Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

04.06.2020

Japan: Daten-Leak bei Mitsubishi Electric

Das japanische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass es bei Mitsubishi Electric zu einer Datenabschöpfung gekommen sein könnte.

Das Unternehmen hatte sich an der Ausschreibung zur Entwicklung einer neuen Überschallrakete beteiligt. Bei den abgeschöpften Daten handelt es sich um Dokumente des Verteidigungsministeriums mit Informationen zu der Ausschreibung und Entwicklung der Rakete sowie die persönlichen Daten von 8.000 Personen.

-nt-


03.06.2020

Indien: Beschaffungsoffensive bei Luftwaffe

Der Kommandant der indischen Luftwaffe, Rakesh Kumar Singh Bhadauria, kündigte am 18. Mai 2020 die geplante Beschaffung von 450 Kampfflugzeugen an.

Im Laufe der nächsten 35 Jahre sollen 63 Rafale-Kampfflugzeuge, 114 Mehrzweckkampfflugzeuge, 100 Advanced Medium Combat Aircrafts (AMCA) und 200 Light Combat Aircrafts (LCA) beschafft werden. Etwa die Hälfte der Neubeschaffungen soll innerhalb der nächsten 15 Jahre erfolgen. Der Vertrag über die ersten 83 LCA Mark 1A soll bereits Ende Mai finalisiert werden. Ein Wechsel der MiG-29K, die derzeit bei der Marine in Dienst stehen, zur Luftwaffe sei laut Bhadauria ebenfalls möglich.

-nt-


02.06.2020

USA: Zusammenarbeit mit SpaceX

Das US-Militär hat eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem Raumfahrts- und Telekommunikationsunternehmen „SpaceX“ getroffen.

Das Unternehmen, das von Tesla-Gründer Elon Musk geführt wird, arbeitet an einer Internetverbindung aus dem All („Starlink“). Dafür sollen insgesamt 42.000 Satelliten in den niedrigen Erdorbit gebracht werden und so die Erde flächendeckend mit Internet versorgen. Dieses System soll den US-amerikanischen Truppen dabei helfen, im Feld flexibler agieren zu können. Laut der Vereinbarung wird aktuell getestet, welches Equipment die Bodentruppen benötigen, um eine stabile und sichere Verbindung zu den Internetsatelliten zu erhalten. Weitere Kooperationspartner, die ebenfalls Satelliteninternet anbieten sind Kratos und SES.

-red-


02.06.2020

China: Museumsreifer Zerstörer

Der letzte Zerstörer der Klasse 051, die CNS Zhuhai, wird in den nächsten Wochen außer Dienst gestellt.

Das Schiff wird in weiterer Folge als Museumsstück in Zhuhai ausgestellt. Die CNS Zhuhai ist ein Zerstörer vom Typ 051G2 mit einer Läng von 128,6 m, einer Breite von 12,8 m und einem Tiefgang von 4,6 m. Sie wurde 1992 von der chinesischen Marine in Dienst gestellt und absolvierte zahlreiche Auslandseinsätze.

-nt-


29.05.2020

Nigeria: Kampf gegen Piraterie

Am 15. Mai 2020 konnte die nigerianische Marine das chinesische Frachtschiff MV Hailufang II und seine Besatzung aus den Händen von Piraten befreien.

Alle 18 Besatzungsmitglieder blieben bei der Aktion, die im Seegebiet 140 Seemeilen südlich von Lagos Fairway Buoy stattfand, unverletzt. Zehn Piraten wurden verhaftet. Des Weiteren konnte ein chinesischer Fischtrawler von Piraten befreit und von der Marine nach Lagos eskortiert werden. In den letzten Monaten kam es im Golf von Guinea zu einem verstärkten Aufkommen von Piraterie. Das Interesse der Piraten scheint sich von der Fracht der gekaperten Schiffe, zu der Forderung nach Lösegeld verlagert zu haben.

-nt-


28.05.2020

Japan: Weltraumverteidigungseinheit aufgestellt

Am 18. Mai 2020 hat der japanische Verteidigungsminister Taro Kono in Tokio offiziell die Weltraumverteidigungseinheit aufgestellt.

Die neue Einheit soll Aktivitäten im erdnahen Orbit beobachten, Gefahren für japanische Satelliten feststellen und die Satellitenkommunikation und -navigation für das Militär übernehmen. Die ersten 20 Soldaten haben bereits ihre Arbeit aufgenommen, bis 2023 soll die geplante Stärke von 100 Personen erreicht werden. Die Weltraumverteidigungseinheit soll eng mit den USA und der japanischen Weltraumagentur zusammenarbeiten.

-nt-


28.05.2020

China: Schiffsmodernisierung abgeschlossen

Nach einer 22 Monate andauernden Modernisierung sticht das Bahnverfolgungsschiff „Yuan Wang 6“ wieder in See.

Die Yuan Wang 6 verließ ihren Heimatstützpunkt in Jiangsu Richtung Pazifik, um dort Aufgaben im chinesischen Weltraumprogramm aufzunehmen.

-nt-


27.05.2020

Deutschland: Leichter Mehrzweckhubschrauber gefordert

Seit 2017 laufen in der Deutschen Bundeswehr Untersuchungen zum Bedarf an einem leichten Hubschrauber, der für Heer, Luftwaffe und Marine genutzt werden kann.

Laut der Zeitschrift „Europäische Sicherheit“ liegt als Ergebnis ein klarer Forderungskatalog vor, der von dem zukünftigen Muster viele verschiedene Fähigkeiten verlangt. Diese reichen von der Pilotenausbildung, der Front- und Download-Fähigkeiten für Piloten im Betrieb teurerer Systeme wie dem NH-90, dem Fliegen über See, aber auch der Feuerunterstützung aus der Luft für das Heer bis hin zum fliegenden Gefechtsstand und MEDEVAC-Einsatzmittel. Die Bundeswehr wird etwa 60 Stück dieses neuen Hubschraubers beschaffen. Es wird jedoch eine Herausforderung darstellen, alle Bedürfnisse der Teilstreitkräfte in ein gemeinsames Modell einzupassen.

-hb-


25.05.2020

USA: Einsatzbereitschaft der Kampfflugzeuge

Der General der U.S. Air Force, Charles Q. Brown, gab im Senat die Einsatzbereitschaft der US-Kampfflugzeuge an.

Diese beläuft sich für das Jahr 2019 wie folgt: F-16C mit 73 Prozent, F-16D mit  70 Prozent, F-35A mit 62 Prozent und F-22 mit 51 Prozent. 17 Raptors sind seit dem Hurricane Michael 2018 nicht einsatzfähig. Bei den F35-Kampfflugzeugen gibt es weiterhin Probleme mit der Lieferung von Ersatzteilen: Im Jahr 2018 fehlten im Schnitt 875 Ersatzteile pro Monat, im Juli 2019 stieg diese Zahl auf mehr als 8.000 an. Grund dafür sind verspätete Lieferungen der Hersteller aufgrund sehr knapper Kalkulationen.

-nt-


25.05.2020

Indien: General gegen Flugzeugträgerflotte

Der Generalstabschef der indischen Armee, General Bipin Rawat, hat sich in einem Zeitungsinterview gegen den Ausbau der Flugzeugträgerflotte ausgesprochen.

Die Hauptaufgabe der indischen Streitkräfte sei der Schutz der Landesgrenzen und des indischen Ozeans. Flugzeugträger machten hauptsächlich Sinn, wenn ein Land seine Interessen weit entfernt der Küste schützen wolle. Zusätzlich sieht General Bipin Rawat eine Gefahr in der Verletzbarkeit von Flugzeugträgern durch moderne Raketensysteme. Für ihn wären Investitionen in eine starke U-Boot-Flotte sinnvoller.

-nt-