Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

22.02.2019

Indien: Gefecht in Kaschmir-Region

Einige Tage nach einem schweren Anschlag mit 41 Toten kam es zu einem Feuergefecht mit Aufständischen in der umstrittenen Region Kaschmir zwischen Indien und Pakistan.

Vier indische Soldaten starben bei einem Schusswechsel mit Rebellen am 18. Februar 2019. Bei dem Gefecht wurde ein weiterer Soldat schwer verletzt sowie drei Aufständische getötet. Die indischen Behörden ließen verlauten, dass es sich bei den getöteten Rebellen eventuell um die Drahtzieher des Anschlages zuvor handelte.

Am 14. Februar 2019 starben bei einem Selbstmordschlag in der Kaschmir-Region 41 Sicherheitskräfte. Es war einer der tödlichsten Anschläge in vergangener Zeit. Seit 1947 ist Kaschmir zwischen Indien und Pakistan geteilt und ein dauerhaftes Konfliktthema, da beide Seiten die Region vollends beanspruchen.

-red-


21.02.2019

China: Höheres Verteidigungsbudget

Die Volksrepublik China wird beim „Volkskongress“ im März 2019 ihr Verteidigungsbudget von 155 Milliarden Euro auf 158 Milliarden Euro erhöhen.

Die Chinesische Volksbefreiungsarmee hat noch großen Nachholbedarf in Sachen Modernisierung. Viele Panzerverbände sind beispielsweise noch mit den veralteten T-54-Kampfpanzern ausgestattet und sollen durch den Type 99A ersetzt werden. Ebenso werden die Kampfflugzeuge J-7 gegen moderne Kampfflugzeuge ausgetauscht.

Generell werden alle Streitkräfte auf modernes Gerät für das Gefechtsfeld des 21. Jahrhunderts umgestellt. Bis 2020 soll die komplette Mechanisierung bei den Heeresverbänden abgeschlossen sein. Die komplette Digitalisierung der Streitkräfte wird noch einige Zeit benötigen.

-nt-


20.02.2019

Mali: Bundeswehr-Konvoi beschossen

Am 17. Februar 2019 beschossen Unbekannte einen Konvoi der Bundeswehr mit Handwaffen.

Die Bundeswehrsoldaten waren gegen 2100 Uhr im Einsatz, um ein belgisches Fahrzeug zu bergen. Bei den Angreifern handelt es sich vermutlich um Soldaten der malischen Streitkräfte. Die Bundeswehr erwiderte das Feuer, verletzte einen malischen Soldaten, verzeichnete aber keinen eigenen Verletzten. Die genauen Umstände des Vorfalles sollen nun aufgeklärt werden.

Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2013 an dem UN-Einsatz in Mali mit rund 1.000 Soldaten. Auch ein Kontingent des Bundesheeres steht in Mali im Einsatz. Das Ziel der multidimensionalen integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) ist eine Stabilisierung des westafrikanischen Landes. Mali gilt als einer der gefährlichsten UN-Einsätze. 

-red-

Weiterführende Informationen:

Bundeswehr-Konvoi von malischen Soldaten beschossen (Artikel/Spiegel Online)


19.02.2019

Ukraine: Upgrade für T-64

Der ukrainische Rüstungskonzern UkrOboronProm stellte am 11. Februar 2019 eine verbesserte Version des T-64-Kampfpanzers vor.

Die nachgerüstete Version des T-64 verfügt über eine neue Wärmebildkamera, ein Nachtsichtgerät der dritten Generation und eine zusätzliche passive Panzerung. Darüber hinaus ist der Kampfpanzer mit dem neuen digitalen Funkgerät „Lybid-K 2RB“ ausgestattet, das Kommunikation (geschützt vor Störungen und Abhören) auf Entfernungen von bis zu 70 km ermöglicht. Das Charkiwer Panzerwerk liefert nach den Erprobungen die modernisierten T-64 serienmäßig an die ukrainische Armee. Seit 2017 wurden mehr als 100 Kampfpanzer ausgeliefert.

-red-


15.02.2019

Australien: Milliarden-U-Boot-Deal

Australien bestellte zwölf Jagd-U-Boote um mehr als 30 Milliarden Euro von dem französischen Rüstungskonzern Naval Group.

Der australische Premierminister Scott Morrison unterzeichnete am 11. Februar 2019 den Vertrag bei einer Zeremonie in der Hauptstadt Canberra. Es ist das größte Rüstungsgeschäft, das Australien je getätigt hat. Das erste der zwölf U-Boote der „Barracuda“-Klasse, die HMAS „Attack“, soll in den 2030er-Jahren in den Dienst gestellt werden. Sie sollen die Boote der „Collins“-Klasse schrittweise ersetzen. Die U-Boote sind Teil des 56 Milliarden teuren „National Shipbuilding Plan“. Dieser beinhaltet den Bau von 54 Schiffen in australischen Werften.

-red-


14.02.2019

Russland: Entwicklung neuer Atomraketen

Nach der Aufkündigung des Intermediate Range Nuclear Forces Treaty durch die USA, entschied sich Russland dazu landgestützte Abschussgeräte für „Kalibr“-Raketen anzuschaffen und eine neue Überschallrakete zu entwickeln.

Die beiden neuen Raketentypen sind keine völligen Neuentwicklungen und können aus bestehenden Waffensystemen relativ schnell und kostengünstig entwickelt werden. Mit diesen Maßnahmen will Russland die Reichweite seiner bodengestützten Raketensysteme erhöhen. Russland hatte bereits 2018 einen neuen Raketentyp mit Hyperschallgeschwindigkeit bei einem Test vorgeführt.

-nt-


13.02.2019

Indien: Neue Sturmgewehre

Das indische Verteidigungsministerium kauft 73.000 Sturmgewehre für seine Grenztruppen.

Die Grenztruppen erhalten SIG716-G2 aus den USA. Damit wechselt Indien das Kaliber von 5,56x45mm NATO zu 7,62x51mm NATO. Die veralteten INSAS-Gewehre werden komplett abgelöst. Ursprünglich sollte ein indisches Sturmgewehr beschafft werden, jedoch verliefen die Waffentests nicht zufriedenstellend.

-nt-


12.02.2019

Russland: Fire-and-Forget-Panzerabwehrlenkwaffe

Das russische Verteidigungsministerium hat mit der Entwicklung einer tragbaren Fire-and-Forget-Panzerabwehrlenkwaffe, ähnlich dem amerikanischen „Javelin“-System, begonnen.

Fire-and-Forget-Systeme sind Waffen, bei denen Lenkflugkörper beispielsweise durch Infrarot oder einer aktiven Zielsuchlenkung mit eigenem Radar Ziele ansteuern. Ein Vorteil eines solchen Systems ist, dass der Schütze das Ziel nicht im Visier behalten muss und sich in Deckung begeben kann. Gegenwärtig nutzt Russland die Panzerabwehrlenkwaffen 9K135 „Kornet“ mit einer Reichweite von 1.000 bis 5.500 Metern. Sie kann mit ihren Tandemhohlladungen bis zu 1.200 mm Panzerstahl durchdringen.  

Bis Dato hatte Russland kein Fire-and-Forget-Panzerabwehr-System. Das soll sich nun ändern.

-red-


09.02.2019

USA: Finanzspritze für zwei neue Flugzeugträger

Die U.S. Navy erhöhte die Auftragssumme für zwei Flugzeugträger der „Gerald R. Ford“-Klasse.

Die größte nordamerikanische Werftengruppe Huntington Ingalls Industries bekommt weitere finanzielle Mittel, um die nuklearangetriebenen Träger „Enterprise“ (CVN 80) und einen bis dato namenlosen (CVN 81) zu bauen. Die Erhöhung der Summe beträgt circa 13 Milliarden Euro. Das Rüstungsvorhaben soll bis Februar 2032 abgeschlossen sein. Der Bau der „Enterprise“ begann bereits 2017. Die U.S. Navy will den Flugzeugträger 2028 in Dienst stellen. CVN 81 soll 2030 in den Dienst gestellt werden.

-red-


08.02.2019

Indien: Sechs neue U-Boote bis 2022

Die indische Marine will sechs U-Boote der französischen „Scorpène“-Klasse bis 2022 in den Dienst stellen.

Derzeit baut Indien die Boote in Lizenz mit französischer Unterstützung. Das indische Verteidigungsministerium hatte zuvor mit der Thales Group, einem internationalen Unternehmen, einen Vertrag zum Bau einer modernen U-Bootwerft der Marine an der Ostküste abgeschlossen. Die indische Marine will die ersten zwei „Scorpène“-U-Boote 2019 in den Dienst stellen, die restlichen sollen bis 2022 folgen.

-nt-