugzeuge für ein Drittel der Kosten von "Rafale"-Kampfflugzeugen zu bauen.

Die indische Luftwaffe könnte auf diesem Weg sehr schnell drei Staffeln neue Su-30 in Dienst stellen. HAL führt auch ins Treffen, dass es mehr Sinn machen würde, anstatt die bestehenden Su-30 MKI der Luftwaffe zu modernisieren, gleich neue Flugzeuge zu bauen, die über eine längere Verwendungsdauer verfügen.

-nt-


18.05.2018

Multinationale Kommunikationsübung - „Common Roof 18“

Vom 2. bis zum 18. Mai 2018 fand eine gemeinsame Informations- und Kommunikationstechnologien-Übung der drei D-A-CH-Nationen (Deutschland, Österreich und Schweiz) statt. Geübt wurde die trinationale Zusammenarbeit auf dem IKT-Sektor für Einsätze im Ausland sowie bei länderübergreifenden Einsätzen.

Common Roof 18 – Das Szenario

Die Übungsannahme war, dass eine Weltmeisterschaft in kombinierten Flug-Sportarten in alpiner Umwelt unter staatlicher Organisation Deutschlands im Allgäu stattfindet. Deshalb musste der Luftraum unter den drei DACH-Ländern eng mit der Führung, die im Ort Murnau lag, koordiniert werden. Ein trinationales Luftlagebild - „AIR PICTURE“ - wurde von der Deutschen Luftwaffe aus den Radardaten aller drei Länder erstellt und der Wettkampforganisation zur Erhöhung der Flugsicherheit zur Verfügung gestellt. Über das Common Roof Mission Network (CRMN) wurde das zusammengeführte „AIR PICTURE“ den Wettkampfleitungen in den DACH Ländern zur Verfügung gestellt.

Gemeinsames Üben

Führungsunterstützungssoldaten (FüU) aus den drei Nationen (vom Kommando Cyber- und Informationsraum, der Führungsunterstützung-Basis und dem Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence) bauten die Netze in ihren jeweiligen Ländern auf und überwachten die Verbindungen für die Dauer der Übung. Die IKT-Spezialisten hatten die Aufgabe die Kommunikation zwischen den Führungsorganen und den Regierungsstellen der Länder her- und sicherzustellen. Die Übungsleitung der Österreicher kam aus der Planungs- und Führungszelle des Kommandos (Generalstabsabteilung 3/5) und die Übungsteilnehmer aus den Führungsunterstützungsbataillonen sowie der Führungsunterstützungsschule. Neben den FüU-Soldaten aus der Truppe war diesmal auch ein Verbindungsoffizier der Deutschen Bundeswehr vor Ort.

Fazit:

Die dreiwöchige Übung war ein wichtiges Mittel, um die informationstechnische Zusammenarbeit der drei Länder zu festigen und die Interoperabilität zu verbessern. Das Arbeitsumfeld war professionell und kameradschaftlich zugleich, was maßgeblich zum Erfolg der Übung beigetragen hat.

-red-


17.05.2018

USA und China entwickeln „Railgun“-Geschütz

Die Vereinigten Staaten und China befinden sich in der Entwicklung von einem neuartigen Waffensystem: der „Railgun“.

Im April 2018 wurde der Rüstungskonzern General Atomics von der U.S. Army mit der Entwicklung der elektromagnetischen Railgun-Technologie beauftragt. Die U.S. Army wünscht sich in Zukunft die Technologie in Fahrzeugen und Panzern zu installieren.

Zeitgleich hat die chinesische Marine es angeblich geschafft, ein Railgun-System erstmalig in einem Schiff zu verbauen. Dies wurde indirekt dadurch bestätigt, da eine einheimische Forscherin für ihre Verdienste im Bereich „Electromagnetic Launching Technology“ ausgezeichnet wurde. Die U.S. Navy konnte ein solches Waffensystem bisher nicht in einem Schiff verbauen. Das Testen von Railguns erfolgte bis dato an Land.

Die „Railgun“ ist ein Waffensystem, das mittels elektromagnetischer Strahlung Projektile auf zwei parallel-verlaufenden Schienen (daher der Name „Railgun“) auf Überschallgeschwindigkeit (Mach 5) beschleunigt. Das bedeutet, dass keine Treibladung benötigt wird. Sie kann zur Luftabwehr, Panzerbekämpfung und auch als Artillerie eingesetzt werden.

-red-


14.05.2018

Indien: Neuorganisation des Budgets gefordert

Indische Militärexperten haben errechnet, dass 67 Prozent des indischen Verteidigungsbudgets in Gehältern und Pensionen für die Truppe aufgeht.

Demzufolge können nur 33 Prozent des Verteidigungsetats für militärische Infrastruktur, Wartung und Neuanschaffungen von Rüstungsgütern verwendet werden. Die Indische Armee befürchtet, dass sie nicht über genügend finanzielle Mittel für die Neubeschaffung von Waffensystemen, wie etwa Sturmgewehre und leichte Maschinengewehre, verfügen wird. Die Experten fordern deshalb eine Neuorganisation des Budgets.

-nt-


12.05.2018

Indien zieht sich aus Joint Stealth Fighter Projekt mit Russland zurück

Die indische Regierung hat die russische Regierung darüber informiert, dass es sich aus der Entwicklung eines gemeinsamen Kampfflugzeuges der 5. Generation zurückziehen wird.

Indien behält sich das Recht vor, das Projekt, welches die Entwicklung eines Tarnkappen-Kampfflugzeuges innerhalb von elf Jahren beinhaltet, später wieder aufzunehmen. Außerdem steht noch nicht fest, ob man die fertigen russischen Kampfflugzeuge der 5. Generation, überhaupt beschaffen wird.

-nt-


09.05.2018

Russland feiert Tag des Sieges

In der Nacht von 8. auf den 9. Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland gegenüber der Sowjetunion. Der 9. Mai (Den' Pobedy) wird deshalb jedes Jahr in Russland gefeiert und gilt als einer der wichtigsten Feiertage.

1945 ging nach vier Jahren für die Sowjetunion einer der verlustreichsten Kriege der Menschheitsgeschichte zu Ende. Der sogenannte „Große Vaterländische Krieg“, wie er in Russland genannt wird, forderte 24 bis 40 Millionen Tote auf Seiten der Bevölkerung der Sowjetunion. Wie jedes Jahr finden in allen größeren Städten Russlands Siegesparaden der Streitkräfte statt. Auf diesen werden oft neue Waffensysteme präsentiert.

-red-


09.05.2018

Ukraine erhält Panzerabwehrwaffe „Javelin“

Das Außenministerium der Vereinigten Statten hat die Lieferung des Panzerabwehrlenkwaffensystems „Javelin“ an die Ukraine bestätigt.

Laut Experten vor Ort haben die Ukrainischen Streitkräfte die erste Tranche der tragbaren „Fire-and-Forget“-Panzerabwehrlenkwaffe im April 2018 erhalten. Die Truppe hat sofort mit der Ausbildung an der Waffe begonnen.

Der 39-Millionen-Euro-Kauf von „Javelins“ wurde mit US-Militärhilfe für die ukrainische Regierung finanziert und umfasst 210 „Javelin“-Panzerabwehrraketen und 37 tragbare Abschussvorrichtungen.

-red-


07.05.2018

USA: Lockheed Martin entwickelt Rakete gegen Drohnen

Der amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin entwickelt eine Miniatur-Rakete, die Drohnen bekämpfen soll.

Drohnen stellen auf dem Schlachtfeld des 21. Jahrhunderts eine zunehmende Bedrohung dar. Sie sind klein, billig, leicht zu bedienen, sehr wendig und erfordern keinen Piloten im Cockpit. Das macht eine effektive Luftabwehr schwierig. Herkömmliche Luftabwehrsysteme können zwar gegen Drohnen eingesetzt werden; sie sind aber teuer in der Beschaffung und Instandhaltung.

Lockheed Martin will mit seiner „Miniature Hit-to-Kill“-Rakete eine billigere Alternative dazu bieten. Die Rakete ist 72 Zentimeter lang und wiegt 2,2 Kilogramm. Sie soll neben Abwehrsystemen wie Netzwerfern und Störsendern, die über eine kurze Reichweite verfügen, effektiv Drohnen bekämpfen.

-red-

Weiterführende Informationen:

Lockheed will Drohnen mit Mini-Raketen abschießen (Artikel)


07.05.2018

USA: Navy reaktiviert Zweite Flotte

Die U.S. Navy hat ihr Standbein im Nordatlantik, die Zweite US-Flotte, reaktiviert.

Ein Stab der U.S. Navy ist mit der Wiederaufstellung der Flotte im Atlantik betraut worden. Diese soll zukünftig aus Flugzeugen, amphibischen Kräften und einer Trägergruppe bestehen. Das gab Navy-Stabschef US-Admiral John M. Richardson an Bord des Flugzeugträgers „USS George H. W. Bush“ bekannt. Die Zweite US-Flotte wurde formal vor sieben Jahren aufgelöst. Im Kalten Krieg war dieser Verband für die Verlegung von US-Soldaten nach Europa zuständig. Beobachter gehen von einem Signal Richtung Russland aus.

-red-

Weiterführende Informationen:

US-Marine reaktiviert die 2. Flotte (Artikel)


06.05.2018

Türkei: 1.000 neue Kampfpanzer für Armee

Die türkische Armee hat die Anschaffung von 1.000 neuen Kampfpanzern vom Typ „Altay“ offiziell ausgeschrieben.

Der „Altay“-Kampfpanzer wird in der Türkei von BMC, einem privaten türkischen Rüstungskonzern, produziert und basiert auf dem südkoreanischen Modell K2 „Black Panther“. Der milliardenschwere Kauf erfolgt in mehreren Schritten: Zuerst wird der Anbieter mit dem besten Angebot ausgewählt. Danach wird die erste Bestellung, die 200 Kampfpanzer umfasst, in Auftrag gegeben.

Der „Altay“ ist der erste indigene, moderne türkische Kampfpanzer. Er wurde 2012 erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert, hat eine Besatzung von vier Mann und verfügt über eine 120-mm-Glattrohrkanone L/55 vom deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall. Die Wanne des Panzers ist mit einem Minenschutz ausgestattet. Eine ABC-Schutzanlage ist ebenfalls verbaut.

-nt-